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Alternative für Dortmund

Samstag, 30.01.2016 | 22:35 Uhr
Dortmunds Christian Pulisic ist der jüngste bislang eingesetzte Spieler in der Saison 2015/2016
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Der 17-jährige Christian Pulisic feierte beim 2:0-Heimsieg von Borussia Dortmund gegen den FC Ingolstadt 04 sein Profidebüt für den BVB. In seinen 22 Minuten Spielzeit deutete er an, weshalb ihn Trainer Thomas Tuchel zur ersten Mannschaft berief.

"Es war gut, dass aus unserer Unzufriedenheit kein Frust wurde", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel nach der aus Dortmunder Sicht extrem mühsamen Partie gegen den stark verteidigenden Aufsteiger aus Ingolstadt.

Dass auch nach Spielschluss weder Frust noch Unzufriedenheit im schwarzgelben Lager vorherrschten, war auch Tuchel zu verdanken. Seine frühen Einwechslungen von Moritz Leitner und Gonzalo Castro in der zweiten Halbzeit brachten Besserung, Dortmund kam ab dann häufiger durch das engmaschige FCI-Netz.

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Das lag letztlich aber auch am dritten Spieler, den der Coach in die Partie brachte. Christian Pulisic, nach den Winter-Abgängen von Jonas Hofmann und Adnan Januzaj zusammen mit Felix Passlack fest ins Training des Profiteams integriert worden, feierte sein Debüt in der Bundesliga.

"Habe sehr hart für diesen Tag gearbeitet"

Mit 17 Jahren, vier Monaten und zwölf Tagen wurde der US-Amerikaner damit zum achtjüngsten Bundesliga-Debütanten aller Zeiten, in den letzten zehn Jahren waren nur Julian Draxler und Marc Stendera früher dran. "Ich habe sehr hart für diesen Tag gearbeitet", freute sich Pulisic im Anschluss - in einwandfreiem Deutsch. Der Besuch einer deutschen Schule macht's möglich.

Der Youngster brachte gegen den FCI auf Anhieb seine Stärken zum Vorschein. Von Nervosität, erstmals vor der über 81.000 Menschen zählenden Kulisse im Dortmunder Stadion aufzulaufen, war nichts zu sehen.

Pulisic war sofort drin in der Partie, direkt aktiv, attackierte gut und bewegte sich mit und ohne Ball sehr dynamisch. Er brach vorrangig über den linken Flügel einige Male bis zur Grundlinie durch - das gelang dem BVB zuvor fast eine Stunde lang überhaupt nicht. Einzig beim finalen Pass haperte es, doch der noch etwas schmächtige 17-Jährige setzte sich mehrfach ordentlich in direkten Duellen durch und bewies gute technische Fähigkeiten. Ohne seinen starken Sprint durch das Mittelfeld in der Entstehung des 2:0 wäre dieser Treffer wohl nicht gefallen.

Tuchel vollen Lobes für Pulisic

Selbst wenn der erste Einsatz nicht so beeindruckend reibungslos verlaufen wäre, zeigt alleine die Tatsache, dass Tuchel ihn beim Stande von 0:0 in einer komplizierten Partie als letzte Option aufs Feld schickte, wie sehr Pulisic mittlerweile im Seniorenbereich angekommen ist.

Als Pulisic im Herbst des vergangenen Jahres während einer Länderspielpause die ersten Einheiten unter Tuchel absolvierte, erwies sich der Respekt gegenüber den Arrivierten noch als zu groß und hinderte ihn daran, unbeschwert und frei aufzuspielen.

Dies scheint sich nun entscheidend geändert zu haben. "Er hat den Mut aus dem Training heute auch im Spiel gezeigt", urteilte Tuchel. "Es ist eine große Freude, ihn dabei zu haben. Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen."

Dortmunder Alternative für die Flügel

Pulisic bekam von Tuchel Anfang des Monats die Einladung ins Trainingslager in Dubai und deutete dort in den Testspielen bereits an, den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen zu haben. Gegen den südkoreanischen Meister Jeonbuh Hyundai Motors erzielte er einen Treffer, vergangenen Sonntag ließ er beim Freundschaftskick gegen Union Berlin Tor Nummer zwei folgen.

Es hat den Anschein, dass Pulisic für Dortmund unter Tuchel zu einer echten Alternative geworden ist - allerdings für die Flügelpositionen. Pulisic ist nämlich als Zehner groß geworden, im 4-3-3 der amerikanischen Jugendnationalteams kam er meist als zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz.

Eine rasante Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Pulisic erst im Februar 2015 den Sprung über den Teich wagte und in die Jugendabteilung der Westfalen wechselte, nachdem er zuvor unter anderem unter seinem Vater Mark die Ausbildung innerhalb des US-amerikanischen Systems genoss.

Auch bei Klinsmann auf dem Zettel

Der Transfer war damals allerdings von einigem Gezeter begleitet, da Jugendliche laut FIFA-Statuten nicht ohne Weiteres den Kontinent wechseln dürfen. Dank der kroatischen Wurzeln seines Opas stellte man Pulisic einen kroatischen Pass aus, sodass Wechsel und Spielerlaubnis erteilt werden konnten. Theoretisch könnte Pulisic also künftig auch für die A-Nationalmannschaft Kroatiens nominiert werden.

In Dortmund angekommen schaffte er es sowohl in der U 17 als auch bei der U19 auf Anhieb zum Stammspieler und weist hervorragende Zahlen auf: Sechs Tore gelangen ihm in acht Partien für die B-Junioren, fünf in elf Spielen bei den A-Jugendlichen. Im DFB-Junioren-Pokal steuerte Pulisic fünf Tore sowie fünf Vorlagen bei. 20 Treffer stehen nach 34 Begegnungen für die U17 der USA zu Buche.

Auch beim dortigen Nationalcoach Jürgen Klinsmann ist Pulisic längst nicht mehr nur ein Name unter vielen: "Christian ist ein hochbegabtes Talent. Es ist für uns wirklich schön zu sehen, dass er gereift ist. Wir verfolgen seine Entwicklung. Es ist sehr vielversprechend, wie es gerade für Christian läuft."

"Das ist eine große Möglichkeit"

In den Staaten hält sich der Hype um den Jungspund noch in ertragbaren Grenzen. Pulisics vielversprechende Anlagen luden einige amerikanische Beobachter bereits zur Annahme ein, die USA könnten in ein paar Jahren den ersten echten Weltklassespieler in ihren Reihen wissen.

Der US-amerikanische Fußball hat nämlich seit jeher nicht besonders viele Kreativspieler auf hohem Niveau hervorgebracht, sodass schon jetzt die Augen auf Pulisic gerichtet sind. Zumal angesichts der Rücktritte langjähriger Aushängeschilder wie Landon Donovan und DaMarcus Beasley sowie des in die Jahre gekommenen Clint Dempsey der Nachschub an qualitativ hochklassigen Akteuren im Zentrum der amerikanischen Ausbildungsstrategie steht.

"Das ist eine große Möglichkeit für uns", sagte Pulisic während des Aufenthaltes in Dubai zur neuen Perspektive für Kumpel Passlack und ihn. Die Anpassung an die neue Umgebung ist Pulisic gelungen - wieder einmal, hält man sich vor Augen, welch große Herausforderung es für einen Kerl dieses Alters sein muss, sich in einem fremden Land und in einer neuen (Fußball-)Kultur zurechtzufinden.

Christian Pulisic im Steckbrief

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