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Wieder remis! Dortmund tritt auf der Stelle

Gegen Augsburg ist der BVB zum siebten Mal in Folge in einem Pflichtspiel mit 0:1 in Rückstand geraten

Borussia Dortmund tritt weiter auf der Stelle und spielt zum vierten Mal in Folge unentschieden. Am 16. Spieltag der Bundesliga kam der BVB gegen FC Augsburg nicht über ein 1:1 (0:1) vor heimischem Publikum hinaus.

Vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park gingen die Gäste durch das dritte Saisontor des Ex-Dortmunders Dong-Won Ji in Führung (33.).

Damit geriet der BVB zum siebten Mal in Folge in einem Pflichtspiel mit 0:1 in Rückstand.

Nur zwei Minuten nach der Pause glichen die Hausherren durch den vierten Saisontreffer von Ousmane Dembele aus.

Vor der Partie gab der BVB bekannt, dass Julian Weigl seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat.

Dortmund verlor damit keines der vergangenen 29 Bundesliga-Heimspiele (23 Siege, sechs Remis) und schließt erstmals seit 1965 und 2002 wieder ein Fußballjahr ohne Heimpleite ab.

Die Borussia verlor nun nur eines der zwölf Pflichtspielduelle gegen den FCA (acht Siege, drei Remis), die Gäste gingen in nur einem der letzten sieben Bundesligapartien als Verlierer vom Feld (zwei Siege, vier Remis).

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Dortmund tauscht nach dem 2:2 gegen Hoffenheim auf zwei Positionen: Kagawa und Merino spielen für Bender (Bank) und Reus (Gelb-Rot-Sperre). Merino steht zum zweiten Mal in einem Pflichtspiel in der Startelf.

Augsburg mit drei Änderungen nach dem 1:0 gegen Gladbach: Stafylidis, Kohr und Teigl spielen für Usami (Bank), Max und Koo (beide nicht im Kader). Nach fünf Einwechslungen steht Teigl erstmals in einem Bundesligaspiel in der Anfangsformation.

9.: Götze dribbelt sich am linken Strafraumeck in den Sechzehner und kommt mit etwas Glück zum Abschluss. Sein Schuss landet am kurzen Pfosten.

12.: Aubameyang schießt einen Freistoß aus über 25 Metern direkt aufs Tor. Hitz wehrt den Aufsetzer im linken Eck ab.

27.: Schmelzer bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit viel Gefühl in die Strafraummitte, wo sich Pulisic in der Luft durchsetzt und den Ball per Kopf in Richtung rechtes Eck bringt. Hitz hebt aber rechtzeitig ab und klärt zur Ecke.

30.: Götze setzt Aubameyang halblinks im Sechzehner ein. Der legt zurück zu Kagawa. Dessen zentralen Schuss aus 15 Metern mit links wehrt Hitz aber problemlos ab.

33., 0:1, Ji: Bartra spielt im Aufbau Hinteregger in die Füße. Der rennt los, wird von Merino aber gestoppt. Der Ball landet bei Movarek, der halblinks den freien Ji anspielt. Dessen Schuss prallt von Weidenfeller ab, den Rebound schiebt Ji ins leere Tor.

41.: Schmelzer findet mit einer präzisen Flanke von der linken Seite Aubameyang im Strafraum. Der Gabuner kommt auch per Kopf zum Abschluss, trifft die Kugel unter Bedrängnis aber nicht richtig und setzt sie links am Tor vorbei.

47., 1:1, Dembele: Weigl leitet den Ausgleich durch ein Zuspiel auf Kagawa ein. Der Japaner spielt zentral 20 Meter vor dem Tor einen tollen Pass in der Lauf von Dembele. Der Franzose nimmt die Kugel halbrechts im Strafraum mit rechts an und versenkt mit links ins linke Eck.

50.: Pulisic flankt von rechts gefühlvoll ins Zentrum, wo Aubameyang per Seitfallzieher aus acht Metern an Hitz scheitert.

56.: Kagawa kommt nach einer Brustannahme im Duell mit Verhaegh im FCA-Strafraum zu Fall. Die Zuschauer fordern einen Strafstoß, doch der Pfiff bleibt aus. Eine Fehlentscheidung, da der Augsburger Kapitän den Borussen am Knie trifft.

59.: Dembele spielt einen Zuckerpass auf Kagawa, der halbrechts aus zehn Metern den Ball nicht richtig trifft und somit an Hitz scheitert.

67.: Nach einem Götze-Freistoß von rechts verlängert Merino in der Strafraummitte zu Aubameyang, der am zweiten Pfosten unbedrängt zur Direktabnahme kommt. Er trifft den Ball aus spitzem Winkel aber nicht richtig.

77.: Castro spielt aus dem Mittelkreis heraus einen herrlichen Pass in den Lauf von Aubameyang, der unter Bedrängnis von Hinteregger aus zwölf Metern halbrechter Position verschießt. Der Ball geht rechts über den Kasten.

Fazit: Schwache erste Halbzeit des BVB, Augsburg mit einem vorzüglichen Konterspiel. Nach der Pause Dortmund erheblich verbessert und mit viel Offensivdrang, aber zu schlechter Chancenverwerung.

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Der Star des Spiels: Dominik Kohr. Sehr disziplinierte Leistung des defensiven Mittelfeldspielers. Hatte die meisten Ballaktionen beim FCA und bestritt zudem die meisten Zweikämpfe, wovon er knapp 60 Prozent gewann. Physisch stark, gute Tacklings und mit einigen wichtigen Ballsicherungen.

Der Flop des Spiels: Marc Bartra. Extrem schwaches Spiel des Spaniers, der beinahe durchgehend Fehler beging und immer nervöser wurde. Vor dem 0:1 mit einem unnötigen Ballverlust, im Anschluss irrte er im toten Raum herum. Insgesamt mit neun Ballverlusten. Seine Auswechslung zur Pause war alternativlos.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann. Mit einigen recht kleinlichen Zweikampfentscheidungen gerade zu Beginn der Partie. Beim Duell zwischen Kohr und Bartra im Augsburger Strafraum kurz vor der Pause nicht auf Elfmeter für den BVB zu entscheiden, war nachvollziehbar. Als Verhaegh Kagawa nach der Pause jedoch am Bein traf, hätte Winkmann auf den Punkt zeigen müssen (56.).

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Das fiel auf:

  • Interimstrainer Baum ließ Dortmunder Ballbesitz in einem klaren 5-4-1 verteidigen. Teigl rückte dann aus dem Mittelfeld nach links hinten. Der FCA bewies dabei eine sehr gute Raumaufteilung, machte das Feld eng und verschob gut.
  • Der BVB griff in einem 3-4-3 an, agierte am Ball aber in den ersten 45 Minuten viel zu statisch. Den Hausherren fehlte es an Struktur im Aufbau. Ideen und damit Dominanz gingen Tuchels Elf vollkommen ab.
  • Wenn die Borussia einmal Räume öffnen konnte, dann einzig durch die Dribblings von Dembele. Dennoch kam der BVB kaum einmal hinter die diszipliniert agierenden Ketten der Gäste.
  • Dortmunds Defensivbewegung war ein weiteres Mal mangelhaft. Dem Abwehrverbund fehlte es am richtigen Timing beim Herausrücken, viele Aktionen wurden von einer großen Unsicherheit begleitet.
  • Augsburg dagegen mit einem blitzsauberen Konterspiel nach Ballgewinn. Dann folgte meist der schnelle lange Ball in die Spitze, die beiden Außen Schmid und Teigl boten sich in der Breite an. Da der BVB hoch im Feld agierte und schwach absicherte, wurden die Gegenangriffe der Fuggerstädter meist bereits im Ansatz gefährlich.
  • Die Borussia kam wie verwandelt sowie sehr offensiv aus der Kabine und sammelte bis zur 60. Minute 5:1 Torschüsse an. Dortmund stellte auf eine Viererkette in der Defensive um, kam in der Offensive viel besser ins Gegenpressing und eroberte sich zahlreiche Bälle schnell zurück. Die Kombinationen wurden flüssiger und temporeicher, nur fehlte die Präzision beim Abschluss.
  • Augsburg hatte mehr Druck bei der Umschaltbewegung, kam aber dennoch einige Male zu Entlastungsangriffen. Der BVB verlor rund um die 65. Minute wieder etwas den Faden, der FCA schloss die Halbräume wieder besser und stand kompakter.

Dortmund - Augsburg: Die Statistik zum Spiel

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