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Bayer Leverkusen schlittert in den Abstiegskampf

"Ihr verkackt seit Wochen"

Von Sebastian Schuch
Samstag, 29.04.2017 | 10:00 Uhr
Stefan Kießling stellte sich lange den Fragen und Vorwürfen der Fans von Bayer Leverkusen
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Nach der 1:4-Niederlage gegen Schalke 04 findet sich Bayer Leverkusen endgültig im Abstiegskampf wieder. Nach dem Spiel sind Verantwortliche und Spieler ratlos, dennoch bekommt Tayfun Korkut eine Jobgarantie.

"Tayfun ist eine Entscheidung, die in den letzten Tagen gereift ist. Er hat immer gute Ideen, Fußball spielen zu lassen. Die Wahl war relativ einfach, wir sind von Tayfun überzeugt, dass er die Köpfe der Spieler frei bekommt", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler bei der Vorstellung des neuen Trainers.

SPOX-Kommentar zu Tayfun Korkut: Bayer darf den Schubert-Fehler nicht machen

"Wir wollen alles daransetzen, das Ziel, international dabei zu sein, nochmals in Angriff zu nehmen", sagte Korkut und konnte das bei fünf Punkten Rückstand auf Platz sechs glaubhaft vermitteln.

Keine zwei Monate später hat es sich ausgeträumt. Bei drei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand acht Punkte - bei einem Spiel mehr als der aktuelle Sechste SC Freiburg. Der Abstiegskampf ist bei nur vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz deutlich greifbarer.

"Jetzt geht's um den Abstieg"

"Ich kann nicht sagen, woran es liegt. Ich bin sprach- und ratlos. Das ist eine ganz, ganz schwierige Situation für uns", sagte Stefan Kießling nach der sechsten Heimniederlage der Saison gegen Schalke. Damit fasste er die Situation rund ums Bayer-Kreuz treffend zusammen.

Auch Völler, der bereits nach dem 0:2 seinen Tribünenplatz verließ und sich in Richtung Kabine aufmachte, konnte sich den Negativtrend nicht erklären. Der ehemalige Nationaltrainer sprach von "Durchhalteparolen".

"Wir sind mit anderen Ambitionen in die Saison gestartet. Jetzt geht's um den Abstieg, wir müssen zusammenstehen und Flagge zeigen!", machte er keinen Hehl aus der aktuellen Situation.

In die gleiche Kerbe schlug auch Korkut: "Wir müssen die Situation klar annehmen und dann die richtigen Entscheidungen mit Blick aufs nächste Spiel treffen."

Sonst "wird das nichts"

Die Frage ist nur, ob auch alle Leverkusener Spieler den Ernst der Lage bereits erkannt haben. Nur 44 Prozent gewonnene Zweikämpfe gegen Schalke vermitteln nicht den Eindruck, als hätte Bayer den Kampf angenommen.

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"Wir haben darüber geredet. Jeder muss das in seinen Kopf kriegen. Wenn wir die einfachen Dinge nicht hinkriegen, wird das nichts", sagte Kießling.

Dabei hätte die Partie gegen Schalke ohnehin eine ganz andere Richtung nehmen können. Mit etwas Glück führt Bayer nach nicht einmal einer Minute und kann das Spiel von vorne bestreiten. Brandt scheiterte allerdings an Fährmann.

"Wir haben uns viel vorgenommen und sind selten so gut in die Partie gekommen, wie in den ersten Minuten. Nur ein paar Minuten später fangen wir den Doppelschlag", analysierte Völler treffend.

"Ihr verkackt seit Wochen"

Statt der Führung zerfiel Bayer durch eine vogelwilde Abwehrleistung und drei Gegentoren binnen zwölf Minuten komplett. Von Aufbäumen war keine Spur, vielmehr müssen sich die Leverkusener beinahe bei Schalke für die weiteren, wenig konsequent ausgespielten Kontermöglichkeiten bedanken. Sonst wäre am Ende wohl das halbe Dutzend Gegentore angesammelt worden.

Mit dem blutleeren Auftritt scheint auch das Tuch zu den Fans zerschnitten - obwohl beim Aufwärmen T-Shirts mit der Aufschrift "Gemeinsam kämpfen. Gemeinsam siegen" getragen und und vor dem Spiel an die Fans verteilt wurden.

Nach der Partie hatte sich das Bild um 180 Grad gedreht. Erst unterhielt sich Kießling lange am Block mit den Fans, dann kam nahezu die gesamte Mannschaft an den Zaun und stellte sich. Dabei entlud sich die Wut von etwa 150 Anhängern, den Spielern wurde eine Söldnermentatlität unterstellt.

"Viele von euch sind nächste Saison nicht mehr da, wir Fans schon" war zu hören. Kießling bekam auf ein "wir haben verkackt" nur ein "Ihr verkackt seit Wochen" zurück. Eine Antwort fand weder Kießling noch ein anderer Bayer-Spieler.

Jobgarantie für Korkut

So blieb an diesem Freitagabend in Leverkusen nur eines: die Ratlosigkeit. Das Training sei "gut", Korkut "mit großer Leidenschaft dabei", wie es Völler ausdrückte. Allerdings sei es auch "nicht schön, wenn die Ergebnisse ausbleiben".

Eingefahren wurden die gewünschten Ergebnisse - trotz Ankündigung - unter Korkut bislang nicht. Nur ein Sieg und sechs Punkte konnte der 43-Jährige in acht Spielen auf der Bayer-Bank verbuchen. Lediglich Dettmar Cramer war Anfang der 1980er Jahre schlechter.

Trotz der ausbleibenden Ergebnisse erhält Korkut eine Jobgarantie. "Nein!", lautete Völlers Antwort auf die Frage nach einem möglichen Trainerwechsel. Drei Spiele hat Korkut dann wohl noch. Am Saisonende läuft sein Vertrag aus.

In der kommende Spielzeit wird wohl ein neuer Übungsleiter die Elf unterm Bayer-Kreuz übernehmen und dann auch Antworten finden müssen. Eine weitere Saison ohne Europa, oder gar im Abstiegskampf, steht in Leverkusen eigentlich nicht zur Debatte.

Bayer Leverkusen im Steckbrief

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