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Fussball

Bayern mit Rekordsieg gegen Werder

Werder Bremen arbeitete mit allen Mitteln gegen den FC Bayern

Der FC Bayern München hat am 18. Spieltag der Bundesliga den 14. Saisonsieg eingefahren. Beim SV Werder Bremen siegte der Meister mit 2:1 (2:0).

Vor 42.100 Zuschauern im Weserstadion brachte Arjen Robben den FC Bayern mit seinem sechsten Saisontor in Führung (30.), ehe David Alaba kurz vor der Pause einen Freistoß direkt zum 2:0 verwandelte. Nach dem Seitenwechsel machte Max Kruse die Partie mit seinem Anschlusstreffer wieder spannend (53.). Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Für Bayern war es der 13. Bundesligasieg gegen Werder in Folge, eine längere Serie an Siegen gegen eine Mannschaft gab es in der Bundesliga noch nie. Bis zum 1:2 erzielten die Münchner dabei auch die letzten 28 Tore.

Die Reaktionen:

Alexander Nouri (Trainer Werder): "Wir haben uns gegen zwei gute Gegner nicht belohnen können. Die Art und Weise gibt uns aber unheimlich viel Mut. Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit gut standen. Wir wollen daran arbeiten, dass wir gute Leistungen auch in Punkte ummünzen."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Es war ein wichtiger Sieg in einem schwierigen Spiel. Nach dem Gegentor haben wir unsere Spielidee ein Stück weit verloren. Wir waren schon ein bisschen ängstlich, haben uns Sorgen gemacht, das muss ich zugeben. Gegen Ende hatten wir das Spiel wieder unter Kontrolle."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim SVW gibt es im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den BVB drei Änderungen: Wiedwald, Veljkovic und Junuzovic ersetzen Drobny (Rotsperre), Fritz (Nackenbeschwerden) und Bartels (Bank).

Ancelotti nimmt zwei Wechsel in der Startelf vor: Ribery verdrängt Costa auf die Bank und Kimmich ersetzt den angeschlagenen Vidal (Rippenverletzung). Der 18-jähriger Österreicher Marco Friedl sitzt erstmals in der Bundesliga auf der Bank.

19.: Pizarro hat sich verletzt (Muskelverletzung im linken Oberschenkel), er muss runter. Für ihn kommt Eggestein.

30., 0:1, Robben: Kimmich geht im Mittelfeld an Junuzovic vorbei und spielt auf links Ribery an. Der geht mit Tempo auf Bauer zu und spielt den Ball flach in den Rückraum des Sechzehners. Dort hämmert Robben das Ding aus 13 Metern halbhoch ins rechte Eck.

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45.+1, 0:2, Alaba: Robben wird 18 Meter vor dem Tor von Moisander gefoult. Alaba tritt zum Freistoß an und legt den Ball von halbrechts über die Mauer in den rechten Winkel. 1. Saisontor!

53., 1:2, Kruse: Werder fängt einen langen Ball der Bayern ab. Junuzovic bedient von halbrechts Kruse am Strafraum, der wackelt Alaba aus und hämmert den Ball aus zehn Metern links an Neuer vorbei ins Tor.

90.: Sanches wühlt sich auf links an der Grundlinie durch und passt zurück auf Kimmich. Dessen Schuss aus zehn Metern aufs kurze Eck wehrt Wiedwald mit dem Fuß ab.

Fazit: Bayern vor der Halbzeit effektiv, aber insgesamt nicht souverän. Werder durfte bis zum Schluss vom Punktgewinn träumen.

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Der Star des Spiels: Arjen Robben. Von Beginn an Bayerns gefährlichster Offensivspieler. Erzielte das 0:1 mit starker Direktabnahme und holte vor dem 0:2 den Freistoß raus.

Der Flop des Spiels: Niklas Moisander. Musste in zu viele Eins-gegen-eins-Duelle mit Robben und sah dabei oft nicht gut aus. Hatte Glück, dass er nicht früh verwarnt wurde und dass sein Foul an Robben nicht zum fälligen Strafstoß führte. Verschuldete den Freistoß vor dem 0:2 und gewann nur die Hälfte seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Sascha Stegemann. Ganz schwacher Auftritt mit vielen falschen Zweikampfentscheidungen. Hätte Moisander für sein Foul an Robben Gelb zeigen müssen. Den Schubser von Bauer gegen Lewandowski hätte er mit Strafstoß ahnden können, das Beinstellen von Moisander gegen Robben war ein klarer Elfmeter.

Das fiel auf:

  • Werder startete wie auch gegen Dortmund in einem 5-3-2. Wie gegen den BVB musste früh ein Offensivspieler raus (Pizarro), doch diesmal blieb Nouri bei seiner Grundformation. Die Bremer gestalteten die Anfangsphase auch offen und schafften es, Ribery und Robben auf außen mindestens zu doppeln.
  • Die Bayern kamen sehr schleppend in die Partie, hatten keine gute Ordnung auf dem Feld und waren sehr fahrig im Passspiel, was Werder die eine oder andere gute Kontermöglichkeit bot. Erst als das Passspiel sicherer wurde und Ribery und Robben in mehr Eins-gegen-eins-Duelle kamen, wurde Bayern zwingender. Die beiden Flügelstürmer hielten im 4-2-3-1 relativ strikt die Außenbahn und rückten nicht so weit ein wie im 4-3-3.
  • Trotz der 2:0-Führung strahlten die Bayern zu Beginn der 2. Halbzeit keine Souveränität aus und ließen die Spielkontrolle vermissen. Dadurch blieb Werder ständig im Spiel und die Münchner mussten nach dem Anschlusstreffer viel investieren. Ancelotti reagierte mit der Einwechslung von Sanches für Müller auf das offene, umkämpfte Spiel und stellte auf 4-3-3 um. Am Spielverlauf änderten diese Maßnahme und die weiteren Wechsel nichts, Bayern musste bis zum Schluss zittern.

Bremen - Bayern: Die Statistik zum Spiel

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