wird geladen

Hamburger SV: Bundesliga-Klassenerhalt nach Sieg gegen den VfL Wolfsburg

Der FC Bayern des Abstiegskampfes

Samstag, 20.05.2017 | 21:30 Uhr
Markus Gisdol hat den Hamburger SV zum Klassenerhalt geführt
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Der Hamburger SV hat in einem emotionalen Schlussakkord am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg erneut den Bundesliga-Klassenerhalt geschafft. Dass der HSV sich die dritte Relegation innerhalb von vier Jahren erspart und auch in der 55. Saison Teil des Oberhauses sein wird, war ein Kraftakt des ganzen Vereins und seines Umfelds. Der Nimbus der Unabsteigbarkeit nimmt unheimliche Züge an.

In der 78. Minute greift Kult-Stadionsprecher Lotto King Karl im Volksparkstadion zum Mikrofon. Er verkündet die Zuschauerzahl des letzten Heimspiels der Saison: 57.000, ausverkauft. Logisch! Das selbst erkämpfte Endspiel des Hamburger SV gegen den VfL Wolfsburg um den direkten Klassenerhalt wollte niemand verpassen.

Dann ruft er die entscheidenden Worte ins Mikro: "Jetzt kommen die lautesten zehn Minuten der Saison!" Und die Zuschauer gehorchen. "Niemals zweite Liga", hallt es ohrenbetäubend laut durch das weite Rund.

Der HSV hat alles auf die Schlussphase ankommen lassen. Die Schlussphase der Saison und die Schlussphase des letzten Spiels.

"Nach dem zehnten Spieltag waren wir tot, hatten nur zwei Punkte auf dem Konto. Das hat noch keiner geschafft. Wir aber haben uns zusammengerauft und wollten die Geschichtsbücher neu schreiben. Das haben wir geschafft", resümierte Trainer Markus Gisdol nach dem geglückten Husarenstück.

HSV war mehrmals weg vom Fenster

Tatsächlich war der HSV im Laufe der 54. Bundesliga-Saison gleich mehrmals weg vom Fenster. Kaum noch jemand hatte die Hanseaten nach dem historisch schwachen Start noch auf der Rechnung.

Oder nach dem verheerenden Auftritt beim 0:8 in München Ende Februar.

Oder als der HSV - eigentlich zu diesem Zeitpunkt mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz - ausgerechnet beim Nordderby gegen Werder Bremen Mitte April in eine erneute Ergebniskrise schlitterte und drei Spiele in Folge verlor.

Oder am vergangenen Samstag, als Hamburg wegen eines 0:1-Rückstands auf Schalke in der 91. Minute quasi sicher als Relegant feststand. Bis zu Pierre-Michel Lasoggas Treffer zum Ausgleich.

Heimstärke in der entscheidenden Saisonphase

Doch irgendwie hielt der Bundesliga-Dino seine Chancen am Leben und rettete sich ins Endspiel gegen den VfL Wolfsburg mit dem Heimvorteil auf seiner Seite. Dieser war speziell in der Crunchtime der Saison ein echtes Plus: Acht der letzten neun Siege fuhr Hamburg im Volkspark ein.

Auch gegen Wolfsburg setzten die Hamburger alles auf die Karte Atmosphäre. Vor dem Spiel forderte der Klub die Fans zum euphorischen Empfang des Mannschaftsbusses und zum Fahnentag auf. Gemeinsam, so war die Message, ist das Unmögliche möglich.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Es war der große Trumpf des Dinos - und irgendwie auch der einzige, denn vor allem die erste halbe Stunde zeigte, dass der HSV die Partie nicht mit spielerischen Mitteln gewinnen würde. Die Hausherren wirkten nervös, hatten große Probleme in der Spielauslösung, waren nicht griffig in den Zweikämpfen und schossen bis zum Ausgleich durch Filip Kostic kein einziges Mal aufs gegnerische Tor.

Last-Minute-Qualitäten wie der FC Bayern

Doch ab dem Moment des Ausgleichs lief alles auf eben diese dramatische Schlussphase hinaus. Auf die von Lotto King Karl geforderten "lautesten zehn Minuten der Saison". Auf die mittlerweile unheimliche Fähigkeit des HSV, in diesen dramatisch engen Momenten in der Schlussphase doch noch alles zu retten, sei es zur Not in der Nachspielzeit. Das gelang in den Jahren der Relegation, das gelang in der Vorwoche auf Schalke und nun auch gegen Wolfsburg.

Die Last-Minute-Qualitäten machen den Hamburger SV zum "FC Bayern des Abstiegskampfes".

Nur 113 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte Gian-Luca Waldschmidt das goldene Tor. "Ich habe noch kein Bundesligator geschossen. Klar stellt man sich vor, was das für ein Gefühl sein muss. Dass es genau heute passiert und es das Tor zum Klassenerhalt ist, das geht nicht besser", frohlockte der 21-Jährige.

Fans stürmen den Rasen

Wenige Minuten später brachen endgültig alle Dämme, als klar war: Der HSV hält die Klasse und schickt stattdessen den VfL Wolfsburg in die Relegation. Die Fans stürmten den Rasen des Volksparkstadions und starteten eine große Party.

"Das ist unglaublich. Wir haben das geschafft, was keiner für möglich gehalten hat. Keiner hätte mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt", jubelte Mergim Mavraj.

Die Fußballwelt im Netz auf einen Blick - Jetzt auf LigaInsider checken!

Gisdol stellte den Faktor Gemeinschaft noch einmal explizit heraus: "Ich möchte Danke sagen für den fantastischen Zusammenhalt in unserem Klub, mit unseren Fans. Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Ich bin einfach unglaublich dankbar und froh, dass wir heute den Sack zumachen konnten."

Müller: "Es schaut danach aus, dass wir unabsteigbar sind"

Die strikte Weigerung des HSV, in die zweite Bundesliga abzusteigen, hat mittlerweile fast schon etwas von einem kosmischen Plan. Oder wie Nicolai Müller es ausdrückte: "Es schaut danach aus, dass wir unabsteigbar sind."

Mit einem selbstironischen Tweet kurz nach Spielende feierte auch die Social-Media-Abteilung des Ligadinos den Klassenerhalt auf seine eigene Weise: "Tick Tack, wir gehen euch weiter auf den Sack", garniert mit dem Hashtag "There will be Haters". Diese wird es tatsächlich geben. Bedenkenträger, die dem Hamburger SV den Abstieg gönnten, weil sie allem Anschein nach seit Jahren nicht aus ihren Fehlern lernten und trotz großer Ziele und eines auf dem Papier starken Kaders immer wieder unten reinrutschten.

Doch die starke Aufholjagd nach dem verpatzten Start (25 Punkte und Platz sieben in der Rückrundentabelle) und nicht zuletzt der dramatische Schlussakkord der Saison haben gezeigt: Dieser Hamburger SV gehört ins Oberhaus. Mit seiner Tradition, mit seiner Leidenschaft.

Mindestens ein Jahr tickt die Bundesliga-Uhr also noch im Hamburger Volksparkstadion. Und der Gesang der Fans mit den Rauten-Fahnen hallt noch weiter durch die deutschen Stadien: "Niemals zweite Liga"...

Hamburg - Wolfsburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung