wird geladen

Am Klebstoff geschnüffelt

Montag, 15.08.2016 | 10:46 Uhr
Dortmund gegen Bayern - der erste Titel der Saison ging an den Rekordmeister
Advertisement
Serie A
Live
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Live
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Live
Arsenal -
Newcastle
Championship
Live
Sunderland -
Fulham
Primera División
Live
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston

Borussia Dortmund und der FC Bayern München zeigen im Supercup jeweils eine starke Halbzeit. Dies war für beide Mannschaften ein glänzender Schritt auf dem Weg, um sich auf höchstem Niveau weiter zu festigen - die jeweiligen Wege dorthin sind aber grundverschieden.

Als Carlo Ancelotti unmittelbar nach dem Sieg im Supercup gegen Borussia Dortmund gefragt wurde, an welchen Stellschrauben er in den übrigen Tagen bis zum Start der Pflichtspiele in DFB-Pokal und Bundesliga noch drehen würde, hatte der Bayern-Trainer kaum Konkretes mitzuteilen.

"Die Mannschaft ist schon sehr, sehr stark", entgegnete der Italiener lapidar. Statt letzter taktischer Tüfteleien im Training dürften es vielmehr Spiele wie am Sonntagabend im Signal Iduna Park sein, die die gemeinsame Herangehensweise seines Teams in ein stringentes Gesamtbild gießen.

Tuchel verzichtet auf viele Neuzugänge

Ancelotti kommt dabei entgegen, im Moment kein schwieriges Personalpuzzle lösen zu müssen. Der neue Mann an der Seitenlinie kann auf das unter Pep Guardiola so bärenstarke mannschaftliche Gerüst zurückgreifen, das künftig zwar die Schwerpunkte im Spiel etwas anders setzen wird, an dessen grundsätzlicher Ausstrahlung aber nichts verloren ging.

Es war daher sinnvoll von ihm anzukündigen, den Supercup mit der besten verfügbaren Truppe zu spielen, selbst wenn Akteure wie der beispielsweise bei jedem Ballkontakt ausgepfiffene Rückkehrer Mats Hummels noch keine zehn Tage Training in den Knochen haben.

Zwar bestand auf der Gegenseite die öffentliche Hoffnung, die zahlreichen Dortmunder Neuzugänge und vor allem Mario Götze erstmals zu Gesicht zu bekommen. Wer jedoch spätestens auf der Pressekonferenz vor der Partie genau hingehört hat, der konnte erahnen, dass Thomas Tuchel diese Gedankenspiele nicht bedienen wird.

Suche nach dem Klebstoff

Dortmunds Trainer setzte vielmehr auf die China-Reise-Gruppe. Damit sind jene Spieler gemeint, die an diesem Montag bereits in ihre sechste Trainingswoche einsteigen und den Nachzüglern, zu denen neben Götze vor allem Andre Schürrle, Julian Weigl, Lukasz Piszczek und Raphael Guerreiro gehören, physisch noch deutlich überlegen sind.

Die BVB-Elf, die Tuchel letztlich auf den Rasen schickte, hatte die ersten Wochen nach Trainingsstart zusammen verbracht und untereinander bereits eine gewisse Verbindung hergestellt. Die rechte Seite bestand in Felix Passlack und Adrian Ramos daher auch aus einem Pärchen, das man im Laufe der Spielzeit nicht mehr häufig zu Gesicht bekommen wird.

Der große Unterschied zwischen den beiden Rivalen während der nun zum Großteil zurückliegenden Vorbereitung ist die unterschiedliche Suche nach dem Klebstoff, wie es Tuchel beschreibt. Unter diesem Begriff sind Faktoren wie physisches Top-Niveau, Eingespieltheit sowie eine gemeinsame Mentalität und Gier vereint.

Tuchel verschiedene Sommer

Ancelottis Kader kann auch in diesen Belangen auf den Erzeugnissen der Vorjahre aufbauen, im Gegensatz zur Borussia haben die Bayern keinen einzigen Schlüsselspieler verloren. In Hummels und dem noch verletzten Renato Sanches kam gar noch weitere Qualität hinzu.

Anders die Gemengelage in Dortmund: Der Weg in Tuchels zweites BVB-Jahr ist gänzlich verschieden von jenem, der im letzten Sommer begann. Damals griff das Trainerteam auf die Bande zurück, die über die Jahre unter Jürgen Klopp geknüpft wurde und kippte darüber neue taktische Inhalte aus.

Die Grundstruktur des Kaders wurde aber kaum verändert, höchstens ergänzt. Nun jedoch müssen Tuchel und Co. nicht nur acht Neuzugänge aus unterschiedlichen Ländern an eine neue soziale wie fußballerische Umgebung gewöhnen, sondern nach den Abgängen des Trios Hummels/Gündogan/Mkhitaryan auch die Rollenverteilung innerhalb des Teams beobachten und neu gedeihen lassen.

Testspiele für den BVB-Rest

Es war nicht verwunderlich, dass der Dortmunder Motor in den Testspielen nach der China-Reise stotterte. Die Trainingsgruppe, die die ersten drei Wochen gemeinsam absolvierte, strahlte in Asien bereits eine gemeinschaftliche Stärke aus, was an den guten Vorstellungen gegen die beiden Teams aus Manchester abzulesen war.

Durch den verspäteten Einstieg der anderen Hälfte der Truppe und die daraus entstandene, finale Kaderkonstellation sind diese zuvor aufgebauten Verbindungen wieder ein Stück weit gekappt worden, wie Tuchel in den letzten Tagen ausführlich erklärte.

Dortmunds Vorbereitung teilte sich praktisch in zwei Abschnitte auf, die wirkliche gemeinsame Arbeit an allen für Spiel wie Teamgeist notwendigen Prinzipien begann erst am 3. August im Trainingslager in der Schweiz. Es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass die Borussia am Tag nach Supercup und DFB-Pokal-Auftakt jeweils noch ein Testspiel angesetzt hat, um dem später eingestiegenen Teil der Mannschaft entsprechende Spielpraxis zu ermöglichen.

Tuchel: "Der Weg ist noch lang"

Man hätte Tuchels Aussage, auf den Supercup könne er diesmal auch verzichten, also nicht ganz für bare Münze nehmen sollen. Denn diese Herausforderung, wenn auch in Anführungszeichen nur von dem im Saft stehenden Teil des Kaders angegangen, trug dazu bei, den Faden wieder aufzunehmen und am gesuchten Klebstoff zumindest wieder zu schnüffeln - auch für die Bayern.

Das Zusammenspiel aus dem Erlebnis Heimspiel unter Flutlicht, höchster sportlicher Prüfung gegen den größten Rivalen und dem glänzenden Auftritt in den ersten 45 Minuten wird Dortmund daher ungeachtet des Ergebnisses einen Entwicklungsabschnitt nach vorne gebracht haben - und umgekehrt die Bayern auch.

"Die Aufgabe ist es, die Dichte und die Energie in unseren Aktionen zu halten, nicht zurückzuweichen und immer wieder aufzubringen über 90 Minuten", sagte Tuchel nach der 0:2-Niederlage. "Das ist eine Frage der körperlichen Fitness, der Konzentration, des Zusammenspiels. Wir haben gegen Bayern einen weiteren Schritt gemacht auf einem Weg, der aber noch lang ist."

Dortmund baut auf den Faktor Zeit

Tuchel ist davon überzeugt, dass letztlich die Zeit, das fortwährende Miteinander sowie die dann entstehende Leistungsatmosphäre die Wunden des gesamten Kaders heilen wird. Bislang gingen in gewissen Spielphasen noch zu häufig Physis wie Konzentration flöten, technische Unsauberkeiten schlichen sich daraufhin ein.

Um auch solche Phasen zu überstehen, muss sich in den kommenden Wochen in Training und Spielen eine durchgängige Stabilität entwickeln, die Tuchel auch gerne unter dem Begriff Energie zusammenfasst.

Auch wenn der Stellenwert des hiesigen Supercups häufig in Frage gestellt wird, war er gerade in diesem Jahr für beide Mannschaften wichtig, um sich auf höchstem Niveau weiter zu festigen. Nur sind die Wege zu diesem Ziel in Dortmund und München derzeit unterschiedlich.

Bor. Dortmund - FC Bayern: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung