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Bundesliga - 9. Spieltag

5:1! Gladbach fegt die Eintracht weg

Samstag, 17.10.2015 | 20:20 Uhr
Raffael (r.) erzielte in der Commerzbank-Arena einen Doppelpack gegen Eintracht Frankfurt
© Getty
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Am 9. Spieltag der Bundesliga hat Eintracht Frankfurt eine bittere 1:5 (1:1)-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach erlitten. Die Fohlen feierte unter Andre Schubert damit ihren vierten Liga-Sieg in Folge. Die Hessen hingegen rutschen in der Tabelle weiter ab.

Vor 50.700 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena in Frankfurt brachte Raffael die Borussen im ersten Durchgang in Führung (16.). Noch vor der Pause glich Alex Meier per Elfmeter für die Eintracht aus (29.). Es war der 10. Elfmeter, den die Gladbacher in dieser Saison bereits verschuldet haben.

Nach der Pause sorgten dann Mahmoud Dahoud (51.) und wieder Raffael (57.) für klare Verhältnisse. Der eingewechselte Andre Hahn machte mit seinem Doppelpack den Deckel drauf (83., 90.)

Für die Hessen ist es das fünfte erfolglose Spiel in Folge und die erste Heimniederlage seit 14 Spielen.

Anders die Fohlen, die den vierten Sieg am Stück feiern. Interimscoach Andre Schubert bleibt damit in der Liga ohne Punktverlust.

Reaktionen:

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es hat die bessere Mannschaft gewonnen. Wir haben zwar versucht, alles zu geben. Aber der Gegner war schneller und hat mehr Tempo gehabt. Wir haben keinen richtigen Zugriff gehabt und waren zu weit weg. Sie haben die Schnelligkeit außen genutzt, und wir haben das nicht gut verteidigt. In der Raute müssen wir defensiv zu weite Wege gehen, und das haben sie gut ausgenutzt."

Andre Schubert (Interimstrainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben es defensiv gut gemacht und waren gut organisiert. Die Konter haben wir im Keim erstickt, wir waren stabil. Dass wir nach vorne Qualität haben, das wissen wir."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei der Eintracht bringt Veh zwei Neue. Flum und Abraham ersetzen die erst spät von der Länderspielreise zurückgekommenen Zambrano und Hasebe. Meier beginnt auf der Zehn, Castaignos und Seferovic bilden das Sturmpaar.

Bei der Borussia steht Sommer mit Maske im Tor und auch Xhaka kann trotz Außenbandriss im Knöchel auflaufen. Ansonsten nimmt Schubert keine Änderungen vor. Jantschke ist fit, sitzt aber zunächst auf der Bank. Stindl und Raffael beginnen in vorderster Front.

4.: Stendera mit der ersten Möglichkeit für die SGE! Der Youngster schlenzt die Kugel per Freistoß aus gut 25 Metern aufs Tor, Sommer pariert aber sicher.

16., 0:1, Raffael: Xhaka mit dem öffnenden Pass auf Traore. Der zieht in die Mitte, bedient Stindl, der mit einer starken Ballannahme frei vor Hradecky ist. Der Keeper kann den Abschluss nur abklatschen lassen, Raffael steht richtig und trifft zur Führung.

21.: Raffael sieht von links seinen Mitspieler rechts im Strafraum vollkommen freistehend und flankt rüber. Traore bedient den einlaufenden Xhaka, der aus acht Metern aber leicht am linken Pfosten vorbeizieht.

29., 1:1, Meier (Elfmeter): Dominguez' Rückpass auf Sommer gerät viel zu kurz, Castaignos geht dazwischen und ist vor dem Keeper am Ball, der den Niederländer zu Fall bringt. Meier lässt sich die Chance nicht nehmen und verwandelt den fälligen Strafstoß trocken ins linke Eck. Sommer hat keine Chance.

48.: Dahoud geht mit viel Tempo in Richtung Strafraum. Die Eintracht klärt direkt vor die Füße von Stindl, der direkt abzieht, aber nur die Unterkante der Latte trifft. Glück für die Hessen.

51., 1:2, Dahoud: Der 19-Jährige hat im Zentrum zu viel Platz, zieht aus 19 Metern ab. Der Ball wird von Abraham unhaltbar abgefälscht.

54.: Was war denn das?! Dahoud bedient Johnson überragend, der Hradecky ausguckt, aber nur den Pfosten trifft. Von dort aus springt die Kugel vor die Füße von Stindl, der aus elf Metern das leere Tor nicht trifft.

57., 1:3, Raffael: Wieder ist Dahoud beteiligt, dieses Mal steckt er klasse auf Raffael durch, der vor Hradecky cool bleibt und verwandelt.

67.: Flanke von Oczipka, Flum kommt relativ frei zum Kopfball, setzt diesen aber nur aufs Tornetz.

83., 1:4, Hahn (Elfmeter): Der eingewechselte Hahn rutscht aus, verwirrt so die komplette Hintermannschaft der Eintracht und bedient Dahoud, der von Russ einfach weggecheckt wird. Klarer Elfer. Hahn bleibt cool und verwandelt links unten.

90., 1:5, Hahn: Und der Joker macht seinen Doppelpack perfekt. Nordtveit bedient Hahn, der nur noch einschieben muss.

Fazit: Absolut verdienter Sieg der Borussia gegen ordentliche Frankfurter, der um eins, zwei Tore zu hoch ausfiel.

Der Star des Spiels: Mahmoud Dahoud. Ganz starker Auftritt des Eigengewächses. Erzielte das 2:1 selbst, bereitete das 3:1 mustergültig vor und holte den Elfmeter zum 4:1 heraus. Gemeinsam mit Xhaka im Zentrum zudem defensiv kaum zu knacken und im Spiel nach vorne sehr kreativ.

Der Flop des Spiels: Marco Russ. Kein wirklich schlechter Auftritt des Routiniers, sah bei dem 0:1 aber unglücklich aus und verursachte den Elfmeter zum 1:4. Gewann zudem nur jeden dritten Zweikampf.

Der Schiedsrichter: Florian Meyer. Richtig die Entscheidung bei der Elfmetersituation Sommer nur Gelb zu zeigen. Wenn er die Aktion von Ignjovski an Raffael sieht, kann man sich über Rot unterhalten. Der Elfmeterpfiff vor dem 1:4 war ebenfalls richtig. Insgesamt ein guter Auftritt von Meyer.

Das fiel auf:

  • Gladbach - wie gewohnt im 4-4-2 gegen Ball - attackierte früh. Stindl und Raffael waren die ersten und versuchten den Spielaufbau der Hessen gleich zu stören. Der Rest rückte gut nach und machte so die Passräume zu, wodurch Reinartz und Stendera zunächst keinen Zugriff aufs Spiel bekamen.
  • Die Eintracht agierte mit Raute im 4-1-2-1-2, wobei Seferovic und Castaignos sehr breit agierten, wodurch Raum für Meier im Zentrum entstand, in den er immer wieder versuchte zu stoßen.
  • Vor allem über Rechts waren die Gladbach in der Anfangsphase sehr aktiv. Oczipka bekam Traore zunächst überhaupt nicht in den Griff. Nach dem Ausgleich fing sich der Linksverteidiger und machte seine Seite dicht.
  • Der Eintracht fehlte in der Offensive der Punch, um die Gladbacher wirklich zu gefährden. Am Ende gab man sich dann auf und ging gnadenlos unter.

Eintracht Frankfurt - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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