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Fussball

"Bayern hat mit unseren Waffen geglänzt"

Ralf Rangnick haderte mit seinen Spielern nach der Pleite in München

Zum Jahresabschluss kassierte RB Leipzig eine deftige 0:3-Niederlage in München. Im Mixed-Zone-Interview spricht Sportdirektor Ralf Rangnick über die Gründe, Dietrich Mateschitz' Ziele mit dem Aufsteiger und den Ärger um Emil Forsberg.

Frage: Herr Rangnick, kann man sagen, dass RB heute zum ersten Mal die Grenzen aufgezeigt bekommen hat?

Ralf Rangnick: Ja. Wir haben heute auf jeden Fall nicht gut gespielt. In der ersten Halbzeit haben die Bayern mit unseren Waffen geglänzt. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, der eine oder andere war überrascht. Wenn man solche Aussetzer drin hat, wie wir sie heute hatten - Keita, Forsberg, Gulacsi -, dann wirst du gegen so einen Gegner kaum was holen.

Frage: Welche Gründe gab es neben den individuellen Fehlern heute noch für die Niederlage?

Rangnick: Meiner Meinung nach waren es hauptsächlich die drei Böcke, die man normalerweise so nicht von uns kennt. Wenn Keita den Ball annimmt und denkt, er hat stundenlang Zeit, dann passiert eben so ein Ballverlust. Mit der Roten Karte für Emil Forsberg war das Spiel natürlich gegessen. Dann ging es nur noch darum, Schadensbegrenzung zu betreiben. So ein Foul darf er beim Stand von 0:2 nicht machen. Es ist richtig ärgerlich, dass wir nach der Winterpause in den wichtigen Spielen auf ihn verzichten müssen. Die Bayern haben es sicherlich auch richtig gut gemacht. Sie waren hochmotiviert und so stark wie lange nicht mehr in dieser Saison. Sie haben in der ersten Hälfte mit unseren Mitteln gespielt.

Frage: Was kann man aus so einem Spiel lernen?

Rangnick: All die Dinge besser zu machen.

Frage: Dennoch steht nach 16 Spieltagen Platz zwei zu Buche, nur drei Punkte hinter den Bayern. Sind Sie selbst überrascht, wie diese erste Bundesliga-Hinrunde gelaufen ist?

Rangnick: 36 Punkte aus 16 Spielen sind eine fantastische Bilanz. Die Mannschaft hat es bisher grandios gemacht. Ich habe vor dem Spiel schon gesagt, dass wir in dieser Partie nichts zu verlieren haben. Trotzdem hätte ich mir uns in der ersten Hälfte etwas wacher und giftiger gewünscht. Das Spiel gegen Hertha hat aber extrem Substanz gekostet, genauso wie jedes unserer Topspiele. Man hat bei einigen heute gemerkt, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

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Frage: Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz sagte, Europa sei das Minimalziel. Teilen Sie diese Meinung?

Rangnick: Zu wem hat er das gesagt?

Frage: Gegenüber der Schweizer Zeitung Blick.

Rangnick: Das glaube ich jetzt einfach mal so.

Frage: Das Interview steht schwarz auf weiß. Deshalb fragen wir ja.

Rangnick: Ich habe es nicht gelesen. Unser Saisonziel habe ich in den letzten Monaten schon mindestens fünf- oder sechsmal benannt. Unser Ziel sollte es sein, eine sorgenfreie Saison zu spielen. Nach so einem Spiel wie heute sollte es das erst recht sein.

Frage: Sie haben schon acht Punkte Vorsprung auf den ersten Europa-League-Platz.

Rangnick Und wie haben wir heute gespielt? 0:3. Deshalb gilt für mich weiter die Aussage, dass wir eine sorgenfreie Saison haben wollen. Und wenn die ganz am Ende dazu führt, dass wir nächstes Jahr regelmäßig in Europa spielen dürfen, dann ist das so. Ich glaube deshalb nicht, dass es gerade nach so einem Spiel wie heute Sinn macht, unsere Saisonziele zu korrigieren. Wir werden das sicherlich nicht tun.

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Frage: Was sind die wichtigsten Aufgaben für die Winterpause?

Rangnick: Jetzt geht es darum, den Akku wieder ein bisschen aufzuladen. Die Pause tut uns jetzt richtig gut. Wir wollen nach der kurzen Vorbereitung wieder nahtlos an die richtig guten Spiele anknüpfen.

Bayern - Leipzig: Daten zum Spiel

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