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Ein kleines Statement im Rasen

Samstag, 10.09.2016 | 11:36 Uhr
Die Bayern blieben auch gegen Schalke ohne Gegentor
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Der FC Bayern siegt durch zwei späte Tore auf Schalke und feiert seinen perfekten Saisonstart. Obwohl Schalke mit der Punkteausbeute hadert, gewinnen beide Teams dem Spiel Positives ab. In Zukunft wird man sich auf diese Partie zurückbesinnen.

Null Punkte nach zwei Spielen nerven. Gerade dann, wenn man Schalke 04 heißt, im Sommer einen großen Umbruch eingeleitet hat und nicht nur den Manager und den Trainer, sondern auch das halbe Team ausgetauscht hat. "Ich bin natürlich enttäuscht, klar", sagte Christian Heidel am Freitag entsprechend nach Schlusspfiff.

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Doch das Ergebnis, das für jeden, der das Spiel nicht gesehen hat, recht eindeutig erscheint, trog ein wenig. "Schade, denn es war eine sehr engagierte Leistung von uns. Wir waren nicht schlechter und haben Bayern München vor viele Aufgaben gestellt. Unterm Strich haben wir 80 Minuten gut ausgesehen", befand Markus Weinzierl bei Sky. Eine sehr treffende Analyse wenige Sekunden nach Abpfiff.

Alonso geschickt gekappt - Sanches strauchelt

Tatsächlich hatten die Bayern wie zu Erwarten ihr deutliches Plus an Ballbesitz (68,7 Prozent), jedoch schafften die Münchner es nicht, die Kugel aus der eigenen Hälfte gefährlich ins letzte Spielfelddrittel zu bringen. "Die Stabilität hat uns gut getan", lobte Weinzierl deshalb. Er meinte ausdrücklich seine beiden Neuzugänge Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb.

Die Schalker Doppel-Sechs biss sich ins Spiel, stellte die Räume im Zentrum geschickt zu und kommandierte die Vorderleute Goretzka und Huntelaar immer wieder auf die Füße von Xabi Alonso. Dessen Spieleröffnung fehlte den Bayern über weite Strecken.

Wer mit der dadurch entstandenen höheren Verantwortung im Mittelfeld noch nicht klar kam, war Renato Sanches. Bemüht, aber aufgeregt wirbelte der 19-jährige Debütant immer wieder in Ballnähe umher. Seine Pässe: oft zu überhastet. Die Ballbehandlung: gelegentlich zu verspielt. Thiago sprang ein und riss die Partie an sich.

Das musste er auch, denn die Gastgeber boten den Bayern nichts an. "Schalke war in der ersten Halbzeit etwas besser, wir nach dem Seitenwechsel", erkannte Ancelotti an: "Sie haben uns viele Schwierigkeiten bereitet. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der Saison fahren wir deshalb zufrieden nach Hause."

Effektivität als Unterschied

Es ist ein erster Maßstab. Für Schalke natürlich noch mehr als für Bayern. "Genauso müssen wir in den kommenden Partien agieren, dann werden wir auch punkten", gab Weinzierl die Marschroute vor und Heidel stimmte mit ein: "Uns haben am Ende zehn Minuten gefehlt. Ich glaube, dass wir auf einem ganz guten Weg sind."

"Der Unterschied war die Effektivität", machte Weinzierl klar: "Das ist Bayern und Lewandowski." Was Klaas-Jan Huntelaar mit seinem Lattenschuss aus gut 23 Metern nicht schaffte, gelang dem Polen wenige Minuten vor Schluss in einer beispiellosen Abgezocktheit.

Schalke hat gezeigt, was möglich ist, wenn sich das Team am Riemen reißt - und füreinander kämpft. Dass die Fans nach langer Zeit bei einem Heimspiel auf den Rängen mal wieder richtig mitgingen, ist bezeichnend. Für sie war es wichtig zu sehen, dass die Mannschaft wieder Geschlossenheit auf den Platz bringt. "Mit der Mentalität hätten wir in Frankfurt gewonnen", so Heidel.

Ein kleines Statement im Rasen

Trotzdem zeigte das Spiel zwischen Schalke und Bayern nur den Status quo. In Stein gemeißelt ist der eingeschlagene Weg der beiden Mannschaften noch längst nicht. Selbiges gilt für das Leistungspotenzial. Das wurde am Freitag von den Teams aber zumindest mal als erstes Statement in den Rasen geritzt.

Dieses Spiel gegen den Meister wird für Schalke in den nächsten Wochen erst einmal als Vergleichsmittel dienen. Die Mannschaft, die auf einigen Positionen an Qualität hinzugewonnen hat, wird beweisen müssen, dass sie auch gegen andere Gegner an ihre Leistungsgrenze gehen kann.

So wichtig dieses Spiel als Standortbestimmung für die Schalker war, war es das aber auch für die Bayern. Die Partie war ein Härtetest, den der FCB vor dem Champions-League-Spiel gegen Atletico Ende des Monats in dieser Form wohl nicht mehr erleben wird. Die nächsten Gegner: Rostov, Ingolstadt, Hertha und Hamburg. Gut möglich also, dass sich Ancelotti und Co. in knapp drei Wochen noch einmal an das Schalke-Spiel zurückerinnern. An diese sehr effektive Geduldsprobe.

Schalke - Bayern: Die Statistik zum Spiel

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