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Bundesliga, 18. Spieltag: RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim 2:1

Leipzig fügt Hoffenheim erste Saisonpleite zu

Samstag, 28.01.2017 | 17:23 Uhr
Nur in drei der 32 Bundesligaspiele unter Julian Nagelsmann blieb Hoffenheim torlos
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Die Serie der TSG 1899 Hoffenheim ist gerissen! Am 18. Spieltag der Bundesliga verlor die Mannschaft von Julian Nagelsmann ihr erstes Saisonspiel. Bei Aufsteiger RB Leipzig mussten sich die Kraichgauer mit 1:2 (1:1) geschlagen geben.

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena gingen die Gäste durch das zweite Saisontor von Nadiem Amiri in Führung (18.). Damit kassierte Leipzig zu Hause nach zuvor 257 Minuten ohne Gegentreffer wieder ein Gegentor.

Kurz vor der Pause kam Leipzig durch Timo Werner zum Ausgleich (38.) und schenkte der TSG damit nach 283 Minuten ohne Gegentor auf fremdem Platz wieder einen ein.

Es war bereits das elfte Saisontor des Youngsters und sein sechster Treffer in den letzten fünf Heimspielen. Werner steht nun bei acht Buden in seinen letzten neun Bundesligaspielen.

Nach einer Stunde sah Hoffenheims Sandro Wagner Rot, es war sein vierter Platzverweis im 134. Bundesligaspiel.

13 Minuten vor dem Ende drehte Marcel Sabitzer das Spiel zugunsten des Aufsteigers und markierte sein fünftes Saisontor. Für 1899 war es der erste Gegentreffer in dieser Saison von außerhalb des Strafraums.

Leipzig bleibt damit zu Hause unbesiegt und gewann acht der neun Partien.

Reaktionen:

Ralph Hasenhüttl (Trainer Leipzig): "Mir hat die Art und Weise imponiert, wie wir uns auch vom Rückstand nicht vom Weg haben abbringen lassen. Das war ein Big Point gegen einen sehr, sehr guten Gegner. Meine Mannschaft hat taktisch sehr klug agiert, sehr variabel agiert."

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): "Wir waren heute die schwächere Mannschaft von zwei guten Bundesligateams, deshalb haben wir verdient verloren. Ich bin nicht zufrieden, weil wir den Ballführenden zu oft alleine gelassen haben."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Keine Änderungen beim Gastgeber, Hasenhüttl lässt zum 5. Mal seine Startelf unverändert. Leipzig also mit der Truppe, die vor einer Woche Frankfurt mit 3:0 besiegte.

Zwei Änderungen dagegen bei Hoffenheim: Im Vergleich zum 2:0 in Augsburg spielen Kaderabek und Kramaric für Uth und Ochs (beide Bank).

4.: Langer Ball von Compper rechts raus zu Werner. Der geht an Hübner vorbei und in den Strafraum. Sein Pass in den Rücken der Abwehr landet bei Keita. Dessen Schuss streicht knapp am linken Pfosten vorbei.

17.: Ecke Halstenberg von rechts. Orban steht mittig ungedeckt und köpft wuchtig aufs Tor. Baumann reagiert bärenstark und wehrt den Ball nach links ab.

18., 0:1, Amiri: Ein Konter wie im Lehrbuch! Rudy treibt den Ball an die Mittellinie und spielt zu Demirbay. Der spielt einen genialen Ball diagonal nach rechts in den Lauf von Amiri. Der lässt für Kramaric prallen und der Stürmer legt vor Gulasci wieder quer. Am Ende schiebt Amiri die Kugel ins leere Tor.

25.: Leipzig schaltet schnell um und spielt Demme auf links frei. Im Zentrum schüttelt Poulsen Gegenspieler Vogt ab, setzt den direkten Schuss aber deutlich über den Kasten von Baumann.

38., 1:1, Werner: Ballgewinn Leipzig nach Gegenpressing am Hoffenheimer Strafraum. Keita spitzelt Vogt den Ball in zentraler Position vom Fuß, Werner geht hinterher und schiebt die Kugel vom Elfmeterpunkt flach an Baumann vorbei ins rechte Eck.

60., Rote Karte, Wagner (Hoffenheim): Wagner geht im Mittelfeld mit der offenen Sohle in den Zweikampf mit Ilsanker und tritt dem Österreicher extrem schmerzhaft auf den Knöchel. Korrekte Entscheidung.

67.: Nach einem Ballverlust Demirbay kommt Werner an den Ball und rennt an Schär vorbei. Halbrechts steht er frei vor Baumann, doch der verkürzt gekonnt den Winkel und pariert den Flachschuss.

68.: Hübner verbummelt die Kugel im eigenen Strafraum an Keita. Der versucht's, tritt aber über den Ball. Anschließend kommt Poulsen an die Kugel, seinen Schuss mit dem Außenrist pariert Baumann.

77., 2:1, Sabitzer: Keita passt im Zentrum auf Sabitzer. Der dreht sich, nimmt Tempo auf und haut aus knapp über 20 Metern drauf. Schär fälscht den Ball unhaltbar für Baumann ins linke Eck ab.

86.: Fast das 3:1! Werner ist wieder auf und davon. Freistehend vor Baumann schießt er den Ball aber aus 13 Metern klar links vorbei.

Fazit: Sehr ansehnliches und intensives Spiel mit dem besseren Start für Hoffenheim. Leipzig arbeitete sich in die Partie, kam verdient zum Ausgleich und geht auch aufgrund der zahlreichen Torgelegenheiten zu Recht als Sieger vom Platz.

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Der Star des Spiels: Naby Keita. Bereitete beide Leipziger Tore vor, legte drei weitere Torschüsse auf und bestritt zahlreiche wichtige Zweikämpfe im Zentrum. Dazu mit guter Körpersprache, toller Technik und großer Einsatzbereitschaft.

Der Flop des Spiels: Sandro Wagner. In den direkten Duellen wie gewohnt robust und durchsetzungsstark. Hing dennoch die meiste Zeit in der Luft und blieb ohne nennenswerte Offensivszene. Dazu mit dem Platzverweis, der seinem Team die Chance auf den Sieg nahm.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Hatte ein intensives Spiel zu leiten und es besonders im ersten Durchgang mit der Bewertung mehrerer Handspiele zu tun. Jenes von Bernardo nach Flankenversuch von Kramaric (21.) im Leipziger Strafraum als unabsichtlich zu werten, war korrekt. Auch bei den anderen kniffligen Situationen auf der Höhe. Einzig als der Ball Demirbay kurz vor der Pause an die Hand sprang, hatten die Hoffenheimer Glück - da hätte man auch auf den Punkt zeigen können. Der Platzverweis gegen Wagner war gut gesehen und regelkonform. Hatte bisweilen Probleme bei der Bewertung von Zweikämpfen.

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Das fiel auf:

  • Sehr intensive Partie ohne geordneten Spielaufbau auf beiden Seiten, viele Gegenpressing-Situationen und Kämpfe um zweite Bälle. Daher waren vermehrt lange Bälle ins letzte Drittel zu beobachten.
  • Leipzigs Spiel wirkte teilweise unruhig und nicht richtig ausbalanciert. Das Hoffenheimer 3-1-4-2 war sehr breit gestaffelt, so dass RBL nur schwer ins Pressing kam. Viele Mittelfeldduelle ohne bedeutenden Raumgewinn waren die Folge.
  • Die Hausherren deshalb mit den häufigen weiten Schlägen, um den Ball nach vorne zu bringen. Besonders nach dem Rückstand gelang es Hasenhüttls Elf besser, die Passwege im Zentrum schnell zu schließen und im Kampf um den zweiten Ball kompakter zuzugreifen.
  • Hoffenheims Problem: Die fehlende Ruhe am Ball und damit das nicht vorhandene Tempo in der Umschaltbewegung nach vorne. Den Gästen gelang es mit zunehmender Spieldauer immer seltener, schnell und vor allem flach von hinten heraus zu spielen.

Leipzig - Hoffenheim: Die Statistik zum Spiel

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