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Bundesliga - 10. Spieltag: FC Schalke 04 - Werder Bremen 3:1

Schalker Rebound-Könige schlagen Werder

Sonntag, 06.11.2016 | 19:20 Uhr
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Der FC Schalke 04 setzt seine Aufholjagd fort. Gegen den SV Werder Bremen gewannen die Königsblauen am 10. Spieltag der Bundesliga-Saison mit 3:1 (2:1).

Vor 62.263 Zuschauern in der Veltins Arena erzielte Alessandro Schöpf per Abstauber nach einem Lattenschuss von Max Meyer die 1:0-Führung für die Schalker (35.). Nur drei Minuten später erhöhte Nabil Bentaleb ebenfalls mit einem Rebound-Treffer aus kurzer Distanz auf 2:0.

Kurz vor der Pause verkürzte Serge Gnabry mit einem verwandelten Foulelfmeter auf 2:1 (42.). Zuvor hatte Schöpf Gnabry ungestüm zu Fall gebracht.

Nach der Halbzeit machte Schöpf seinen Fauxpas wieder gut und traf zu seinem ersten Bundesliga-Doppelpack (63.).

Mit nun elf Punkten setzt sich Schalke langsam von den Abstiegsrängen ab und hat Anschluss ans Tabellenmittelfeld. Werder steht mit sieben Zählern weiter auf dem Relegationsplatz.

Die Reaktionen:

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Es war ein verdienter Sieg für uns. Es war klar, dass wir Geduld brauchen und auf den Türöffner warten müssen. Das war dann der Schuss von Max Meyer. Wir haben den Anschluss ins Mittelfeld geschafft, aber damit sind wir nicht zufrieden. Nach der Pause wollen wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben."

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Ich fand, dass wir 35 Minuten ordentlich im Spiel waren und unseren Plan ordentlich umgesetzt haben. Dann haben wir in zwei Situationen das Spiel aus der Hand gegeben, wo wir zu sorglos waren. Wir kassieren zu viele unnötige Gegentore. Ich habe aber auch heute wieder viele positive Ansätze gesehen. Wir müssen unseren Weg weitergehen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Weinzierl verändert seine Startformation nach dem 2:0-Sieg in der Europa League gegen Krasnodar auf fünf Positionen: Geis, Kolasinac, Meyer, Goretzka und Schöpf spielen anstelle von Caicara, Konoplyanka, Baba, Stambouli und Aogo.

Nouri nimmt nach dem 1:3 gegen den SC Freiburg drei Änderungen vor: Neu in der Mannschaft sind Veljkovic, Bartels und Petsos. Erstmals in dieser Saison sitzt Pizarro auf der Bremer Bank.

5.: Nach einer Ecke von rechts kommt Choupo-Moting am Fünfer völlig frei zum Schuss, doch er kommt in Rücklage und setzt den Ball über die Latte.

15.: Aus dem rechten Halbfeld zieht Gebre Selassie einfach mal ab. Der Ball flattert unangenehm, aber Fährmann macht sich lang und lenkt ihn mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten.

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35., 1:0, Schöpf: Choupo-Moting legt einen langen Ball von der Strafraumgrenze per Kopf auf Meyer ab. Der zimmert den Ball mit Vollspann an die Unterkante der Latte. Schöpf reagiert am schnellsten und köpft den Abpraller ins Netz.

38., 2:0, Bentaleb: Naldo schießt einen Freistoß aus 25 Metern flach durch die Mauer. Wiedwald lässt den Ball nach vorne klatschen, Bentaleb ist der Nutznießer und schießt ein.

42., 2:1, Gnabry (Foulelfmeter): Dumme Aktion von Schöpf, der Gnabry im Strafraum plump von hinten in die Beine läuft. Berechtigter Elfmeterpfiff. Gnabry tritt selbst an. Fährmann fliegt nach rechts, links schlägt es ein.

57.: Vom linken Flügel schlägt Bentaleb eine scharfe Flanke in den Sechzehner. Garcia sperrt gegen Höwedes, aber Schiedsrichter Perl gibt Vorteil, denn Schöpf kommt frei zum Schuss. Seine Direktabnahme wehrt Wiedwald mit einem starken Reflex ab.

63., 3:1, Schöpf: Meyer schickt Kolasinac auf links. Seine scharfe Hereingabe zischt durch den Sechzehner und landet am Elfmeterpunkt bei Schöpft. Dieser legt sich den Ball zurecht und schießt dann flach ins rechte Eck. Keine Chance für Wiedwald.

Fazit: Schalke war die aktivere Mannschaft und hat die drei Punkte unter dem Strich verdient.

Der Star des Spiels: Benedikt Höwedes. Bärenstarke Vorstellung des Schalke-Kapitäns in der Dreierkette. Trieb das Spiel an (nach Geis die zweitmeisten Ballaktionen), hatte enorm starke Zweikampf- (71 Prozent) und Passwerte (94 Prozent) und schaltete sich immer wieder mit in die Offensive ein. Erzielte so ein Abseitstor und wurde einmal vermeintlich elfmeterwürdig gefoult.

Der Flop des Spiels: Fin Bartels. Fand keinerlei Bindung zum Spiel und strahlte zu keiner Zeit Torgefahr aus. Gewann nur schwache 16 Prozent seiner Zweikämpfe (keinen einzigen in der Luft) und hatte die zweitwenigsten Ballaktionen aller Spieler.

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Der Schiedsrichter: Günter Perl. Weitgehend souveräne Vorstellung. Der Elfmeterpfiff für Werder nach Schöpfs ungestümer Aktion war korrekt. Brachte die Schalker in Aufruhr, als er ihnen beim Sperren von Garcia gegen Höwedes einen Strafstoß verweigerte. Die Entscheidung ging jedoch in Ordnung, da Perl den Vorteil laufen ließ und Schöpf eine große Chance hatte. Bei einer Attacke von Nastasic gegen Grillitsch hätte es allerdings einen weiteren Elfer für Werder geben müssen.

Das fiel auf:

  • Schalke agierte im neuen 3-1-4-2-Erfolgs-System, in dem Geis als Quarterback vor der Dreierkette die Bälle verteilte. Im Spiel nach vorne fehlte den Hausherren über weite Strecken der ersten Halbzeit die zündende Idee. Einzig bei den gefährliche Standardsituationen von Geis wurden die Königsblauen gefährlich.
  • Werder stand in einer 4-1-4-1-Grundordnung gut strukturiert und nahm Schalke so gut aus der Partie. Vor allem die Hereinnahme von Petsos zahlte sich aus, der die Zentrale gut dicht machte.
  • Eine gute halbe Stunde passierte wenig. Der Schalker Doppelschlag leitete dann eine wilde Endphase der ersten Halbzeit ein. Bei beiden Schalker Toren in der ersten Halbzeit waren die Hausherren wacher und handlungsschneller als die Bremer. Speziell beim 2:0 wirkte die Werder-Verteidigung schläftig. Drei Schalker waren bei dem Abpraller frei.
  • Offensiv ging bei Werder im zweiten Durchgang nicht mehr wirklich viel. Da es spielerisch nicht klappte, sich durch das Mittelfeld zu kombinieren, operierten die Gäste viel mit langen Bällen. 20 Minuten vor Schluss versuchte Nouri durch die Einwechslung von Pizarro für den schwachen Bartels, noch einmal einen Impuls zu setzen. Doch der Comebacker kam nicht mehr entscheidend zur Geltung.

Schalke - Bremen: Die Statistik zum Spiel

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