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Fussball

Hunt verballert HSV-Sieg vom Elfmeterpunkt

Aaron Hunt brachte den HSV früh in Führung

Der Hamburger SV hat den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Am 21. Spieltag reichte es für den HSV gegen den SC Freiburg nur zu einem 2:2 (1:1).

Vor 49.405 Zuschauern im Volksparkstadion schoss Aaron Hunt bereits in der 15. Minute das 1:0 für den HSV. Maximilian Philipp glich nur acht Minuten später mit seinem siebten Saisontor wieder aus. Es war das 1000. Heimgegentor des HSV in der Bundesliga.

Michael Gregoritsch stellte nach seiner Einwechslung die HSV-Führung wieder her (57.) - das 900. Bundesliga-Gegentor des SCF. Vincenzo Grifo erzielte allerdings erneut den Ausgleich (72.). Hunt hatte kurz vor Schluss die Möglichkeit, doch noch den HSV-Sieg zu besorgen, scheiterte allerdings vom Elfmeterpunkt (88.).

Der HSV blieb damit in den letzten fünf Bundesliga-Duellen gegen Freiburg sieglos. Nachdem Werder Bremen und der FC Ingolstadt am Nachmittag beide gewonnen hatten, beträgt der HSV-Vorsprung auf die beiden Kontrahenten auf den Plätzen 16 und 17 nur noch einen beziehungsweise zwei Punkte.

Freiburgs Janik Haberer sah seine fünfte Gelbe Karte und wird damit das Spiel gegen Dortmund gesperrt verpassen.

Die Reaktionen:

Markus Gisdol (Trainer HSV): "Es war eine schwierige Situation: Bobby Wood ist als Elfmeter-Schütze eingeteilt. Die Diskussion, die geführt wurde, war sicherlich nicht gut. Aaron macht den normalerweise rein, wir machen ihm keinen Vorwurf. Vielleicht müssen wir in Zukunft die Elfmeterschützen durchnummerieren."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Am Ende kannst du verlieren, auch wenn du eigentlich gewinnen müsstest. Das war eine brutale Elfmeter-Entscheidung. Er berührt ihn, aber ich finde, dass es kein Elfmeter ist. Das reicht nicht in einer solchen Situation."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Hamburg mit einer Startelf-Änderung gegenüber dem 3:0 in Leipzig: Hunt ersetzt Müller, der angeschlagen fehlt. Wood muss kurzfristig mit Oberschenkelproblemen passen.

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Beim SC gibt es zwei Wechsel im Vergleich zum 2:1 gegen Köln: Abrashi und Petersen ersetzen Niederlechner und Frantz (beide Bank).

15., 1:0, Hunt: Perfekt herausgespielte Führung! Nach einem Einwurf am linken Spielfeldrand lupft Ostrzolek die Kugel in den Lauf von Holtby. Der geht einen Schritt in den Strafraum und spielt quer an den Fünfmeterraum, wo Hunt einläuft und den Fuß im richtigen Winkel hinhält - vorbei an Schwolow ins Tor!

23., 1:1, Philipp: Philipp spielt den Ball in zentraler Position 20 Meter vor dem Tor zu Petersen, der sich gegen zwei Hamburger durchsetzt und die Kugel wieder links in den Strafraum in den Lauf von Philipp spielt. Der trifft mit links trocken ins linke Eck!

30.: Philipp überrennt auf dem rechten Flügel Mavraj und kommt in den Strafraum, wo er Papadopoulos aussteigen lässt. Seine Hereingabe aus spitzem Winkel wehrt Adler mit dem Fuß ab - in den Rückraum zu Abrashi. Der hat ganz viel Zeit, sein Schuss aus zwölf Metern geht aber weit drüber.

31.: Für Papadopoulos geht es nach dieser Aktion nicht weiter. Er muss mit Schulterschmerzen raus, Djourou kommt.

57., 2:1, Gregoritsch: Zwölf Minuten steht Gregoritsch auf dem Platz und trifft! Holtby hat auf dem rechten Flügel den Ball und spielt ihn in die Mitte. Die Kugel ist abgefälscht und kommt deshalb perfekt in den Lauf von Sakai, der am langen Pfosten Gregoritsch sieht. Querpass - Tor!

72., 2:2, Grifo: Der HSV schaut nur zu und lässt die Gäste unbedrängt durch das Zentrum marschieren. Petersen behauptet sich 20 Meter vor dem Tor gegen Sakai und spielt am passiven Djourou vorbei in den Lauf von Grifo. Der schiebt alleine vor Adler eiskalt zum 2:2 ein.

88.: Unfassbar! Hunt geht nach leichtem Kontakt von Torrejon im Strafraum zu Boden. Dingert lässt erst weiterlaufen, sein Assistent signalisiert aber "Elfmeter" - nachvollziehbare, aber auch eine harte Entscheidung. Hunt tritt selbst an und schiebt den Ball viel zu lasch ins linke Eck. Schwolow ist da und pariert!

Fazit: Der HSV tat nicht genug für einen Sieg, die Freiburger straften Hamburgs Defensiv-Unordnung konsequent ab. Dass Hunt den Elfmeter verballerte, passte zum zu laschen Auftreten der Gastgeber.

Der Star des Spiels: Nils Petersen. Bekam von Streich die Chance von Anfang an und agierte vor beiden Freiburger Toren bockstark. War vorne immer wieder anspielbar und entwich der HSV-Abwehr immer wieder.

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Der Flop des Spiels: Gideon Jung. Sehr schwache Partie des HSV-Sechsers, der überhaupt keinen Zugriff bekam. Trabte nur hinterher und öffnete beim Defensiv-Umschalten immer wieder das Zentrum, wodurch Freiburg zum Kontern eingeladen wurde. Gewann nicht mal ein Viertel seiner Zweikämpfe

Der Schiedsrichter: Christian Dingert. Gute Leitung der Partie, blieb ohne grobe Fehlentscheidung - auch in der 86. Minute, als er auf Anraten des Linienrichters doch noch auf Elfmeter für den HSV entschied.

Das fiel auf:

  • Der HSV tat sich im Spielaufbau zunächst schwer, was auch an der Abwesenheit von Nicolai Müller und Bobby Wood lag. Häufig schlug Mavraj von hinten heraus lange Bälle in die Spitze, womit Hunt und Holtby aber nur wenig anzufangen wussten.
  • Auch das 1:0 gab dem HSV nicht wirklich Sicherheit im eigenen Spiel. Die Partie ging recht wild hin und her und entwickelte sich erst einmal in keine der beiden Richtungen. Insgesamt war der Ball bei beiden Teams häufig in der Luft. Jedoch: Freiburg spielte schneller und schnörkelloser zum Tor.
  • In den ersten Minuten nach der Pause stimmte beim HSV in Sachen Ordnung nicht viel: Die Abstände zwischen den Ketten waren viel zu groß, sodass die Gäste immer wieder einfach in den Raum vor dem Sechzehner spielen konnten und von dort aus vor das Tor. Die erneute HSV-Führung kam wieder aus dem Nichts: Wie schon in der ersten Hälfte war es der erste HSV-Schuss aufs Tor.
  • Auch in der Folge agierte der HSV viel zu lethargisch - der erneute Ausgleich war nur die logische Konsequenz. Die Gastgeber kamen im Mittelfeld kaum noch an den Ball, nach vorne ging überhaupt nichts zusammen. Erst in den letzten zehn Minuten warf Gisdols Mannschaft wieder mehr in die Waagschale - viel zu spät.

Hamburg - Freiburg: Die Statistik zum Spiel

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