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Kein Derbysieger! 1:1 zwischen Köln und Bayer

Mittwoch, 21.12.2016 | 21:52 Uhr
Salih Özcan (l.) und Kai Havertz im direkten Zweikampf
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Am 16. Spieltag der Bundesliga trennten sich der 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen 1:1 (1:1). Die Geißböcke bleiben damit vier Punkte vor der Werkself und in Tuchfühlung zu den internationalen Startplätzen.

Vor 49.968 Zuschauern im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion brachte Anthony Modeste den 1. FC Köln in der 21. Minute in Führung. Kurz vor der Halbzeit besorgte Wendell den Ausgleich (44.).

Bei Bayer Leverkusen stand der 17-jährige Atakan Akkaynak erstmals im Profikader, Kevin Kampl absolvierte sein 50. Bundesligaspiel. Auf der anderen Seite veredelte Modeste seinen 50. Einsatz im Trikot des 1. FC Köln mit seinem 13. Saisontor.

Erstmals seit September 2005 stand Köln vor einem Bundesligaspiel gegen Leverkusen in der Tabelle vor dem Rivalen.

Leverkusens Chicharito wartet seit zehn Bundesligaspielen auf einen eigenen Treffer. Es ist die längste Durststrecke des Stürmers seit seinem Wechsel in die Bundesliga.

Köln ist seit mittlerweile zehn Heimspielen ungeschlagen.

Die Reaktionen:

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Ich bin mit dem Unentschieden zufrieden. Wir hätten mit einem 2:0 das Spiel vielleicht nach Hause gebracht. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel dafür gearbeitet, um die Vorrunde zu Hause ungeschlagen zu überstehen."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich denke, dass wir mit unserem Spiel zufrieden sein können. Wir haben aus dem Nichts das 0:1 kassiert. Insgesamt haben wir uns aber diesen Punkt verdient und einen guten Abschluss hingelegt. Mit einer neuen Vorbereitung können wir zuversichtlich sein."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Köln-Trainer Stöger muss auf den gesperrten Höger verzichten, der beim 1:1 in Bremen seine fünfte Gelbe Karte sah. Stattdessen beginnt Özcan, der zuletzt selbst gesperrt fehlte.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt stellt Schmidt seine Startelf auf sechs Positionen um. Henrichs, Toprak, Wendell, Yurchenko, Havertz und Brandt ersetzen Jedvaj, da Costa, Chicharito (alle Bank) und Aranguiz (gesperrt), sowie Baumgartlinger und Tah (beide kurzfristig erkrankt).

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11.: Olkowski bringt das Leder von rechts scharf ins Zentrum, wo Modeste lauert. Leno hat Probleme und Henrichs stolpert die Kugel beinahe ungewollt über die Linie. Im letzten Moment verhindert er aber selbst noch das Eigentor.

21., 1:0, Modeste: Sörensen schnappt sich das Leder von Calhanoglu, spielt mit Rudnevs einen einfachen Doppelpass und serviert dann mit einer tollen Flanke aus dem Halbfeld von rechts für Modeste. Das Spielgerät hüpft einmal auf dem Rasen auf und wird dann vom Franzosen volley links oben in die Maschen gejagt.

31.: Calhanoglu bringt einen Freistoß von links halbhoch in den Strafraum, wo Köln eigentlich klären kann. Sörensen trifft die Kugel aber nicht voll und legt so unfreiwillig für Yurchenko auf, der zentral vor dem Kasten im Strafraum abzieht. Özcan wirft sich in den Schuss und klärt gerade noch zur Ecke.

37.: Rausch lässt Yurchenko auf der linken Außenbahn wie einen Schuljungen aussteigen und gibt ab auf Osako. Der Mittelfeldspieler fackelt überhaupt nicht, sondern feuert aus rund 35 Metern einfach mal drauf. Rechts unten hätte es eingeschlagen, doch Leno wehrt mit einer tollen Flugparade ab.

44., 1:1, Wendell: Wendell spielt im Mittelfeld einen einfachen Pass auf Havertz und startet dann halblinks in den Strafraum. Keiner kümmert sich um den Brasilianer, also steckt Havertz einfach durch und der Linksverteidiger steht völlig frei vor Kessler. Mit viel Ruhe schiebt Wendell in die lange Ecke ein.

75.: Rausch zieht einen Freistoß von der rechten Strafraumecke mit viel Schnitt zentral vors Tor. Modeste kommt frei zum Kopfball. Leno reagiert blitzschnell und pariert. Allerdings stand der Franzose auch im Abseits, ein Treffer hätte nicht gezählt.

Fazit: In einem in der ersten Halbzeit flotten und chancenreichen Derby hatten beide Teams ihre guten Phasen. Nach dem Seitenwechsel nahm das Niveau ab. Das Remis war letztlich das gerechte Ergebnis.

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Der Star des Spiels: Wendell. Der Leverkusener Linksverteidiger war der auffälligste Spieler auf dem Platz. Er gewann viele Zweikämpfe, war öfter am Ball als jeder andere Akteur und immer wieder kurbelte er das Offensivspiel an. Sein Treffer zum 1:1 rundete Wendells starke Vorstellung ab.

Der Flop des Spiels: Artjoms Rudnevs. Der Lette rieb sich zwar in vielen Zweikämpfen auf, verlor aber den absolut überwiegenden Anteil dieser. Zum Zeitpunkt seiner Auswechslung war er der Feldspieler mit den wenigsten Ballaktionen auf dem Feld. Gefährlichen Abschluss brachte er keinen zustande.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe. Hitzig wurde es in diesem Derby auf dem Platz nicht, Gräfe hatte die Partie dementsprechend gut im Griff. Schwerwiegende Fehlentscheidungen leistete er sich keine.

Das fiel auf:

  • Leverkusen agierte in einem klassischen 4-4-2, wobei sich die Ausrichtung im Offensivspiel sehr flexibel darstellte. Die nominellen Stürmer Brandt und Mehmedi ließen sich immer wieder zurückfallen. Die Flügelspieler Calhanoglu und Havertz tauchten auch mal im Zentrum auf.
  • Köln agierten unterdessen in einem klaren 3-4-1-2. Osako gab den Spielmacher hinter den beiden klassischen Sturmspitzen Modeste und Rudnevs. Immer wieder fiel der Japaner durch gute Pässe auf.
  • Die Leverkusener begannen äußerst druckvoll und zielstrebig, teilweise schnürten sie ihre Gegenspieler tief in deren Hälfte ein. Auch das frühe Gegentor brachte die Werkself nicht aus der Fassung, sie spielte weiter durchaus zielstrebig. Belohnt wurde das durch den Ausgleichstreffer kurz vor der Pause.
  • Auffällig war, dass in beiden Defensivreihen in der ersten Halbzeit immer wieder größere Lücken entstanden. Dadurch wurde es den Angreifern oftmals einfach gemacht, zu Abschlüssen zu kommen. Dass diese nicht öfter den Weg ins Tor fanden, lag teils an fehlender Genauigkeit, teils an den Tormänner, die durchaus ansehnliche Paraden zeigten.
  • Nach dem Seitenwechsel standen die Abwehrblöcke besser und ließen weniger Gelegenheiten zu.
  • Bei Leverkusen fielen speziell Wendell und Calhanoglu positiv auf. Der Brasilianer sorgte für viel Betrieb über seine linke Seite, der Türke suchte immer wieder mutig den Abschluss.
  • Mit der Einwechslung von Chicharito für Kampl Mitte der zweiten Halbzeit setzte Bayer-Trainer Schmidt alles auf eine Karte, er wollte den Sieg erzwingen. Dies gelang jedoch nicht

Köln - Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

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