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Sieg im Topspiel! BVB wieder auf CL-Kurs

Samstag, 04.02.2017 | 20:24 Uhr
Am 19. Spieltag der Bundesliga empfing Borussia Dortmund den Tabellenzweiten RB Leipzig
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Borussia Dortmund hat am 19. Spieltag der Bundesliga Aufsteiger RB Leipzig mit 1:0 (1:0) bezwungen. Das entscheidende Tor erzielte Pierre-Emerick Aubmeyang (35.). Mit dem zehnten Saisonsieg springt der BVB auf den dritten Tabellenplatz.

Vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park brachte Pierre-Emerick Aubmeyang Borussia Dortmund nach 35 Minuten in Führung.

Der Gabuner war in seinem 24. Pflichtspiel in der laufenden Spielzeit am 25. Treffer der Dortmunder beteiligt. Bereits zum 17. Mal traf er selbst ins Netz. Sein Treffer resultierte aus einem überragenden Solo-Lauf von Ousmane Dembele. Es war dessen 13. Torvorlage - Höchstwert in der Bundesliga.

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Nach 66 Minuten stellte Ralph Hasenhüttl auf eine Dreierkette um und wechselte Neuzugang Dayotchanculle Upamecano ein. Mit 18 Jahren und 100 Tagen ist er der jüngste Spieler der noch jungen Leipziger Bundesliga-Historie.

Der BVB erhöht mit dem Sieg den Vereinsrekord auf 30 Heimspiele in Folge ohne Niederlage und springt in der Tabelle auf den dritten Platz.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Ein 4:0 als ein 1:0-Sieg verkleidet. Wir haben auf einem hohen Niveau verteidigt, leider haben wir vergessen, den Deckel draufzumachen. Das fühlt sich überragend an."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Dortmund hat den Sieg verdient, das Einzige wäre ein lucky punch von uns am Ende gewesen. Aber ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die erstmals in dieser Zusammensetzung gespielt hat. Wir haben uns so teuer verkauft, die Fans wollten sehen, dass wir uns wehren. Das haben wir gemacht, deshalb bin ich stolz auf die Mannschaft."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Tuchel verändert seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen Mainz auf drei Positionen. Bartra rückt statt Ginter wieder in die Innenverteidigung neben Sokratis. Für Schürrle startet Dembele auf dem rechten Flügel, Durm ersetzt Castro im Mittelfeld. Der 29-Jährige muss sogar auf der Tribüne Platz nehmen. "Gonzalo hat sich nicht gut gefühlt, wir haben ihm eine Pause gegönnt", sagte Tuchel vor der Partie gegenüber Sky.

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Die Startelf der Gäste aus Leipzig verändert sich gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Hoffenheim zwangsläufig. Für die an Grippe erkrankten Werner, Demme und Sabitzer starten Selke, Khedira und Kaiser.

13.: Der BVB kontert im eigenen Stadion. Der rechts gestartete Aubameyang dribbelt über das gesamte Spielfeld. Anstatt dann selbst den Abschluss zu suchen, flankt er umständlich an den langen Pfosten, wo Dembele den Ball nicht kontrolliert aufs Tor bringen kann. Bei seinem Sprint erreichte Aubameyang eine Höchstgeschwindigkeit von 34,6 km/h. So schnell war der Gabuner in dieser Saison zuvor erst ein Mal gegen Ingolstadt unterwegs.

35., 1:0, Aubameyang: Dembele demonstriert die Schwächen der Leipziger. Compper und Orban haben im Laufduell gegen den Franzosen keine Chance. Das Solo endet mit der Hereingabe auf Aubameyang, der die Kugel per Kopf über die Linie drückt.

51.: Der nächste BVB-Konter rollt. Aubameyang sprintet nach einer RB-Ecke mit dem Spielgerät in Richtung Gehäuse von Gulacsi und erzeugt eine Überzahlsituation. Der mitgelaufene Reus bekommt den Ball und kommt mit links zum Abschluss. Der Nationalspieler verzieht aber, das Leder rollt rechts am Tor vorbei.

59.: Das geht zu einfach. Reus bekommt den Ball im Mittelfeld und schickt Aubameyang auf die Reise. Mit einem einfachen Heber hinter die Abwehr der Gäste läuft Aubameyang alleine aufs Tor zu, lässt mit einem Haken den zurückeilenden Compper aussteigen und schließt ab. Der Stürmer bringt jedoch keinen Druck hinter das Leder. Der Ball rollt in die Hände von Gulacsi.

83.: Das MUSS die Entscheidung sein! Durm schickt Reus auf halbrechts herrlich in die Schnittstelle, der Nationalstürmer ist frei durch - schießt den Ball aus 17 Metern aber knapp links vorbei!

88.: Nächster Konter, nächste Riesenchance. Wieder scheitert Reus an Gulacsi.

91.: Aubameyang setzt Ginter auf der rechten Seite in Szene. Der kommt im Fünfer zum Abschluss, spielt den Ball am RB-Keeper vorbei in Richtung Tor. Doch Upamecano klärt in letzter Sekunde zur Ecke.

94.: Der Ausgleich! Bruke steckt auf Palacios-Martinez durch. Der trifft ins linke, untere Eck, doch wird zurückgepfiffen. Abseits! Richtige Entscheidung.

Fazit: Die Disziplin der Leipziger brachte die BVB-Offensive ins Stocken, kreierte jedoch selbst so gut wie nichts. Dortmund fand letztlich ein Mittel gegen die RB-Defensive und feiert einen verdienten Heimsieg, der höher hätte ausgehen müssen.

Der Star des Spiels: Ousmane Dembele. Der Flügelflitzer der Dortmunder war Dortmunds Brecher in der Offensive. Der Franzose war bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung (61.) Protagonist in gefühlt jedem BVB-Konter und bereitete das 1:0 formidabel vor.

Der Flop des Spiels: Marvin Compper. Der Innenverteidiger ließ sich etliche Male von den schnellen Dortmunder Offensivspielern vernaschen. Ließ sich - wie auch vor dem 0:1 - häufig zu weit aus der Mitte herauslocken und hatte dann im Laufduell keinerlei Chance. Gewann lediglich 62 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler. Der Obertshausener erwischte eine über weite Strecken faire Partie. Lediglich wenige Kleinigkeiten nahm das Schiri-Gespann falsch wahr.

Das fiel auf:

  • Weigl agierte beim BVB wie gewohnt als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive. Jedoch erfuhr er keinerlei Unterstützung im Spielaufbau und wurde relativ gut aus dem Spiel genommen. Poulsen folgte dem Sechser bei gegnerischem Ballbesitz auf Schritt und Tritt. Dembele und Guerrero interpretierten ihre Rollen auf den Halbpositionen vor Weigl sehr offensiv. Der Franzose arbeitete zusätzlich verhältnisweise wenig mit nach hinten. Auch Schmelzer stand hoch.

  • Leipzig stellte die wenigen Passwege der Dortmunder clever zu und eroberte sich so im Mittelfeld oder nach den erzwungenen langen Bällen häufig das Spielgerät. Im Umschaltspiel eröffneten sich dem Tabellenzweiten gleichzeitig Räume im Zentrum.
  • Tuchels Konzept ging demnach nur selten auf. Die Passquote von 67,8 Prozent spiegelte die Dortmunder Schwierigkeiten wider - der niedrigste Wert des BVB in dieser Saison.
  • Sobald der Ball seinen Weg jedoch bis zur Offensivabteilung fand, boten sich dem BVB durch die Überlegenheit im Antritt etliche Überzahlsituationen. In Durchgang zwei machten die Schwarz-Gelben vermehrt Wege ausfindig, die gegnerische Hintermannschaft schnell zu überbrücken. Nach 66 Minuten stellte Ralph Hasenhüttl auf eine Dreierkette um. So ergaben sich Chancen im Minutentakt.
  • So stark die Gäste gegen den Ball arbeiteten, so uninspiriert wirkte der Ballvortrag. Ohne Werner, Sabitzer und Forsberg fehlte der RB-Offensive die Spritzigkeit. Einzig Keita setzte sich ein ums andere Mal bockstark durch. Letztlich war das jedoch deutlich zu wenig. Sokratis hatte Poulsen und Selke vollständig im Griff. Der Innenverteidiger gewann 76 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte 4 klärende Aktionen.

Dortmund - Leipzig: Die Statistik zum Spiel

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