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"Haben gesehen, dass wir besser sind"

Dienstag, 24.05.2016 | 10:00 Uhr
Alex Meier hat mit der SGE den Klassenerhalt geschafft
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Dank eines 1:0-Sieges im Relegationsrückspiel beim 1. FC Nürnberg bleibt Eintracht Frankfurt der Bundesliga erhalten. SGE-Kapitän Alexander Meier sprach nach dem Spiel über die Mutmacher vor der Partie, die Bedeutung des Klassenerhalts und grenzwertige Zeitspielerei.

Frage: Herr Meier, Eintracht Frankfurt hat die Klasse gehalten und spielt auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Wie groß ist die Last, die von Ihnen abfällt?

Alexander Meier: Die ist schon riesig, das muss ich zugeben. Im Moment bin ich aber einfach nur erleichtert, dass es vorbei ist. Das gesamte Team ist überglücklich. Jetzt gilt es, den Augenblick zu genießen. Denn dafür haben wir gekämpft und jeder Einzelne hat es sich absolut verdient.

Frage: Geht jetzt die Party erst richtig los oder fehlt nach den kräftezehrenden Wochen vielleicht sogar die Kraft, noch ordentlich zu feiern?

Meier: Ich weiß gar nicht, ob noch irgendwas geplant ist. Ich war nur ganz kurz in der Kabine und lasse mich da erst mal überraschen. (lacht)

Frage: Können Sie jetzt schon in Worte fassen, was der Klassenerhalt bedeutet?

Meier: Das Wichtigste ist ganz einfach, dass wir auch in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga spielen werden. Wir haben nach einer nicht wirklich guten Saison gerade noch einmal die Kurve bekommen. Aber das ist jetzt erstmal zweitrangig. Wir haben den Klassenerhalt geschafft!

Frage: Gegen Bremen am letzten Spieltag gab es in der letzten Minute noch den bitteren Nackenschlag. War es schwer, sich nach diesem Schock nochmal aufzuraffen und sich auf dieses Spiel vorzubereiten?

Meier: Natürlich war das Team nach dem Spiel ein oder zwei Tage niedergeschlagen. Aber dann muss man sich eben auch zusammenreißen. Da bleibt also gar nicht viel Zeit, um über das Geschehene nachzudenken.

Frage: Spukte Ihnen in der Schlussphase heute dennoch der Last-Minute-K.o. im Hinterkopf herum?

Meier: Nein, überhaupt nicht. Heute wäre ein spätes Gegentor ja auch gar nicht so schlimm gewesen. Dann hätte es halt Verlängerung gegeben.

Frage: Von Nürnberg kam im Hinspiel bereits wenig. Haben Sie aus dieser schwachen Leistung Hoffnung geschöpft?

Meier: Eigentlich hat uns unsere eigene Leistung vielmehr gepusht. Wir haben gesehen, dass wir besser sind und das Spiel dominiert haben. Wir wussten deshalb recht gut, was uns hier erwartet.

Frage: Dennoch musste das Team ein Tor erzielen. War der Druck dadurch heute noch größer?

Meier: Da denkt man im Spiel eigentlich gar nicht dran. Man ist darauf fokussiert, eine gute Partie abzuliefern. Das ist uns heute gut gelungen. Wir waren wie schon im Hinspiel extrem überlegen und wenn man dann beide Spiele anschaut, war unser Sieg sicherlich auch verdient.

Frage: Zur Pause stand es immer noch 0:0 und die SGE war mit einem Bein in der 2. Liga. Wie war die Halbzeitansprache des Trainers?

Meier: Er hat bereits vor dem Spiel angedeutet, dass es wieder lange Zeit 0:0 stehen kann und es ein Geduldsspiel wird. Der Coach war aber mit unserer Spielweise durchaus zufrieden. Deshalb hat er uns mit auf den Weg gegeben, dass wir einfach so weitermachen sollen wie bisher. Irgendwann werde sich dann schon die Chance ergeben. Und so kam es ja dann auch.

Frage: Die Stimmung im Stadion war extrem aufgeheizt und auf dem Rasen sind oft Spieler aneinander geraten. Kann man von einem unfairen Spiel reden?

Meier: Es gab keine wirklich fiesen Fouls. Aber diese Zeitspielerei auf beiden Seiten war schon grenzwertig. Damit schadet man sich immer nur selber. Aber das gehört bei solchen Spielen vermutlich dazu.

Frage: Ab welchem Zeitpunkt waren Sie sich sicher, dass die Eintracht in der Liga bleibt?

Meier: Nach dem Schlusspfiff. (lacht)

Nürnberg - Frankfurt: Die Statistik zum Spiel

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