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Fussball

Fehlt nur noch Peps Ja-Wort

Pep Guardiola holte mit dem FC Bayern München den 1000. Sieg in der Bundesliga
© Getty

Der Biersponsor gibt 5000 Liter frei, der Trainer begießt den 1000. Sieg in der Bundesliga mit einem Glas Rotwein. Zudem gab Arjen Robben ein gelungenes Comeback. Für den FC Bayern München gab es nach dem Sieg gegen den 1. FC Köln einiges zu feiern. Zum ganz großen Glück fehlt aber noch etwas. Die Mannschaft hat derweil eine klare Meinung, wie es weitergehen soll.

Markus Hörwick wählte eine interessante Fragestellung. Angesichts des 1000. Bundesliga-Sieges des FC Bayern München wollte der Mediendirektor des Vereins auf der Pressekonferenz nach dem Köln-Spiel vom Trainer wissen, wie stolz er sei, Trainer der Münchner zu sein.

Es hätte auch ein simples "Pep, was sagst Du zum 1000. Sieg?" oder ein ähnlich simples "Was fällt Dir spontan zum 1000. Sieg ein?" sein können. Schlauerweise verpackte Hörwick in die Frage das Signalwort Stolz in Verbindung mit Guardiolas Job. Denn darum wird sich in den nächsten Wochen viel drehen beim FC Bayern. Noch in diesem Jahr wird Guardiola den Bayern-Bossen mitteilen, ob er seinen auslaufenden Vertrag verlängern oder München nach drei Jahren im Sommer 2016 wieder verlassen wird.

"Wahnsinn, Wahnsinn, überragend"

Hörwicks Trumpf stach, Guardiola legte umgehend los: "Alle Bayern-Spieler, alle Trainer, alle Fans, alle Präsidenten, alle Mitarbeiter haben das verdient. 1000 Siege - das ist Wahnsinn, Wahnsinn, überragend. Wir Trainer wissen, wir schwer es ist, Spiele zu gewinnen. Ich bin sehr stolz auf diesen Moment, ich bin sehr stolz, Trainer von Bayern München zu sein. Dieser Verein wird immer Teil meines Lebens sein."

Wie lange das im operativen Geschäft noch so bleiben wird, wird sich demnächst klären; die Worte dürften Hörwick und den Bayern-Bossen aber durchaus gefallen haben. Und nicht zuletzt auch der Mannschaft. Die Spieler sind sich untereinander einig, dass es mit Guardiola über 2016 weitergehen soll.

"Die Meinung der Mannschaft ist klar: Dass wir gerne mit unserem Trainer zusammenarbeiten und dass er ein überragender Trainer ist. Alles andere liegt nicht in unserer Hand. Ich kann nur sagen, was die Mannschaft gerne möchte: dass der Trainer hierbleibt", sagte Philipp Lahm nach dem Spiel. Das habe der Kapitän dem Trainer so auch mitgeteilt.

Glückwünsche aus Köln

Rein sportlich helfen Spiele wie gegen Köln weiter, Guardiola zu überzeugen. Die Bayern holten vier Tage nach dem 0:2 von London einen souveränen Sieg gegen keinesfalls katastrophale, letztlich aber doch chancenlose, Kölner.

"Die Bayern waren richtig stark, wir konnten das irgendwann nicht mehr verteidigen", sagte FC-Coach Peter Stöger.

Eigentlich wollte Stöger den Bayern erst nächste Woche zum 1000. Bundesligasieg gratulieren - auf postalischem Weg. "Wir hatten ein Glückwunschschreiben aufgesetzt. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als direkt meine Glückwünsche auszusprechen", so Stöger.

Robben erhöht Qualität

Bis auf etwas Leerlauf zwischen der 10. und 30. Minute waren die Bayern klar tonangebend. "Köln ging mit einer sehr negativen Einstellung in das Spiel. Ich kann ihnen aber keinen Vorwurf machen, jedes Team darf seine eigene Taktik wählen. Wir müssen dann Lösungen finden. Selbst wenn es so eng ist wie diesmal, kriegst du deine Chancen", sagte Arjen Robben, der zwei Monate nach seinem letzten Spiel gegen Bayer Leverkusen bei seinem Comeback gleich in der Startelf stand.

"Wir brauchen diese Qualität im Eins-gegen-Eins. Arjen hat diese Qualität. Das macht es für Müller und Lewandowski in der Mitte einfacher, wenn wir uns außen durchsetzen können und die Bälle in die Mitte bringen", sagte Guardiola.

Entsprechend fielen auch die ersten beide Tore, das erste über rechts, das zweite über links. "Wir haben mit Coman und Costa Qualität im Eins-gegen-Eins dazugewonnen. Diese Qualität habe ich letzte Saison sehr vermisst, als Robben und Ribery so lange verletzt waren", so der Bayern-Coach.

Rotwein und Bier

Dass bereits am Dienstag mit dem Spiel im DFB-Pokal beim VfL Wolfsburg das nächste Highlight für den FC Bayern ansteht, interessierte den Trainer am Samstag wenig. "Heute Abend gibt es erstmal Rotwein für mich", sagte Guardiola. Hoch die Glsäer auf Nummer 1000.

Der Biersponsor des Klubs wollte da in nichts nachstehen und gab mal eben 5000 Liter Bier frei. Zudem durfte nach dem Spiel in den Bayern-Fanshops rund ums Stadion zu zehn Prozent vergünstigten Preisen eingekauft werden.

Die Bayern haben sich ins Zeug gelegt, damit jeder was vom 1000. Bundesligasieg hat. Sie werden es wieder tun, sollte Guardiola bis Weihnachten sein sehnlich gewünschtes Ja-Wort geben.

Bayern - Köln: Daten zum Spiel

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