wird geladen

Bundesliga - Relegation, Rückspiel

SGE bleibt dank Seferovic erstklassig

Montag, 23.05.2016 | 22:34 Uhr
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Eintracht Frankfurt spielt auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Die Hessen setzten sich im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) durch und sicherten sich somit den Klassenerhalt.

Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Grundig Stadion erzielte Haris Seferovic in der 66. Spielminute das einzige Tor des Tages. Der Sieg war aus Eintracht-Sicht nach dem 1:1 im Hinspiel dringend nötig.

Wie in 13 von 18 Vergleichen seit 1982 behielt mit den Hessen der Erstligist im Relegationsduell die Oberhand. In den letzten sieben Jahren war der Klub aus dem Oberhaus gar sechs Mal erfolgreich.

Die Reaktionen:

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Gott sei Dank sind wir noch in der 1. Liga. Das ist unter dem Strich verdient. Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, aber ich habe Mitgefühl mit den Nürnbergern. Es wäre aber tragisch gewesen, wenn wir es nicht geschafft hätten. Mit dem Tor haben wir die gesamte Saison vergessen gemacht."

Rene Weiler (Trainer 1. FC Nürnberg): "Ich gratuliere der Eintracht. Es hat jeder gesehen, wir waren in zwei Spielen unterlegen, wir haben uns kaum Torchancen erspielt. Im ersten Moment überwiegt natürlich die Enttäuschung, mit etwas Abstand werden wir sehen, dass auch wir Großartiges geleistet haben. Wir werden leider neue Anläufe nehmen müssen. Über die beiden Spiele müssen wir nicht groß diskutieren, da waren wir einfach die schlechtere Mannschaft."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei den Nürnbergern bleibt alles beim Alten. Coach Weiler vertraut der Elf, die am vergangenen Donnerstag in Frankfurt 1:1 spielte.

Eintracht-Trainer Niko Kovac hingegen verändert seine Startelf gleich auf drei Positionen. Für Meier (Bank), Aigner (Bank) und Russ (gesperrt) starten Ben-Hatira, Stendera und Zambrano.

10.: Am gegnerischen Strafraum geht Stendera in den Zweikampf mit Sepsi und verletzt sich dabei böse am linken Knie - Verdacht auf Kreuzbandriss. Für ihn geht es nicht weiter. Fabian kommt.

12.: Burgstaller bringt den Ball flach von links ins Strafraumzentrum. Füllkrug erwischt die Hereingabe nicht, dafür aber Kerk. Aus 13 Metern und in Rücklage setzt der Flügelspieler die Kugel aber über das Tor. Abstoß.

44.: Raphael Schäfer faustet den Ball an der Fünferlinie stehend nach einem wuchtigen Distanzschuss von Huszti aus der Gefahrenzone.

45.: Wieder ist Schäfer da: Einen Kopfball von Ben-Hatira aus spitzem Winkel faustet er mehr nach vorne als zur Seite weg, dann sind seine Mitspieler da und hauen die Kugel aus dem Strafraum.

50.: Nürnberg blockt einen Freistoß der Gäste zunächst mal aus dem eigenen Strafraum ab, aber dann bekommt Marco Fabian die Nachschusschance. Der Ball, aus der Drehung mit rechts abgefeuert, fliegt ein, zwei Meter rechts am Tor vorbei.

66., 0:1, Seferovic: Hinspiel-Torschütze Gacinovic dribbelt sich über die linke Seite an Bulthuis & Co. bis an die Grundlinie und in den Strafraum hinein. Sein Zuspiel an Margreitter vorbei landet bei Seferovic. Der Stürmer muss im Fünfer nur noch den Fuß hinhalten.

Fazit: Ähnlich wie im Hinspiel hatte Frankfurt deutlich mehr vom Spiel, knackte den FCN-Abwehrriegel allerdings erst spät. Nürnberg wachte erst nach dem Gegentor auf und verlor somit verdient.

Der Star des Spiels: Haris Seferovic. Über ihn braucht man eigentlich nicht viel zu schreiben. War im Spiel des Jahres an der richtigen Stelle und traf zum so wichtigen 1:0. Sein erstes Tor seit 1468 Minuten. War Matchwinner und Erlöser für seine Mannschaft.

Der Flop des Spiels: Änis Ben-Hatira. Dem Flügelflitzer gelang in der Offensive kaum etwas. Schob vom Flügel immer wieder weit nach innen, um dort den Ball abzuholen. Schaffte es von dort aus allerdings nicht, Struktur in die SGE-Angriffe zu bekommen. Über seine eigentliche rechte Seite ging somit wenig. Hatte bis zu seiner Auswechslung lediglich 27 Ballaktionen und gewann nur knapp 20 Prozent seiner Zweikämpfe. Kein Faktor in der Offensive.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert. Da die Atmosphäre im Stadion extrem aufgehitzt war, hatte der Unparteiische wie erwartet keinen einfachen Tag. Hatte einige knifflige Szenen zu lösen, behielt jedoch meist den Überblick und überzeugte mit guter Körpersprache.

Das fiel auf:

  • Ähnlich wie im Hinspiel nahmen die Frankfurter das Heft des Handelns von Beginn an in die Hand und dominierten die Partie. Nürnberg hingegen zog sich auch vor eigenem Publikum bis zur Mittellinie zurück und attackierte erst spät. Die Spielanteile waren dadurch klar verteilt. Zur Pause hatte Frankfurt 76 Prozent Ballbesitz.
  • Hasebe ließ sich im Spielaufbau stets zwischen die Innenverteidiger fallen und war dadurch Dreh- und Angelpunkt der SGE. Vor dem Japaner entwickelte sich eine sehr variable Angriffsreihe. Gacinovic und Ben-Hatira schoben oft auffällig weit in die Mitte und wurden meist zentral durch die Mitte angespielt. Der Club hatte die Mitte des Spielfeldes durch die zwei massiven Viererketten hinter den Spitzen jedoch außerordentlich gut unter Kontrolle. Somit dominierte die SGE das Spiel zwar deutlich, gefährliche Angriffe waren allerdings die Ausnahme. Bezeichnend, dass Husztis Distanzschuss im ersten Durchgang zu den gefährlichsten Situationen der Frankfurter zählte.
  • Der Club agierte ungewöhnlich passiv und zog sich weit zurück. Hatten die Franken einmal die Kugel, wussten sie oft nichts damit anzufangen (zwischenzeitlich nur 54 Prozent Passquote). Meist wurde der Ball weit und unkontrolliert nach vorne geschlagen. Burgstaller und Füllkrug verarbeiteten die Kugel in erster Linie zwar meist gut, waren allerdings zu oft auf sich alleine gestellt. Da die beiden Sechser nicht mit aufrückten, entstand ein riesiges Loch hinter den beiden Spitzen, die somit komplett auf sich alleine gestellt waren. Nur selten waren mehr als vier Mann in einen FCN-Angriff involviert.
  • Der Club änderte auch nach dem Seitenwechsel seine Taktik nicht. Die Eintracht rannte weiter verzweifelt an, scheiterte jedoch weiterhin über lange Strecken aber am fränkischen Mittelblock. Nach dem Gegentor schmiss der Club alles nach vorne. Von einem geregelten Aufbauspiel war allerdings weiterhin wenig zu sehen.

Nürnberg - Frankfurt: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung