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Fussball

Modeste-Elfmeter verschärft Wolfsburgs Krise

SID
Modeste holte einen Elfmeter raus, den die Offiziellen nicht hätten pfeifen müssen

Der 1. FC Köln hat sich mit dem ersten Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg seit fast elf Jahren in der erweiterten Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt und die Krise der Niedersachsen verschärft. Unter den Augen des ehemaligen Vereinspräsidenten Wolfgang Overath siegten die Kölner 1:0 (0:0) und haben das internationale Geschäft mit 32 Punkten fest im Blick. Wolfsburg stagniert dagegen bei 19 Zählern im unteren Tabellendrittel.

Anthony Modeste (81., Foulelfmeter) mit seinem 15. Saisontor erzielte den Treffer für die insgesamt überlegenen Kölner, denen eine durchschnittliche Leistung genügte, um die erschreckend harmlosen Gäste zu bezwingen. Der FC hatte im eigenen Stadion zuletzt im April 2006 gegen Wolfsburg gewonnen.

Konstantin Rausch (47., Latte) und Modeste (54.) hatten zuvor die besten Möglichkeiten für die Kölner vergeben, denen eine durchschnittliche Leistung zum Sieg genügte. Maximilian Arnold (71.) hätte den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt, scheiterte aber an FC-Keeper Thomas Kessler. Der FC hatte im eigenen Stadion zuletzt im April 2006 gegen Wolfsburg gewonnen.

Ismaels Plan geht nur bedingt auf

VfL-Trainer Valerien Ismael setzte auf eine Dreierkette in der Defensive, um im Mittelfeld und auf den Außenpositionen Überzahlsituationen zu schaffen. Gegen das starke Flügelspiel der Kölner ging dieser Plan defensiv zunächst auf, nach vorne gelang den "Wölfen" in der ersten Halbzeit aber kaum etwas.

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Insbesondere Nationalspieler Mario Gomez hatte kaum Bindung zum Spiel, sein Sturmpartner Yunus Malli ließ sich zwar immer wieder ins Mittelfeld fallen, blieb aber zunächst auch wirkungslos.

So übernahm der FC vor 49.400 Zuschauern - unter ihnen Overath, der nach dem beigelegten Streit mit FC-Präsident Werner Spinner erstmals seit Oktober 2011 wieder im Stadion war - nach wenigen Minuten die Kontrolle über die Partie.

Bittencourt und Modeste tragen Köln zum Sieg

Insbesondere über die linke Seite mit dem starken Rausch und Leonardo Bittencourt kamen die Kölner immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste. Distanzschüssen von Marco Höger (16.) und Yuya Osako (25., 38.) fehlte es aber an Genauigkeit. Torjäger Modeste, gegen den der DFB unter der Woche wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen Darmstadts Aytac Sulu ermittelt hatte, arbeitete gewohnt viel.

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Nach einer ersten Halbzeit ohne echten Höhepunkt begann der zweite Durchgang prompt mit der bis dato besten Chance des Spiels. Rausch traf mit seinem Eckball die Latte (47.), VfL-Keeper Diego Benaglio wäre wohl machtlos gewesen. Wenig später schoss Modeste (54.) aus der Drehung knapp vorbei.

Köln wirkte dem Führungstreffer deutlich näher, während der VfL kaum noch strukturiert aus der eigenen Hälfte kam. Bei den aussichtsreichen Gelegenheiten über Osako oder Christian Clemens fehlte aber die nötige Präzision. Hinten musste Kessler gegen Arnolds Volleyschuss retten. Beim Elfmeter blieb Modeste ganz cool.

Köln - Wolfsburg: Daten zum Spiel

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