wird geladen

Unruhe nach Schalker 0:3 in Ingolstadt

Jens Keller hatte Recht

Samstag, 02.04.2016 | 22:33 Uhr
Die Schalker Mannschaft verlor in Ingolstadt nach dem Rückstand per Elfmeter völlig den Faden
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Der Härtetest für den FC Bayern München
Superliga
SoLive
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes

Der FC Schalke 04 präsentiert sich nach gutem Beginn in Ingolstadt völlig indisponiert und bekommt dafür die Quittung. Das 0:3 ist mehr als nur eine mahnende Watschn, Spieler und Beteiligte bestätigen vielmehr einen heftigen K.o.-Schlag. Jens Keller ahnte das schon vor Monaten.

Dass man dem Erzrivalen endgültig die Champions-League-Teilnahme für die kommende Saison gesichert hat, war am Samstag das geringste Übel auf Schalke. Der BVB musste für sein Glück nicht einmal aktiv mitwirken, schon vor Anpfiff des Topspiels gegen Werder Bremen (3:2) hatten die Knappen ihr Geschenk in den schwarz-gelben Teil des Ruhrgebiets geschickt.

Grund, sich für irgendetwas zu rühmen, gab es aufseiten von S04 daher nicht, nicht einmal im Geringsten: Durch eine lange Zeit indisponierte Leistung ermöglichten die Gäste Aufsteiger Ingolstadt dessen höchsten Bundesliga-Sieg der Geschichte.

Nach nun 28 Spieltagen hat Schalke nur drei Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison unter Roberto Di Matteo, mit dessen Statistik man in Gelsenkirchen so gar nicht zufrieden war. Noch dazu: Schalke steht sogar einen Platz schlechter da als im Vorjahr. Siegt Gladbach am Sonntag gegen die Hertha, rutscht man sogar gänzlich aus den internationalen Rängen.

"Wir haben alles vermissen lassen"

"Nach dem Elfmeter haben wir alles vermissen lassen: Biss, Herz, Einstellung zum Spiel. Ingolstadt hat es uns vorgelebt", kritisierte Andre Breitenreiter nach der Partie: "Man muss in jedem Spiel an die Grenzen gehen, alles einbringen, das ist uns nicht gelungen", so der Schalke-Trainer weiter.

Breitenreiter traf das optische Empfinden der Zuschauer mit seiner Aussage auf den Punkt. Gleichzeitig müssen er und seine Spieler sich aber hinterfragen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. "Der Elfmeter war der Knackpunkt. Danach war das Spiel eine riesige Enttäuschung", versuchte sich der S04-Coach in einer kurzen Erklärung.

Auch das stimmte. Schalke spielte bis zum 0:1, das Junior Caicara ungestüm verschuldete, einen überraschend abwartenden Konterfußball, der dank Leroy Sane aber immer wieder gefährlich wurde, wenn es schnell ging. Das Warum beantwortete Breitenreiter aber noch immer nicht. Denn sein Team brach nach dem Rückstand völlig ein und brachte den FCI anschließend nicht mehr in Bedrängnis.

Überhitzen intern die Gemüter?

Der Verein ist wieder an einem Punkt, an dem man aufpassen muss, dass die Gemüter intern nicht überhitzen. Bestes Beispiel dafür ist Keeper Ralf Fährmann, der nach dem Spiel ungewohnt deutlich wurde: "Es war ein schlechtes Spiel und einfach nur Käse von uns. Wir sind einfach noch nicht so weit, um ganz oben anzugreifen. Platz vier war von Anfang an pure Träumerei."

Was der eigene Anspruch eigentlich ist, darüber herrschte auf königsblauer Seite wenig Übereinstimmung: "Ein internationaler Platz muss das Ziel sein", befand Fährmann, Breitenreiter dagegen wollte sich nicht auf eine Platzierung festlegen: "Wir haben noch sechs Spiele vor der Brust", sagte der Trainer lediglich.

Die Fußballwelt im Netz auf einen Blick - Jetzt auf LigaInsider checken!

Und im nächsten kommt ausgerechnet der BVB zum Derby vorbei. Ob das Fluch oder Segen ist, wollte am Samstag noch niemand beantworten. "Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war ein Rückschlag. Leider war das nicht das erste Mal in dieser Saison", konstatierte Breitenreiter, ehe er Dortmund doch noch einmal thematisierte: "Im Derby kann man ganz viel positive Stimmung zurückgewinnen, aber der Gegner hat - bei allem Respekt vor Ingolstadt - ein ganz anderes Kaliber."

Keller hatte Recht

"Wir mussten uns nach dem Schlusspfiff einiges anhören", berichtete Dennis Aogo vom Zusammentreffen mit den eigenen Fans: "Wir sind untergegangen, was in dieser entscheidenden Phase der Saison unfassbar bitter ist. Es ist völlig nachvollziehbar, dass unsere Anhänger sauer sind."

Schalke und die eigenen Ansprüche - eine neverending Story. Nachdem Horst Heldt mit der Personalie Di Matteo unglücklich gelegen hatte, schien mit Breitenreiter zum Anfang der Saison tatsächlich Ruhe einzukehren.

Doch schon im Oktober warnte der ebenfalls bei den Knappen geschasste Ex-Coach Jens Keller im SPOX-Interview: "Lassen Sie uns noch einmal nach der Vorrunde oder gegen Ende der Saison darüber sprechen. Dann kann man sehen, wie ruhig es ist und ob sich eine gewisse Konstanz eingestellt hat."

Keller hat mit seiner Aussage Recht behalten. Die Konstanz sucht man auf Schalke nach dem 28. Spieltag weiter vergebens, zudem ist man wieder weiter davon entfernt, von Ruhe zu sprechen. "Glück auf, der Steiger kommt", heißt es im emotionalen Steigerlied, das stets bei Schalker Heimspielen ertönt. Bei S04 wäre man froh, wenn das in Bezug auf Tabelle und Stimmung auch mal wieder dauerhaft Gültigkeit hätte.

Ingolstadt - Schalke: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung