wird geladen

Bundesliga - 31. Spieltag

Lasogga stößt Bremen an den Abgrund

Freitag, 22.04.2016 | 21:58 Uhr
Pierre-Michel Lasogga sorgte mit einem Doppelpack schnell für klare Verhältnisse
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
2. Liga
Fr21:00
Die Highlights des Freitagsspiels
Primera División
Live
Leganes -
Alaves
First Division A
Live
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Am 31. Spieltag der Bundesliga landet der Hamburger SV im Nordderby gegen den SV Werder Bremen mit 2:1 (2:0) einen wichtigen Dreier. Für die Elf von Viktor Skripnik wird es immer schwieriger.

Vor 57.000 Zuschauern im Volksparkstadion erzielte Pierre-Michel Lasogga (5.) die frühe Führung für den HSV. Er beendete damit eine persönliche Torflaute von 666 Minuten. Noch in der ersten Halbzeit legte Lasogga (32.) zu seinem sechsten Bundesliga-Doppelpack nach.

Anthony Ujah (65.) gelang nach seiner Einwechslung der Anschlusstreffer. Lasogga und Gregoritsch sahen ihre 5. Gelbe Karte und fehlen damit gegen Mainz. Hamburg macht mit dem Dreier einen ganz großen Schritt heraus aus dem Abstiegskampf, während Bremen immer tiefer rutscht und nun auf dem Relegationsplatz steht.

Die Reaktionen:

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Wir waren in einer doofen Situation. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, was wir können. In der zweiten Hälfte haben wir dann aber wieder unser anderes Gesicht gezeigt. Für uns war das ein unglaublicher Schritt, den wir gemacht haben. Bremen hat uns das Leben aber sehr schwer gemacht."

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "In der zweiten Halbzeit habe ich nur eine grün-weiße Mannschaft gesehen. Was genau in der ersten Halbzeit war, weiß ich auch nicht. So ist Fußball. Wir hatten Chancen für zwei, drei Spiele, machen aber die Tore nicht."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bruno Labbadia verändert seine Mannschaft nach der 0:3-Pleite gegen den BVB auf vier Positionen. Adler (Rotsperre), Ekdal (Zerrung) müssen raus, Cleber und Kacar setzt der Coach freiwillig auf die Bank. Dafür spielen Drobny, Djourou, Jung und Gregoritsch in der Startelf.

Viktor Skripnik setzt nach dem 0:2 gegen die Bayern im Pokal auf die gleiche Elf. Einzig eine Änderung nimmt er vor, lässt Sternberg draußen und bringt Garcia auf der linken Seite.

5., 1:0, Lasogga: Müller geht auf rechts auf und davon und legt flach in die Mitte hinein. Dort kann sich Lasogga am langen Pfosten freistellen und ins leere Tor einschieben.

22.: Lasogga verlängert einen Einwurf in den Lauf von Müller, der aber dieses Mal niemanden in der Mitte findet. So zieht er selbst ab und verfehlt das Ziel deutlich.

24.: Hamburgs Abwehr steht nicht gut, Bartels schickt Grillitsch frei auf die Reise. Dieser lässt sich im Strafraum Zeit, Drobny wehrt im Herauskommen mit dem Fuß ab.

30.: Ilicevic mit einer tollen Flanke von der linken Seite, die Gregoritsch mit Zug aufs Tor bekommt. Wiedwald mit einer ganz wichtigen Parade.

32., 2:0, Lasogga: Diesmal aber. Wieder Flanke von links, Ostrzolek bringt den Ball auf den Schädel von Lasogga. Der tut das, was er am besten kann: Reinköpfen.

55.: Djourou legt Pizarro im Strafraum, der Gefoulte schießt selbst. Schießen ist allerdings relativ, Drobny hat den Rückpass von Pizarro sicher.

61.: Kacar geht nach Ball von Holtby in den Strafraum und hält drauf. Wiedwald lässt nach vorne abprallen und räumt im Nachgreifen Lasogga die Beine weg. Gräfe lässt weiterspielen.

65., 2:1, Ujah: Djilobodji bringt eine Kopfballabwehr wieder in den HSV-Strafraum. Ujah braucht dort zwei Versuche, um den Ball an Drobny vorbeizubekommen, erzielt aber letztlich doch den Anschlusstreffer.

66.: Direkt die Chance zum Ausgleich. Langer Ball, Brustannahme Ujah. Drobny wehrt irgendwie im Fallen noch ab und ist anschließend fuchsteufelswild.

90+4.: Das wäre es gewesen, Pizarros Kopfball aus kurzer Distanz fliegt aber haarscharf am rechten Pfosten vorbei.

Fazit: Eine katastrophale erste Bremer Halbzeit brachte Hamburg doppelt in Führung. Werder hielt ab dem Seitenwechsel dagegen und hätte sich das 2:2 gegen Ende hin verdient gehabt.

Der Star des Spiels: Jaroslav Drobny ist angesichts der zwei Tore von Lasogga vielleicht nicht die naheliegendste Wahl. Der Torhüter war aber stets zur Stelle, zeigte tolle Paraden und war sogar an beiden Toren über Umwege beteiligt. Der gehaltene Elfmeter gegen Pizarro war schließlich ausschlaggebend.

Der Flop des Spiels: Claudio Pizarro ließ immer wieder seine technische Klasse aufblitzen, schaffte es aber nicht, dies in Zählbares umzumünzen. Übernahm Verantwortung beim Elfmeter, scheiterte dann aber kläglich. Sein Treffer wäre dabei so wichtig für Bremen gewesen.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe hatte bei weitem keine leichte Partie zu leiten. Das Schiedsrichtergespann erkannte allerdings die meisten Fouls und lag auch bei den persönlichen Entscheidungen richtig. Die Elfmeterentscheidung war korrekt, ebenso wie gegen Elfmeter zu entscheiden, als Wiedwald in die Beine von Lasogga sprang. Fritz hätte sich kurz vor Schluss nicht über einen Pfiff gegen sich beschweren dürfen.

Das fiel auf:

  • Bremen versuchte es einmal mehr mit frühem Attackieren, bekam aber gegen die schnell vertikal spielenden Hamburger keinen Zugriff. Dies spiegelte sich nicht nur in den Durchbrüchen der Gastgeber, sondern auch in vielen Fouls wider.
  • Der HSV spielte schnell mit ein, zwei Ballkontakten über die Flügel nach vorne und wusste dabei besonders Lasogga gut einzusetzen. Der Mittelstürmer nahm die Anspiele an, schirmte sie ab und leitete sie anschließend weiter, um selbst wieder in den Strafraum zu eilen.
  • Bremens Flügelspieler eilten im eigenen Ballbesitz sehr schnell und oft unabgestimmt nach vorne. So wurden beide mehrfach zu hoch erwischt und mussten im Vollsprint zurück. Das ging mehrfach schief, zweimal bestrafte der HSV das schwache Stellungsspiel direkt. Durch die freien Flügel rückten entweder Verteidiger heraus und gaben die Mitte auf oder mussten eine akkurate, weil ohne Zeitdruck geschlagene, Flanke verteidigen.
  • Werder versuchte den Spielaufbau Hamburgs zu stören, scheiterte daran allerdings mehrfach. Junuzovic und Pizarro bekamen Holtby nicht aus dem Spiel, vielmehr zog der HSV die Bremer sogar auseinander und eröffnete so Räume vor der Innenverteidigung. Diese stopfte Djilobodji mit aggressivem Herausrücken, fehlte dann aber auch in letzter Linie.
  • Bremens Mannschaft wirkte verunsichert, das sah unter der Woche gegen die Bayern noch ganz anders aus. Die Spieler wirkten teilweise, als würden sie dem Anspiel aus dem Weg gehen wollen, ließen Gegenspieler und Laufwege lieber ihren Teamkollegen, als selbst zu übernehmen. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, jede Chance tat dem Selbstbewusstsein sichtlich gut.
  • Mit der Einwechslung Kacars für Müller musste Holtby weiter nach vorne. Das kostete Hamburg an Verbindungen im Spielaufbau, Bremen kontrollierte die Partie besser, während der HSV unsicherer im ersten Drittel agierte und die langen Bälle auf Lasogga nicht mehr mit der gleichen Ruhe vorbereitete.

Hamburg - Bremen: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung