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Erfolgreicher Wiesn-Auftakt! FCB bezwingt FCI

Samstag, 17.09.2016 | 17:18 Uhr
Xabi Alonso traf wieder für die Bayern
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Der FC Bayern München hat sein Heimspiel zum Auftakt des Oktoberfests gewonnen. Gegen den FC Ingolstadt siegte der Meister 3:1 (1:1).

Vor 69.000 Zuschauern Allianz Arena ging der FCI bereits in der 8. Minute durch Dario Lezcano in Führung. Es war das erste Pflichtspielgegentor des Meisters in der laufenden Saison. Robert Lewandowski glich jedoch nur vier Minuten später aus - sein 20. Tor im 19. Bundesliga-Spiel 2016.

Wenige Minuten nach der Pause drehte Xabi Alonso die Partie (50.). Rafinha machte den Deckel drauf (84.).

Damit verlor der FCB keines seiner letzten 19 Bundesliga-Spiele während der Oktoberfests (16 Siege, 3 Remis) - und das bei einem Torverhältnis von 49:4. Zu Hause wurden die letzten neun Bundesliga-Partien während der Wiesn gewonnen. Ingolstadt bleibt in der Fremde seit dem 1:0-Sieg in Bremen am 19. September 2015 in 16 Bundesliga-Partien sieglos (6 Remis, 10 Niederlagen).

Carlo Ancelotti gewann seine ersten sechs Pflichtspiele als neuer Bayern-Trainer allesamt - damit stellt er den Rekord von Otto Rehhagel aus dem Jahr 1995 ein. Arturo Vidal absolvierte sein 150. Bundesligaspiel.

Am Mittwoch empfangen die Bayern Hertha BSC zum nächsten Wiesn-Heimspiel in der Allianz Arena (20 Uhr im LIVETICKER). Der FCI trifft bereits am Dienstag zuhause auf Eintracht Frankfurt.

Reaktionen:

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Es war bis zum Ende sehr schwierig, Ingolstadt hat wirklich gut gespielt. Es ist vielleicht normal in dieser Phase, dass wir nicht immer gut spielen, aber wir haben Charakter gezeigt. Wir haben in der Defensive einige zweite Bälle nicht erobert, so konnte Ingolstadt dann in die Räume spielen. Manuel Neuer war wirklich gut, jeder weiß, dass er der beste Torwart der Welt ist."

Markus Kauczinski (Trainer Ingolstadt): "Wir hätten natürlich lieber Punkte gehabt als Komplimente. Aber wir haben die Bayern maximal geärgert, hatten drei, vier hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Ob es ein Elfmeter war oder nicht, das lasse ich mal dahingestellt - wir müssen erstmal lernen, unsere Möglichkeiten zu nutzen. Aber dieser Auftritt kann uns Mut machen, wir haben unseren Weg gesehen, mit Herz und dieser Energie zu agieren."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim FC Bayern gibt es im Vergleich zum 5:0-Sieg gegen Rostov fünf Änderungen in der Startelf: Für Alaba, Hummels und Müller (alle krankheitsbedingt nicht im Kader) sowie Thiago und Douglas Costa (beide Bank) spielen Ribery, Alonso, Bernat, Coman und Renato Sanches von Beginn an.

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Markus Kauczinski nimmt gegenüber dem 0:2 gegen die Hertha keinen Wechsel in der Startformation vor.

8., 0:1, Lezcano: Der FCI kontert schnell über links. Leckie, der Vidal, Kimmich und in Folge dessen auch Martinez rauslockt, steckt durch die Lücke zu zu Lezcano durch, der von links in den Strafraum läuft. Neuer zögert beim Herauskommen, Lezcanos Abschluss aus spitzem Winkel wird vom Welttorhüter ins rechte Toreck abgefälscht.

12., 1:1, Lewandowski: Vidal gewinnt mit starkem Einsatz in der gegnerischen Hälfte den Ball. Über Ribery kommt der am linken Strafraumeck zu Lewandowski. Der sieht im Augenwinkel Nyland aus dem Tor kommen und chippt ihn weltklasse über den Keeper ins Tor.

37.: Wieder kontert der FCI Bayern aus. Bernat rückt nicht schnell genug zurück und ermöglicht damit Leckie, der den Ball über 20 Meter durchs Mittelfeld treibt, den Abschluss aus gut 18 Metern. Neuer ist rechtzeitig unten im linken Eck und kann zur Seite abwehren.

50., 2:1, Alonso: Was ein Strahl! Rafinha flankt schlecht von rechts, im Rückraum legt Ribery dann aber ab auf Alonso, der aus gut 20 Metern voll abzieht. Der Ball schlägt unhaltbar links unten im Eck ein.

53.: Martinez verschätzt sich im Zweikampf mit Leckie und lässt den ziehen. Alonso grätscht im Strafraum noch dazwischen, kann aber nicht klären. Leckie hat aus elf Metern freie Schussbahn und zieht voll ab. Neuer streckt einen arm nach oben und lenkt den Ball über die Latte - unfassbare Parade!

68.: Wieder stimmt die Abstimmung zwischen Bayerns Innenverteidigern nicht. Groß kann den Ball am Strafraum zum eingewechselten Hinterseer spielen. Der schiebt den Ball alleine vor Neuer rechts am Tor vorbei. Das hätte das 2:2 sein müssen!

69.: Chance auf der Gegenseite: Thiago setzt sich im Sechzehner stark durch, scheitert aus spitzem Winkel aber an Nylands Fuß.

84., 3:1, Rafinha: Ribery treibt den Konter über links nach vorne und legt dann auf rechts zu Rafinha, der aus gut 20 Metern und halbrechter Position abzieht. Der halbhohe Schuss rauscht perfekt am langen Pfosten in die Maschen.

Fazit: Verdienter, aber wieder einmal mühsamer FCB-Sieg gegen mutige Schanzer. Mit ein bisschen mehr Glück und Qualität im Abschluss hätte der FCI dem Meister, bei dem in der Rückwärtsbewegung die Abstimmung gar nicht passte, wehtun können.

Der Star des Spiels: Franck Ribery. Schon in der ersten Hälfte Aktivposten der Bayern auf links, suchte immer wieder den Weg Richtung Tor. Letztlich mit drei Torvorlagen der Matchwinner des FCB. Ebenfalls stark: Neuer, der mit einigen Paraden mehr FCI-Tore verhinderte.

Der Flop des Spiels: Roger. Beim ersten Tor unterlief ihm ein Missverständnis mit Leckie, beim zweiten verpasste er es, schnell genug rauszurücken. Zudem mit einer katastrophalen Passquote (50 Prozent).

Der Schiedsrichter: Patrick Ittrich. Schwache Leistung, Fehler in der Zweikampfbewertung und mit einem dicken Patzer, als er Ingolstadt beim Stand von 2:1 nach einem Foul von Thiago an Leckie einen klaren Elfmeter verweigerte.

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Das fiel auf:

  • Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle hielt Ancelotti am 4-3-3-System fest, Kimmich startete deshalb zum ersten Mal in dieser Saison neben Martinez in der Innenverteidigung.
  • Das Spiel der Bayern war vor allem zu Beginn extrem linkslastig. Entsprechend zog es Lewandowski häufig ans linke Strafraumeck, wo er das Zusammenspiel mit Ribery suchte und erwartete. Auch Coman, der wenige Zuspiele von Rafinha bekam, suchte immer wieder den Weg ins Zentrum. Generell war die rechte Achse der Bayern schwächer als die linke, denn auch Sanches war im Mittelfeld weiterhin erst einmal um Sicherheit im eigenen Spiel bemüht. Die fehlte gerade in den ersten Minuten noch einige Male.
  • Der FCI stellte seine Grundordnung nicht auf eine Fünferkette um, wie es viele Gegner zuvor gemacht hatten, sondern blieb seinem 4-2-3-1 treu. Das führte gerade in der Anfangsphase dazu, dass die Schanzer nach Ballgewinn schnell genügend Spieler in die Bayern-Hälfte bekamen, um ihre Konter auszuspielen. Das klappte vor allem über die Außen, wenn sich Rafinha und Bernat überlaufen ließen. So fiel auch die Führung.
  • So schafften es die Schanzer, die permanent den Weg nach vorne suchten und von Bayerns Trägheit und der Unordnung des Rekordmeisters gegen den Ball profitierten, in der ersten Hälfte auf deutlich mehr Torschüsse zu kommen als der FCB (7:4). Übrigens: Das letzte Mal, dass Bayern in einem Pflichtspiel zu Hause in der 1. Halbzeit weniger Torschüsse abgab als der Gegner war im Dezember 2015 - ebenfalls gegen Ingolstadt!
  • Lewandowski ackerte einmal mehr auffällig intensiv und effektiv in der Spitze. Spielte der FCI den Ball zurück zu Keeper Nyland, ging der Pole direkt drauf und lief die Passwege geschickt zu, sodass der FCI-Torwart häufig nur noch weit schlagen konnte - einige Male direkt ins Seitenaus.
  • Auch nach der Pause agierten die Bayern gegen den Ball vogelwild und eröffneten den Gästen somit viele Kontermöglichkeiten. Ancelotti reagierte in der wackligen Schlussphase und brachte den Comebacker Boateng für den erst zur Pause eingewechselten Costa. Kimmich rückte dafür nach rechts hinten.

Bayern - Ingolstadt: Die Statistik zum Spiel

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