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Dominante Bayern schießen Hertha ab

Mittwoch, 21.09.2016 | 21:49 Uhr
Franck Ribery erzielte den Führungstreffer für den FC Bayern München
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Venlo

Der FC Bayern München hat auch das zweite Wiesn-Heimspiel gewonnen. Der Meister schlug den bisher verlustpunktfreien Verfolger Hertha BSC souverän mit 3:0 (1:0).

Vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena erzielte Franck Ribery (16.) auf Vorarbeit von David Alaba die Führung für die Hausherren. Nach einem dicken Patzer von Allan traf Thiago in der 68. Minute zum 2:0, ehe Arjen Robben vier Minuten später mit einem Linksschuss auf 3:0 stellte.

Arjen Robben wurde in der 65. Minute eingewechselt und stand erstmals nach exakt 200 Tagen wieder in einem Pflichtspiel für den FC Bayern auf dem Platz. Nur sieben Minuten später traf er. Für den Niederländer war es der achte Treffer in Spielen gegen Hertha BSC. Nur gegen den Hamburger SV traf er genauso häufig.

Die Bayern haben seit 2010 zur Oktoberfest-Zeit in 31 Pflichtspielen nun 78 Punkte eingefahren (inkl. Bundesliga und Champions League). Für die Hertha war es nach drei Siegen zum Auftakt der Saison die erste Niederlage.

Reaktionen:

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben von Beginn an gut gespielt. Mit Intensität und Qualität. Das war das bislang beste Spiel der Saison."

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Glückwunsch an den FC Bayern. Sie haben einen tollen Tag gehabt. Wir haben versucht, nicht zu mauern, haben versucht, die Bayern weg vom Tor zu halten. Die Tore sind nach individuellen Fehlern gefallen. Wir müssen das akzeptieren, wir müssen daraus lernen. Für uns ist wichtig, jetzt zu regenerieren und gegen Frankfurt ein gutes Spiel abliefern."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Gegensatz zum 3:1-Sieg gegen Ingolstadt am Wochenende schickt Bayern-Trainer Carlo Ancelotti seine Mannschaft auf fünf Positionen verändert in die Partie. Thiago, Boateng, Lahm, Alaba und Müller rücken in die Mannschaft. Dafür sitzen Coman, Kimmich, Rafinha und Renato Sanches auf der Bank. Juan Bernat steht nicht im Kader. Die Startelf der Bayern ist im Schnitt 29 Jahre und 95 Tage alt und damit so alt wie zuletzt im Dezember 2008.

Herthas Pal Dardai nimmt nach dem 2:0-Erfolg über Schalke zwei Änderungen vor. Esswein und Allan stehen für Skjelbred und Darida auf dem Platz.

2.: Thiago mit einem Flankenwechsel aus dem rechten Halbfeld. Am langen Fünfereck steigt Vidal zum Kopfball und legt zur Mitte ab. Dort hält Lewandowski die Stirn rein, scheitert aus kurzer Distanz aber an Jarstein.

3.: Was für ein flotter Beginn der Münchner! Nächste Riesenchance! Müller setzt sich am Elfmeterpunkt stark durch und kommt frei zum Abschluss, setzt den Ball aber knapp neben den linken Pfosten.

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16., 1:0, Ribery: Überragender Sololauf des Franzosen! Ribery wackelt links im Strafraum nach Alabas Vorarbeit Pekarik mit drei Körpertäuschungen aus, zieht dann vom Fünfereck ab und bringt ihn irgendwie an Jarstein vorbei ins Tor.

26.: Ribery schickt Lewandowski auf den linken Flügel. Der Pole kommt gerade noch vor der Grundlinie dran und spielt Müller am Fünfer an. Ballannahme, Ablage auf den heraneilenden Ribery, satter Abschluss auf das linke untere Eck - knapp vorbei!

32.: Im richtigen Moment spielt Vidal einen langen Ball, sodass Lewandowski frei vor Jarstein auftaucht. Er versucht, das Leder über den herauseilenden Torhüter zu heben, hebt es jedoch auch am Tor vorbei.

61.: Erste richtig gute Gelegenheit für die Hertha: Weiser bedient Stocker am Sechzehner. Der legt sich den Ball auf den rechten Fuß und zieht ab. Neuer macht sich lang und wehrt den Schuss mit beiden Händen ab.

68., 2:0, Thiago: Dicker Bock von Allan! Der Neuzugang bekommt das Leder an der eigenen Sechzehnerlinie - und lässt es sich von Thiago einfach abluchsen. Der Rest ist Formsache: Der Spanier versenkt unten links.

72., 3:0, Robben: Besser könnte der Einstand nicht gelingen! Robben bekommt den Ball am rechts Strafraumeck, macht einen Schritt nach links und zieht ab. Sein Schuss wird noch von Stark abgefälscht und schlägt mittig im Tor ein.

Fazit: Ein hochverdienter Heimsieg für den FC Bayern, der die Hertha von Anfang an im Griff hatte und im Laufe der zweiten Halbzeit auch das Ergebnis hochschraubte.

Der Star des Spiels: Thiago. Machte ein glänzendes Spiel im zentralen Mittelfeld. Gab die meisten Torschüsse ab, hatte eine hervorragende Passquote (93,4 Prozent), gewann 65 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte nach Vidal die zweitmeisten Ballaktionen (142 zu 144). Dazu den Treffer zum 2:0 selbst erzielt und den zum 3:0 aufgelegt.

Der Flop des Spiels: Allan Souza. Der Neuzugang vom FC Liverpool gab sein Pflichtspieldebüt für Hertha und erlebte keinen guten Einstand. War als Achter an keinem Torschuss beteiligt, dazu mit dem dicken Patzer vor dem 2:0, der die Entscheidung bedeutete.

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Der Schiedsrichter: Marco Fritz. Zeigte in einer weitgehend fairen Partie eine gute Leistung. Richtig, Robben keinen Elfmeter zu geben (66.), auch die anschließende Abseitsposition bewerteten seine Assistenten richtig.

Das fiel auf:

  • Die Bayern legten in den ersten Minuten mit einem beachtlichen Tempo los, als wollten sie den zuletzt starken Berlinern von Beginn an den Zahn ziehen. Besonders Thomas Müller, der zuletzt krankheitsbedingt ausgefallen war, sprühte vor Tatendrang.
  • Carlo Ancelotti schickte sein Team im mittlerweile etablierten 4-3-3 auf den Rasen. Ribery und Müller rückten wie zuletzt immer nach innen ein, während die Außenverteidiger Lahm und Alaba beinahe schon als Außenstürmer fungierten. Thiago, Alonso und Vidal dominierten das zentrale Mittelfeld in der Anfangsphase nach Belieben. Das Trio hatte nach einer halben Stunde bereits mit Abstand die meisten Ballaktionen auf dem Feld.
  • Hertha spielte ebenfalls im 4-3-3, allerdings deutlicher mit zwei Dreierketten vor der Viererkette. Alle Spieler zogen sich weit zurück, selbst Ibisevic hatte seine realtaktische Position über lange Zeit in der eigenen Hälfte. Die Vorgehensweise, auf Fehler der Bayern zu spekulieren, um dann schnell umzuschalten, ging nicht auf, weil die Gastgeber sich kaum einfache Ballverluste erlaubten. Im Gegensatz zu den enorm mutigen Ingolstädtern am Wochenende wirkten die Berliner beinahe ängstlich.
  • Die Gäste gaben erst in der 44. Minute den ersten Torschuss ab. Damit verhinderten sie, das erste Team seit Eintracht Frankfurt Anfang April zu werden, das in der ersten Halbzeit überhaupt nicht auf das Tor der Münchner schießt. Auch sonst war die Dominanz des Meisters im ersten Durchgang erdrückend bei 446:117 Pässen, 79 Prozent Ballbesitz und 11:1 Torschüssen.
  • Nach dem Seitenwechsel drohte die Partie zu verflachen. Die Bayern wirkten nicht mehr so bissig im Offensivspiel, Hertha bekam zumindest etwas mehr Spielanteile, wusste damit jedoch nicht so wirklich etwas anzufangen.
  • Die Hereinnahme von Schieber und Stocker belebte das Herthaner Offensivspiel noch einmal kurzzeitig. Spätestens mit Thiagos Treffer zum 2:0 war der Widerstand der Hauptstädter jedoch gebrochen.

Bayern - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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