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Fussball

Schalke klettert gegen zahnlose Hertha

Für die Knappen geht's nach dem Sieg gegen die Hertha in der Tabelle nach oben

Der FC Schalke 04 hat sich im Topspiel des 20. Spieltags der Bundesliga gegen eine enttäuschende Hertha aus Berlin durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse siegten die Knappen mit 2:0 (1:0).

Vor 60.000 Zuschauern in der Veltins-Arena brachte Guido Burgstaller den FC Schalke 04 kurz vor der Pause in Führung (41.). Leon Goretzka sorgte mit einem schönen Solo-Lauf früh für die Vorentscheidung (62.).

Erstmals seit dem 12. Spieltag gelang den Königsblauen somit wieder mehr als ein Treffer in einem Bundesligaspiel.

Während die Hertha den Sprung auf die Champions-League-Ränge verpasst und auf Platz sechs bleibt, springt Schalke zwei Plätze nach oben auf Rang elf.

Nach seiner Außenbandverletzung aus dem Oktober feierte Klaas-Jan Huntelaar nach seiner Einwechslung (90.+3) sein Comeback.

Die Reaktionen:

Markus Weinzierl (Trainer Schalke): "Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft heute zuzuschauen. Wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht und verdient gewonnen. Es war eine erfreuliche Woche für uns."

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Wir haben nichts von dem gemacht, was wir uns vorgestellt haben. So kannst du hier nicht gewinnen. Das müssen wir runterschlucken, regenerieren und gegen den FC Bayern ein besseres Spiel zeigen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Markus Weinzierl sieht bei den Hausherren nach dem 4:1 im Pokal gegen Sandhausen wenig Grund für Veränderungen. Lediglich Badstuber rutscht für Nastasic in die Startelf.

Die Gäste aus Berlin stellen nach der bitteren Pleite im Pokal gegen den BVB dreimal um: Plattenhardt, Lustenberger und Stocker spielen für Darida, Mittelstädt und Skjelbred.

13.: Kalou mit der ersten Chance! Stocker schickt den Ivorer bei einem Konter der Hertha links in den Strafraum, der Stürmer bolzt den Ball aus acht Metern aber über den Kasten.

16.: Goretzka versucht's nach einer Schalker Ballstafette aus 18 Metern zentral vor dem Tor - und drischt die Kugel ans rechte Lattenkreuz! Was für ein Geschoss!

25.: Bentaleb setzt wieder Goretzka mit einem Traumpass in Szene, der frei vom Elferpunkt an einer starken Parade von Jarstein scheitert.

41., 1:0, Burgstaller: Kuriose Szene! Erst verschenkt Goretzka den Ball bei einem Überzahlkonter fahrlässig, doch der Schalker holt sich die Kugel Sekunden später wieder. Über Höwedes und wieder Goretzka landet die Kugel bei Bentaleb, der Burgstaller mit einem Zucker-Chip auf die Reise schickt. Annahme mit der Brust, Schuss ins kurze Eck - ab dafür! 2. Bundesligator!

62., 2:0, Goretzka: Fein, fein, fein! Wieder ist es Bentaleb, der einen Mitspieler per Heber in Szene setzt - diesmal Goretzka. Der Mittelfeldmann geht am Mittelkreis los, hat viel zu viel Platz, dribbelt an Brooks vorbei und versenkt das Ding mit einem Hammer links im Eck!

70.: Fährmann! Ibisievic ist aus dem Nichts links im Strafraum frei durch und will die Kugel ins lange Eck schlenzen ... aber nicht mit Fährmann - gute Parade!

Fazit: Die Hertha findet offensiv nicht statt und offenbart hinten eklatante Schwächen - ein hochverdienter Dreier für spielfreudige Schalker!

Der Star des Spiels: Nabil Bentaleb. Übersicht, Eleganz, Effektivität - Bentaleb dirigierte das Spiel der Schalker von der Acht mit feiner Klinge und schwang sich zum Matchwinner auf. Krönte seine Leistung mit zwei wunderbaren Assists - so viel, wie ihm vorher in 18 Bundesligaspielen zusammen gelungen waren.

Der Flop des Spiels: Vedad Ibisevic. Steht stellvertretend für die desolaten Angriffsbemühungen der Hertha. Hatte die wenigsten Ballaktionen der Berliner Startelfspieler, spielte die wenigsten Pässe der Hertha - und davon nur knapp über die Hälfte zum Gegner. Dazu mit einer vergebenen Hundertprozentigen, immer viel am Meckern und seit Mitte der zweiten Hälfte am Rande des Platzverweises.

Der Schiedsrichter: Markus Schmidt. Hatte in einer großteils fairen Partie immer die Kontrolle über das Geschehen und überzeugte mit seiner Körpersprache, falls es doch einmal heißer wurde.

Das fiel auf:

  • Die Hertha im 4-2-3-1 war von Anfang an auf Kompaktheit bedacht und empfing die spielbestimmenden Schalker im Aufbau mit einer Viererreihe auf Hohe der Mittellinie.
  • Dennoch offenbarten die Hauptstädter teils horrende Schwächen, wenn Schalke aufs Tempo drückte und die Schnittstellen anvisierte. Auch die Abstände passten oftmals nicht.
  • So ging die Defensive Marschrichtung auch beinahe komplett auf Kosten des Angriffs. Alleine Guido Burgstaller (je drei Torschüsse) hatten mehr Torschüsse als die gesamte Hertha (zwei) im ersten Abschnitt. Auch symptomatisch: Bis weit in die zweite Hälfte führte Keeper Jarstein die Statistik mit den meisten Pässen an.
  • Auf der anderen Seite fühlte sich Königsblau in einer Partie, die phasenweise viele Unterbrechungen und wenig Fluss zu bieten hatte, vor allem nach der Führung sichtlich wohl. Die Berliner Angriffsversuche waren für die Fünferkette der Knappen zu keiner Zeit ein Problem, die Vorderleute durften vor allem in Abschnitt zwei viele Konter fahren.

Schalke - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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