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Fussball

Die Schreckensbilanz des HSV

Von SPOX
Geht's noch schlimmer? Wahrscheinlich schon. Der HSV liegt mal wieder am Boden

Wie soll es beim Hamburger SV nur weitergehen? Nach einer desolaten Leistung gegen Borussia Dortmund (2:5) hat der HSV einen historischen Tiefpunkt erreicht - mal wieder. Eine Sammlung von Horror-Daten von Opta.

Da war schon wer so schlecht? Nach 10 Spieltagen steht der HSV mit nur 2 Punkten weiter so schlecht da, wie noch nie zuvor in der langen BL-Historie des Klubs. Überhaupt hatten vor dieser Saison nur 3 Teams in der BL-Historie nach 10 Spielen maximal 2 Punkte - zuletzt Duisburg 1994/95 (2). Das Resultat: Die Zebras stiegen als 17. am Saisonende ab.

Kann nur noch Bruno helfen? Markus Gisdol ist der erste HSV-Trainer, der keines seiner ersten 5 BL-Spiele gewinnen konnte (1 Remis, 4 Niederlagen). Braucht der HSV jetzt schon wieder einen neuen Übungsleiter, einen Mann mit Retter-Qualitäten?

Alte Bekannte: Erstmals seit August 2013 kassierte Hamburg gegen den BVB in einem Heimspiel 5 Gegentore. Gegner beim damiligen 1:5: Die TSG Hoffenheim mit Trainer... Na? Genau: Markus Gisdol. Die Kraichgauer sind der nächste Gegner des HSV. Motivation!

Aufwärtstrend klar erkennbar: Erstmals seit 56 Tagen traf der HSV wieder in der Bundesliga (zuletzt beim 1:3 in Leverkusen am 2. Spieltag). Bis zum heutigen Treffer vergingen 716 torlose Spielminuten. Noch nie musste der HSV in der Bundesliga so lange auf einen eigenen Treffer warten. Aber immerhin: Nicolai Müller hat mal eben die Hamburger Treffer in dieser Saison verdoppelt - in einem einzigen Spiel! Schaffte selbst Pierre-Emerick Aubameyang am 10. Spieltag nicht.

Es gibt noch Hoffnung! Klar, dass kein HSV-Trainer so lange auf sein erstes Bundesliga-Tor wie Markus Gisdol wartete (414 Minuten), ist ein neuer Negativrekord. Aber immerhin: Der HSV hat mal wieder getroffen. Zumal der HSV jetzt ja zur echten Torfabrik wird. Zwei Tore gegen den BVB, binnen 26 Minuten. Einfach weitergerechnet: In der 17. Minute trifft der HSV im nächsten Spiel gegen 1899 Hoffenheim wieder.

Auf Augenhöhe mit Tasmania und Co.: Es gibt wenige Mannschaften der Bundesliga-Historie, die so sehr zum Synonym für Misserfolg geworden sind wie Tasmania Berlin. Und selbst dem Klub aus der heutigen Hauptstadt eifert der HSV aktuell fleißig nach: Nur 3 Teams in der BL-Historie hatten nach 10 Spieltagen eine schwächere Tordifferenz als die Hamburger aktuell (-19): Tasmania Berlin 1965/66 (-25), Borussia Neunkirchen 1965/66 (-20) und der 1. FC Saarbrücken 1963/64 (-21).

Offensivstark wie ein Murmeltier: 4 Tore nach 10 Spieltagen sind eingestellter Negativrekord in der BL-Historie - das gab es zuvor nur beim HSV selbst (2014/15) und bei Eintracht Frankfurt (1970/71). Überraschung: Beide Teams hielten die Klasse! Damit ist quasi schon bewiesen: Der HSV steigt nicht ab. 2014/2015 war der Hamburger Negativlauf sogar noch schlimmer: Seit 10 BL-Spielen ist der HSV sieglos (2 Remis, 8 Niederlagen), das gab es zuletzt zwischen April und September 2014 (11 Partien ohne Sieg).

Fitness wird überbewertet: Die Rothosen brauchen Zusatztanks, ihnen geht regelmäßig der Sprit aus. Noch nie kassierte ein Team an den ersten 10 Spieltagen einer BL-Saison so viele Gegentore in der Schlussviertelstunde wie der HSV in dieser Saison (10)!

Nimm du ihn, ich hab ihn sicher! Teil 2 der Schlussphasen-Katastrophe: Noch nie kassierte ein Team an den ersten 10 Spieltagen einer BL-Saison so viele Gegentore durch gegnerische Joker wie der HSV in dieser Saison (10) - heute stach Dembele zu. Überhaupt: Der Joker-Gegentor-Rekord in einer kompletten Saison liegt bei 13, aufgestellt von Wolfsburg 2015/16 und Saarbrücken 1992/93!

Hamburg - Dortmund: Daten zum Spiel

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