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FC Bayern - Gladbach: Karl-Heinz Rummenigge im Interview

"FCB auf moralisch anderem Weg als England"

Sonntag, 23.10.2016 | 00:33 Uhr
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Nach dem 2:0-Sieg des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Im Mixed-Zone-Interview spricht er über die Schwierigkeit, Bayern zu schlagen, Costas Torjubel, Julian Weigl und den Umgang mit Geldern in England.

Frage: Herr Rummenigge, war es die beste erste Halbzeit, die Sie vom FC Bayern in der laufenden Saison gesehen haben?

Karl-Heinz Rummenigge: Ich denke, man muss nicht nur mit der ersten Halbzeit zufrieden sein, sondern mit dem gesamten Spiel und auch der gesamten Woche. Im ersten Durchgang haben wir heute großartig gespielt, aber auch im zweiten hatten wir die Partie unter Kontrolle. Der Sieg geht total in Ordnung. Es war ein wichtiges Spiel heute, der Spieltag ist für uns gut gelaufen. Jetzt kann man auch mal loben, aber aus Erfahrung nicht zu viel.

Frage: Hängt die Leistung auch damit zusammen, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Wort gefunden wurden?

Rummenigge: Das weiß ich nicht. Ich glaube, dass es eher mit dem Auftreten der Spieler zusammenhängt. Wenn sie so spielen wie am Mittwoch oder speziell heute in der ersten Halbzeit, dann ist es schwierig, Bayern München zu schlagen. Manchmal muss man den einen oder anderen Spieler etwas kitzeln.

Frage: Douglas Costa hat heute mit einem Selfie gejubelt. Was sagen Sie dazu?

Rummenigge: Er hat heute sehr gut gespielt, so wie er es speziell in der Hinrunde der vergangenen Saison. Er ist eine wichtige Waffe für unser Spiel. Viele Spieler waren auf einem sehr hohen Niveau. David Alaba hat sehr gut gespielt, genauso Xabi Alonso oder Javi Martinez.

Frage: Und was sagen Sie zum Jubel?

Rummenigge: Das gab es ja zu meiner Zeit nicht, sonst hätten wir das vielleicht auch schon gemacht. Ich warte nur darauf, dass irgendwer während des Spiels etwas tickert.

Frage: Arjen Robben tut der Mannschaft sichtlich gut. Wie sieht es mit seiner und der Zukunft von Franck Ribery aus? Kommt in die Verhandlungen Bewegung rein?

Rummenigge: Arjen spielt ohne Frage auf einem sehr hohen Niveau, das ist gut. Wir werden sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft Gespräche führen. Die Verträge laufen am 30. Juni aus, nicht nur von den zweien, auch die von Rafinha oder Alonso. Aber das werden wir nicht in der Öffentlichkeit ankündigen, denn wie der Kollege Watzke, glaube ich, auch schon gesagt hat: Man kann nicht mit der Glocke läuten, dass alle Leute zur Säbener Straße kommen und zuhören, was wir besprechen.

Frage: Sie haben nun schon früh in der Saison sechs Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund. Ein gutes Polster?

Rummenigge: Es gibt noch andere Mannschaften, die knapper hinter uns liegen, wie die Hertha, Köln oder Leipzig. Die machen es gut und dementsprechend muss man auch den nötigen Respekt vor diesen Teams haben. Aber auch wenn der BVB wieder zwei Punkte auf uns verloren hat, ist Dortmund für mich die Mannschaft mit dem größten Potenzial in der Bundesliga.

Frage: Sie haben im Bayern-Magazin ganz bewusst eine Finanz-Diskussion angestoßen. Warum?

Rummenigge: Weil es mir missfällt, was zum Teil in England abläuft. Ich halte das für bedenklich. Spanische Klubs werden mit Transfersperren belegt, da wäre von der FIFA auch ein Blick nach England ratsam.

Frage: Wie kann man dagegensteuern?

Rummenigge: Ich will ja niemanden anklagen, aber wir haben auch irgendwo im Fußball eine Moral zu vertreten. Dementsprechend werden wir das hier in München sicherlich anders machen als die Kollegen. Wir werden natürlich die Zügel anziehen müssen, weil wir in der Zukunft wieder verstärkt selber Spieler ausbilden wollen. Wir haben ab dem 1. Juli 2017 das neue Nachwuchsleistungszentrum, und das werden wir auch konsequent nutzen, aber auf einem moralisch anderen Weg als das eben in England passiert.

Frage: Sie haben schon gesagt: Rosenheim statt Rio. Dann ist doch die Frage: Wann wechselt Julian Weigl zum FC Bayern?

Rummenigge: Das ist ja ein Thema für sich. Wenn Bayern München einen Spieler von 1860 holt, dann ist das ein großes Lamento. Das hat in dem Fall vielleicht auch eine Rolle gespielt. Die Dortmunder haben das gut gemacht, sie haben sich einen guten Spieler aus München geholt. Aber wie gesagt: Wenn ihn Bayern München geholt hätte, dann hätte es, glaube ich, auch Lamento gegeben - auf beiden Seiten. Als wir mal Jens Jeremies geholt haben, kann ich mich erinnern, haben auch Fans von uns gepfiffen.

Frage: Wenn Weigl also nicht bei Sechzig gespielt hätte, wäre es vielleicht etwas geworden, sprich von der Qualität hätte es gepasst?

Rummenigge: Von der Qualität her ist er gut, sonst wäre er ja nicht Nationalspieler.

Frage: Was erwarten Sie vom Pokalspiel gegen den FC Augsburg?

Rummenigge: Es ist ein K.o.-Spiel, da muss man konzentriert sein. Man darf nicht patzen, sonst ist man draußen. Wir haben jetzt zwei gute Leistungen gezeigt. Es gilt jetzt, auf diesem Weg weiterzumachen.

Bayern - Gladbach: Daten zum Spiel

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