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Fussball

Zwei Joker retten die Wölfe

Samstag, 19.09.2015 | 17:24 Uhr
Bas Dost traf nach seiner Einwechslung doppelt und sicherte den Wölfe-Dreier
© Getty

Der VfL Wolfsburg hat am 5. Spieltag einen verdienten Erfolg gegen Hertha BSC gefeiert und den Kontakt zum Spitzenduo gehalten. Dank eines Doppelpacks des eingewechselten von Bas Dost siegten die Wölfe mit 2:0 (0:0).

Die 30.000 Zuschauer in der ausverkauften Volkswagen Arena sahen eine torlose erste Hälfte, ehe ein starker Spielzug über den eingewechselten Maxi Arnold zum verdienten 1:0 für die Hausherren durch Dost führte (78.).

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Für die Hertha gab es zwei weitere Rückschläge: Noch vor Anpfiff der zweiten Halbzeit musste Pal Dardai zweimal verletzungsbedingt tauschen. Sebastian Langkamp (43.) musste ebenso verletzt raus wie Thomas Kraft, der nach einem Zusammenprall mit Naldo kurz vor der Pause mit einer Schulterverletzung in der Kabine blieb. Beide mussten zu weiteren Untersuchungen direkt ins Krankenhaus.

Mit elf Punkten liegen die Wölfe jetzt auf Rang drei hinter Bayern (15) und Dortmund (12). Die Hertha bleibt mit sieben Zählern auf Rang zehn im Tabellenmittelfeld.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Wölfe-Coach Dieter Hecking stellt den VfL nach dem erfolgreichem Champions-League-Auftakt gegen ZSKA Moskau (1:0) auf drei Positionen um. Luiz Gustavo und Rodriguez fehlen im Kader,dafür dürfen Guilavogui und Schäfer von Beginn an ran. Im Angriff bekommt Bendtner den Vorzug vor Dost.

Auf Seiten der Hertha gibt's zwei Änderungen im Vergleich zum 2:1 gegen Stuttgart. Der wieder fitte Weiser beginnt rechts hinten, Cigerci ersetzt eine Etage weiter vorne den verletzten Beerens. Ibisevic startet in der Spitze für Kalou.

8.: Verrückte Szene im Berliner Strafraum! Kraft will sich nach einem Rückpass spielerisch befreien und wird beim Abschlag von Bendtner gestört. Der abgeblockte Ball springt zur Seite, wo Draxler wieder auf den Lord ablegt, der die Kugel aus sieben Metern frei vor dem Hertha-Keeper über den Kasten löffelt.

16.: Caligiuri findet mit einer Flanke von rechts den mit aufgerückten Naldo. Der Verteidiger setzt einen Kopfball im Fallen hauchzart neben den rechten Pfosten!

17.: Erstes Lebenszeichen der Hertha: Ibisevic legt eine Flanke am Sechzehner mit dem Kopf zurück, Haraguchi zieht nach einer guten Brustannahme aus 18 Metern ab - doch Benaglio klärt zur Ecke! Nach selbiger muss der Schweizer schon wieder eingreifen, nachdem es Ibisevic per Fallrückzieher probiert.

46.: Bitter für die Hertha... Nachdem bereits Langkamp verletzt raus musste, bleibt auch Keeper Kraft mit Schulterproblemen in Folge eines Zusammenpralls mit Naldo in der Kabine. Jarstein kommt zur zweiten Hälfte.

64.: Ui, eine Torchance! Arnold semmelt im Sechzhner über die Kugel, doch Caligiuri kommt noch ran und versucht's aus zwölf Metern mit Gewalt. Jarstein wehrt nach vorne ab!

65.: Wahnsinnsparade! Draxler kommt nach einer gefühlvollen Flanke acht Meter vor dem Kasten frei zum Kopfball, scheitert aber an der brutalen Reaktion von Jarstein.

76., 1:0, Dost: Jetzt ist es passiert: Arnold mit einem wunderbaren Chip in den Strafraum, wo plötzlich drei Wölfe frei vor Jarstein auftauchen. Caligiuri legt rüber zum eingewechselten Dost, der ins leere Tor einschiebt.

88., 2:0, Dost: Lustenberger legt Draxler nach einer schönen Körpertäuschung - klare Kiste. Dost läuft an, schickt Jarstein nach rechts und zimmer das Ding in die Mitte.

Fazit: Verdienter Sieg der Wölfe, die mit viel Geduld und Energie gegen einen zähen Gegner die Oberhand behalten. Die Hertha macht zu wenig, hat aber Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen.

Der Star des Spiels: Maxi Arnold brachte nach seiner Einwechslung die Wende in das dröge Wolfsburger Spiel. Vorne mit vielen Ideen und guten Bällen an die Mitspieler, nach hinten fleißig und stark in den Zweikämpfen. Leitete das 1:0 herrlich ein und krönte seinen Sahnetag.

Der Flop des Spiels: Andre Schürrle mit dem nächsten bescheidenen Auftritt. Hatte nach Bendtner die wenigsten Ballkontakte der Wolfsburger Startelfspieler, gewann nicht einmal ei Drittel seiner Zweikämpfe und war in der offensive an keiner gefährlichen Aktion beteiligt. Bitter: Musste nach 61 Minuten raus - ausgerechnet für den Matchwinner.

Der Schiedsrichter: Günter Perl mit einer schlechten Vorstellung. Leistete sich gleich drei gravierende Fehler. Bei den Duellen Stark gegen Draxler (54.), Dante gegen Weiser (57.) und Naldo gegen Ibisevic (68.) hätte der Unparteiische jeweils auf Elfmeter entscheiden müssen.

Das fiel auf:

  • Die Hertha startete offensiv verhalten in die Partie, machte den Wölfen mit ihrer variablen Pressingreihe und einer Zweikampfquote von fast 60 Prozent im ersten Durchgang das Leben schwer.
  • Nachdem der Anfangsdruck der Wölfe überstanden war, suchten die Hauptstädter immer wieder mit simplen und schnellen Angriffen den Weg in die Spitze.
  • Beide Teams machten die Mitte dicht und wurden so immer wieder zu Angriffen über die Außen gezwungen. Die Berliner hatten dabei vor allem mit dem starken Duo Caligiuri und Träsch auf der rechten Seite der Wölfe immer wieder Probleme.
  • Nach zwanzig fürchterlich zähen Minuten nach Wiederanpfiff nahm die Partie doch wieder Fahrt auf, was auf Seiten der Wölfe vor allem an der Hereinnahme von Maxi Arnold lag, der den erneut schwachen Schürrle ersetzte.

Wolfsburg - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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