wird geladen

Bundesliga - 22. Spieltag

Selbst die Frauen sind machtlos

Samstag, 20.02.2016 | 22:00 Uhr
Thomas Müller (2.v.r.) erzielte gegen Darmstadt seine Saisontore 16 und 17
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Thomas Müller zeigte beim 3:1-Sieg des FC Bayern München gegen Darmstadt 98 einmal mehr, warum es auf der Welt nur einen Thomas Müller geben kann. Generell scheint die gesamte Bayern-Offensive rechtzeitig zur Crunchtime in Fahrt zu kommen.

Karl-Heinz Rummenigge gewährte nach dem Spiel Einblicke in die Bayern-Kabine. "Thomas Müller hat einige Kratzer an der linken Schulter. Wie von einer Frau, mit der er was auch immer angestellt hat", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Was Rummenigge augenscheinlich mit erotischen, etwaig auch ekstatischen Abenteuern verbindet, war das Andenken eifriger 98-Verteidiger für einen Spieler, dem es immer wieder aufs Neue gelingt, sich selbst, seine Mitspieler, die Gegner, Fans und Fachleute zu verblüffen.

Es kommt nicht selten vor, dass Thomas Müller etwas lange braucht, um in ein Spiel zu finden. Dann springen ihm einfache Bälle vom Fuß oder er lässt dicke Torchancen aus. Jupp Heynckes sagte einmal, dass er des Öfteren mit einer vorzeitigen Auswechslung des Bayern-Eigengewächses kokettiert habe. "Aber er hat mich dann stets eines Besseren belehrt", so der Ex-Bayern-Trainer.

Mehr als ein Phänomen

Gegen Darmstadt war wieder einer dieser typischen Müller-Tage. Kaum sichtbar in Hälfte eins, unmittelbar nach Wiederanpfiff aber voll da. Seine Ballannahme bzw. -weiterverarbeitung vor dem 1:1 war schon sehenswert. Würde man das 2:1 als Kunstwerk malen oder modellieren wollen, wäre es von unschätzbarem Wert.

"Thomas Müller ist mehr als ein Phänomen", schwärmte Matthias Sammer, ehe auch der Sportchef Intimes aus dem Heiligtum preisgab. "In der Halbzeit hat man bei ihm gespürt, einerseits die Gruppe zu führen, andererseits auch die Ruhe zu bewahren, als Vorbild voranzugehen. Es ist bei ihm inhaltlich nicht immer zu beschreiben, aber es ist außergewöhnlich gut."

Mit überschwänglichem Lob kann Müller generell nicht all zu viel anfangen. Auch diesbezüglich war das Darmstadt-Spiel erneut Müller-typisch. "Es war sicherlich ein schönes Tor zum 2:1. Aber ich will das nicht so hoch hängen. Wenn ich ein hässliches Tor mache, ist das genauso viel wert. Wir sind froh, dass wir ganz wichtige drei Punkte eingefahren haben. Dienstag in Turin müssen wir abgezockter sein, da dürfen wir nicht ganz so viele Chancen liegenlassen."

Jagd auf Grafite und Dzeko

Immerhin hat es zu drei Treffern gereicht und einmal mehr wurden diese unter Müller und Robert Lewandowski aufgeteilt. 39 Mal haben beide in der Addition in 22 Bundesligaspielen getroffen. Der Torrekord für ein Stürmer-Tandem liegt bei 54, aufgestellt von Grafite und Edin Dzeko in Wolfsburgs Meistersaison 2008/09. Bei zwölf ausstehenden Spielen sollten weitere 16 Treffer von Müller und Lewandowski für eine neue Bestmarke kein großes Problem darstellen.

Abgesehen vom FC Barcelona, bei dem sich die nicht normalen Lionel Messi, Neymar und Luis Suarez Woche für Woche austoben, hat kein europäischer Topverein derzeit Vergleichbares zu bieten. Die Vielzahl der Tore von Müller und Lewandowski ist das eine, die Art und Weise, wie sie erzielt werden, das andere.

Beide sind stark im Verwerten von Torchancen mit einem Kontakt, doch sie haben mehr drauf als nur das Fußreinhalten. Müller bereitete sich die beiden Tore gegen Darmstadt praktisch selbst vor, Lewandowski erzielte erst kürzlich im Pokal in Bochum einen Treffer, bei dem er auf die Unterstützung seiner Mitspieler nicht unbedingt angewiesen war.

Bayern-Offensive kommt in Fahrt

Rummenigge hält den Ball dennoch flach. "Man muss auch sagen, dass beide Spieler immer sehr gut eingesetzt werden. Ob von Douglas Costa, Arjen Robben oder jetzt auch wieder Franck Ribery. Das, was um Lewandowski und Müller herum passiert, ist nicht so schlecht."

Für Robben zählt ohnehin nur das Kollektiv. "Klar ist es schön für uns, wenn beide regelmäßig treffen. Aber das kann nur funktionieren, wenn wir als Mannschaft funktionieren", sagte der Niederländer.

Mit dem von Rummenigge angesprochenen Ribery hat Trainer Pep Guardiola eine weitere wertvolle Option im Angriffsspiel wieder zur Verfügung. "Ich bin froh, dass Franck sein Comeback gefeiert hat, auch wenn es noch nicht für 90 Minuten reicht. Aber er hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist", sagte der Trainer.

Robben, Ribery, Costa, Lewandowski, Müller, dazu noch Kingsley Coman und Mario Götze, der gegen Darmstadt in den Kader zurückkehrte - die Offensive des FC Bayern scheint rechtzeitig für die anstehenden, entscheidenden drei Monate so richtig in Fahrt zu kommen. Da können die Gegenspieler noch so oft zu den Waffen der Frauen greifen.

Bayern - Darmstadt: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung