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Süle-Traumtor! Hoffenheim weiter auf CL-Kurs

Freitag, 31.03.2017 | 22:20 Uhr
Per Traumtor erzielte Niklas Süle das zwischenzeitliche 2:1 für Hoffenheim
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Am 26. Spieltag der Bundesliga gewann die TSG Hoffenheim mit 3:1 (1:1) bei Hertha BSC. Damit überholte die TSG zumindest zwischenzeitlich Borussia Dortmund und vergrößerte den Vorsprung auf Rang fünf auf acht Zähler.

Vor 42.401 Zuschauern im Berliner Olympiastadion brachte Peter Pekarik Hertha BSC in der 32. Minute in Führung. Für den Slowaken war es das erste Bundesligator im 151. Spiel. Sieben Minuten später besorgte Andrej Kramaric per Elfmeter den Ausgleich.

In der 58. Minute musste Maximilian Mittelstädt mit Gelb-Rot vom Platz, ehe Niklas Süle das 2:1 für Hoffenheim erzielte (76.). Den Schlusspunkt setzte in der 86. Minute erneut Kramaric.

Hoffenheim ist seit sechs Spielen ungeschlagen und holte in diesem Zeitraum 14 von 18 möglichen Punkten. Fünf der vergangenen sechs Spiele zwischen Hoffenheim und der Hertha gewann die TSG.

Zwei Hoffenheimer feierten ihr Jubiläum: Niklas Süle absolvierte sein 100. Bundesligaspiel für die TSG, Benjamin Hübner sein 50.

Finger ausgerenkt: Wagner wie im Action-Film

Vedad Ibisevic und Sandro Wagner, die zentralen Stürmer der beiden Kontrahenten, trafen auf ihren jeweiligen Ex-Verein.

Die Reaktionen:

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "In der ersten Halbzeit können wir 2:0 in Führung gehen. Nach der Roten Karte war es sehr schwierig zu verteidigen. Die Jungs haben alles gegeben. Wir müssen positiv bleiben. Wir wollen den sechsten Platz verteidigen, das ist unser Ziel."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir waren schon in der ersten Halbzeit dominant. In Überzahl haben wir es geduldig gespielt und keine Konter zugelassen."

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Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zur 2:4-Niederlage in Köln ändert Hertha-Trainer Dardai seine Startelf auf zwei Positionen. Den verletzten Plattenhardt ersetzt Mittelstädt, statt Haraguchi (Bank) beginnt Esswein.

Auch bei Hoffenheim gibt es nach dem 1:0 gegen Leverkusen zwei Umstellungen. Nadiem Amiri und Kevin Vogt ersetzen Adam Szalai und Ermin Bicakcic (beide Bank).

8.: Rudy bringt den Ball von der linken Seite hoch in die Mitte. Hübners folgenden Kopfball blockt Mittelstädt auf der Linie. Der Nachschuss von Kramaric geht neben das Tor.

17.: Esswein kommt mit Tempo rechts in den Strafraum und legt den Ball dann in den Rückraum zum mitgelaufenen Kalou, der abzieht. Baumann pariert stark.

32., 1:0, Pekarik: Kalou spielt den Ball links an der Strafraumgrenze quer, wo ihn Esswein direkt nimmt. Sein Abschluss misslingt aber völlig und verkommt zu einer Vorlage auf Pekarik rechts im Strafraum. Er haut den Ball in die kurze Ecke.

39., 1:1, Kramaric (Handelfmeter): Mittelstädt springt der Ball im Strafraum beim Duell mit Amiri an die Hand, Schiedsrichter Brand entscheidet auf Elfmeter und zeigt Mittelstädt die Gelbe Karte. Kramaric schießt den Ball vom Punkt flach halblinks ins Tor.

52.: Demirbay zieht von der Strafraumgrenze ab und visiert die rechte, untere Ecke an. Jarstein entschärft den Abschluss mit einer starken Parade.

58., Gelb-Rote Karte, Mittelstädt: Mittelstädt rutscht mit gestrecktem Bein Richtung Amiri, trifft erst den Ball und dann seinen Gegenspieler. Dafür sieht er die zweite Gelbe Karte und muss vom Platz.

66.: Wagner legt den Ball außerhalb des Strafraums zu Kramaric zurück, der ihn aus etwa 20 Metern an die Latte schießt. Von dort springt die Kugel zurück zum Kroaten. Den zweiten Versuch setzt er an die rechte Stange.

68.: Demirbay dribbelt sich rechts in den Strafraum und visiert aus spitzem Winkel die lange Ecke an. Der Ball landet an der linken Stange.

76., 1:2, Süle: Aus etwa 25 Metern zieht Süle ab und nagelt den Ball links oben an die Unterkante der Latte, von wo er ins Tor springt.

87., 1:3., Kramaric: Wagner kommt über die linke Seit und spielt den Ball flach vors Tor. Der mitgelaufene Kramaric hat kein Problem, den Ball über die Linie zu drücken.

Fazit: Zu Beginn beider Halbzeiten agiert die Hertha mutig, ansonsten dominiert Hoffenheim. In der letzten halben Stunde (nach dem Platzverweis von Mittelstädt) erspielt sich die TSG Chance um Chance und gewinnt letztlich absolut verdient.

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Der Star des Spiels: Andrej Kramaric. Mit seinem Elfmeter-Treffer brachte der Rechtsaußen Hoffenheim zurück ins Spiel, spät schnürte er den Doppelpack. Ansonsten präsentierte sich Kramaric umtriebig und äußerst aktiv. Insgesamt kam er zehn Mal zum Abschluss.

Der Flop des Spiels: Maximilian Mittelstädt. Herthas Linksverteidiger leistete sich zwei folgenschwere Fehler und schadete damit seiner Mannschaft enorm. Erst verschuldete er mit seinem Handspiel einen Elfmeter, dann sah er für ein unnötiges Einsteigen die zweite Gelbe Karte und musste deshalb vom Platz.

Der Schiedsrichter: Benjamin Brand. Der Unparteiische machte einen souveränen Eindruck und leistete sich keinen spielbeeinflussenden Fehler. In der 39. Minute nach dem Handspiel von Mittelstädt auf Elfmeter zu entscheiden war korrekt, ihm in der 58. die zweite Gelbe Karte zu zeigen und somit auszuschließen, ebenfalls.

Das fiel auf:

  • Hoffenheim agierte bei eigenem Ballbesitz in der Abwehr mit einer Dreierkette. Vogt ließ sich dann zwischen die beiden nominellen Innenverteidiger fallen und organisierte das Aufbauspiel. Griff die Hertha an, agierte Vogt vor der Abwehrlinie.
  • Speziell in der ersten halben Stunde stellte sich das Offensivspiel der Hertha sehr rechtslastig dar. Esswein sorgte auf seiner Seite für viel Betrieb, während sein Pendant auf links Kalou kaum in Erscheinung trat.
  • Die Aufteilung der Hoffenheimer Offensivspieler war äußerst flexibel. Wagner, Kramaric, Amiri und auch Mittelfeldspieler Demirbay rotierten viel und versuchten so, Verwirrung in der Berliner Hintermannschaft zu stiften.
  • Zu Beginn beider Halbzeiten attackierte die Hertha früh, zog sich mit zunehmender Spieldauer aber jeweils zurückt.
  • Hoffenheim rückte dann seinerseits teilweise sehr hoch auf und drängte die Hertha so tief in deren Hälfte. Nach Ballgewinnen boten sich den Berlinern dann aber große Räume für Konter an - diese spielte die Hertha aber nicht konsequent genug zu Ende.

Hertha - Hoffenheim: Die Statistik zum Spiel

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