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Dahoud entscheidet rheinisches Derby

Samstag, 20.02.2016 | 17:22 Uhr
Mahmoud Dahoud schoss das Tor des Tages im Derby gegen Köln
© getty
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Borussia Mönchengladbach hat das rheinische Derby gegen den 1. FC Köln am 22. Spieltag der Bundesliga mit 1:0 (1:0) gewonnen. Damit unterstreichen die Fohlen ihre Ambitionen auf die internationalen Plätze.

Vor 52.226 Zuschauern im Borussia-Park brachte Mahmoud Dahoud die Borussia früh in Führung (9.). Vor allem nach der Pause ließen beide Mannschaften jedoch mehrere Großchancen aus.

Große Teile der Ultra-Gruppierungen beider Vereine blieben dem Spiel aus Protest gegen die Personalisierung und Kontingentierung der Tickets fern.

Kölns Marcel Hartel feierte sein Bundesliga-Debüt. Lars Stindl wird Gladbach im nächsten Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlen.

Die Reaktionen:

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Man hat von Anfang an gesehen, was wir uns vorgenommen haben. Es war ein rassiges, sehr emotionales Spiel. Wir haben mit viel Leidenschaft verteidigt."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind ein wenig enttäuscht. In den ersten 45 Minuten waren wir nicht richtig im Spiel. Dafür wurden wir bestraft. Danach waren wir besser im Spiel. Aber wenn man 45 Minuten so auftritt, dann ist es klar, dass man keine Punkte mitnimmt."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Schubert wechselt sein Team im Vergleich zur 2:3-Niederlage in Hamburg nur auf einer Position: Elvedi ersetzt den angeschlagenen Hinteregger. Der Schweizer startet rechts hinten, Nordtveit rückt dafür in die Innenverteidigung.

Aufseiten der Kölner gibt es im Vergleich zum 3:1-Sieg über Frankfurt drei Änderungen: Osako, Lehmann und Olkowski sind von Anfang an mit dabei, dafür weichen Mavraj, der gelbgesperrte Risse und der verletzte Zoller.

9.: 1:0, Dahoud: Drei Kölner orientieren sich am Strafraumeck zum ballführenden Raffael, der die Kugel ins Zentrum zu Dahoud spielt, für den sich keiner verantwortlich fühlt. Dahoud zieht unbedrängt in den Strafraum und schließt mit dem Außenrist ins rechte Eck ab.

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36.: Elvedi setzt sich auf der rechten Seite stark durch und ermöglicht der Borussia eine vielversprechende Kontermöglichkeit. Stindl und Raffael spielen die Situation am Strafraum aber schlecht aus. Trotzdem kommt auf Höhe des langen Pfostens Hazard an den Ball, dessen Schlenzer aber knapp am Tor vorbeigeht.

42.: Riesenchance für Gladbach! Raffael bringt einen Freistoß vom linken Flügel scharf in Richtung Tor, Nordtveit ist mit dem Scheitel noch dran und lenkt ihn auf den Kasten. Horn steht richtig und kann die Kugel aus kürzester Distanz irgendwie mit dem Fuß abwehren, Modeste klärt zur Ecke.

43.: Bei der anschließenden Ecke verschätzt sich Horn, sodass Xhaka am langen Pfosten zum Kopfball kommt. Der Schweizer drückt den Ball aber rechts am Kölner Tor vorbei.

53.: Hazard setzt sich rechts im Laufduell mit Heintz überragend durch und lässt den Kölner dann noch ins Leere laufen. Er legt ab auf Stindl, dessen Schuss aus dem Rückraum Horn zur Seite abwehrt.

54.: Xhaka hat im Zweikampf mit Jojic Glück und plötzlich freie Schussbahn. Sein Versuch aus gut 20 Metern geht ganz knapp am rechten Pfosten vorbei.

58.: Doppelter Jojic! Erst haut der eingewechselte Serbe aus gut 25 Metern drauf, Sommer kann nur abklatschen lassen. Jojic bekommt die Kugel wieder und schließt erneut ab. Diesmal hat ihn Sommer sicher.

62.: Jetzt ist Köln am Drücker. Jojic zieht vom rechten Strafraumeck in die Mitte und schließt mit links ab. Sommer muss sich ganz lang machen, um zur Ecke zu klären.

79.: Hector legt 20 Meter vor dem Kasten auf Lehmann ab, der direkt abzieht. Sommer kann den Strahl gerade noch aus dem Winkel holen.

80.: Den anschließenden Eckball köpft Modeste aufs Tor. Sommer ist schon geschlagen, doch Stindl kann glücklich auf der Linie klären!

Fazit: Verdienter, aber auch glücklicher Gladbacher Sieg in einem letztlich doch sehr zerfahrenen und umkämpften Spiel.

Der Star des Spiels: Oscar Wendt. Unermüdlich auf der linken Seite, trieb das Spiel nach vorne an und war vor allem defensiv der Matchwinner. Vereitelte mehrere Großchancen bärenstark, hatte fast immer ein Bein dazwischen, wenn die Kölner gefährlich zum Abschluss kamen. Auch stark: Thorgan Hazard.

Der Flop des Spiels: Yuya Osako. Hatte wenig mit dem Spiel zu tun, Stögers Auswechslung war in jeder Hinsicht nachvollziehbar. Kam in der ersten Halbzeit gerade einmal auf 17 Ballaktionen, gewann zudem nur etwa jeden dritten Zweikampf. Überhaupt nicht präsent, zudem mit schlechten Laufwegen.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher. Behielt in einer phasenweise hitzigen Partie stets die Ruhe und entschied in strittigen Situationen immer richtig. Die Gelben Karten gegen Stindl und Maroh für deren Auseinandersetzung direkt nach der Pause gingen in Ordnung und kamen zum richtigen Zeitpunkt.

Das fiel auf:

  • Gladbach versuchte von Beginn an, das Spiel weitestgehend in die Kölner Hälfte zu verlagern. Bei eigenem Ballbesitz schoben die Außenverteidiger Wendt und Elvedi sehr hoch, der Spielaufbau lief meistens über die zentralen Nordtveit und Christensen. In der Defensive formierte sich ein 4-3-1-2, das die Gäste sehr offensiv presste.
  • Die Spielidee der Fohlen war schnell erkennbar: Über das Zentrum sollten Xhaka, Stindl und Dahoud den Ball schnell vertikal in die Spitze tragen, über außen kam fast gar nichts. Trotzdem schaffte es Köln oftmals nicht, diesen Ballweg zu unterbinden, da das FC-Spiel gegen den Ball nicht so kompakt war wie häufig in den letzten Wochen.
  • Köln versuchte sich oft mit langen Bällen in die Spitze vom Gladbacher Druck zu befreien - ein Mittel, das keinen Erfolg brachte. Modeste war häufig auf sich alleine gestellt und konnte die teils unsauber gespielten Bälle nur selten festmachen.
  • Nach der Pause nahm die Partie noch einmal an Tempo zu, beide Teams schalteten offensiv viel schneller und zielstrebiger um - was meist allerdings erst durch Schlampigkeiten der verteidigenden Mannschaft ermöglicht wurde.
  • Mit Jojic brachte Stöger mehr Bewegung und vor allem mehr Torgefahr ins Spiel. Die Kölner trauten sich offensiv mehr zu, was auch am agilen Einwechselspieler lag. Mit dem höheren Druck hatte Gladbach offensichtliche Probleme. Das Mittelfeld rückte zu langsam zurück und die Abwehr-Viererkette wies ein ums andere Mal Lücken auf.

Gladbach - Köln: Die Statistik zum Spiel

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