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Wolfsburg siegt weiter

Sonntag, 26.10.2014 | 17:18 Uhr
Naldo erzielte mit einem wuchtigen Kopfball die 1:0-Führung des VfL Wolfsburg
© Getty
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Der VfL Wolfsburg hat den FSV Mainz 05 am 9. Spieltag mit 3:0 (1:0) geschlagen und feiert den vierten Bundesligasieg in Folge. Die Doppelbelastung der Europa League war den Wölfen nicht anzumerken, im Gegenteil. Alle Liga-Partien nach EL-Auftritten gewann der VfL.

Vor 26.200 Zuschauern in der Volkswagen Arena erzielte Naldo das 1:0 nach einem Eckball von Marcel Schäfer (15.). Weil Wolfsburg eine Vielzahl guter Gelegenheiten liegen ließ, ging es mit diesem Ergebnis auch in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel nutzen die Wölfe erneut eine Ecke für die 2:0-Führung durch Ivan Perisic (59.). Kurz vor dem Ende setzte Daniel Caligiuri mit seinem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt (87.).

Die Reaktionen:

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Man hat gesehen, dass wir top drauf sind, wir haben eine riesen Brust. Am Anfang hatte Mainz eine optische Überlegenheit, danach hat man gesehen, was wir für ein Potential haben. So wie das Team hier aufgetreten ist, konnte Mainz nichts mitnehmen, die waren eine halbe Klasse unter uns."

Kasper Hjulmand (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben eine große Chance, in Führung zu gehen, gegen so einen Gegner müssen wir das nutzen. Zwei Eckball-Gegentore sind schlecht. Naldo muss man sehr, sehr stark mit dem Körper verteidigen, das ist nicht leicht. Ich finde, wir haben nicht so ein gutes Spiel gemacht."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Coach Hecking stellt seine Mannschaft, die Krasnodar unter der Woche mit 4:2 besiegen konnte, auf einer Position um. Vierinha startet für Jung auf der Rechtsverteidigerposition.

Bei den Gästen stehen im Vergleich zum 2:1 gegen Augsburg vier Neue in der Startelf: Jara, Soto, Djuricic und Allagui laufen anstelle von Moritz, Baumgartlinger, Jairo und dem verletzten Hofmann auf.

10.: Mainz spielt, Wolfsburg hat die erste Chance. De Bruyne steckt klasse zu Perisic durch, der frei vor Karius aber nicht genug Druck hinter den Ball bekommt und zu zentral abschließt - kein Problem für den Keeper.

15., 1:0, Naldo: So einfach kann Fußball sein. Ecke Schäfer von links, in der Mitte löst sich Naldo, steigt mit Anlauf hoch und wuchtet den Ball in die linke Torecke.

24.: Caligiuri schickt de Bruyne über links Richtung Grundlinie. Der Belgier bringt den Ball flach in den Rücken der Abwehr, wo Perisic angerauscht kommt und das Tor aus vollem Lauf einige Meter verfehlt.

25.: Klasse Tat von Benaglio auf der anderen Seite. Allagui behauptet den Ball im Strafraum und legt zu Djuricic ab, der aus neun Metern rechter Position an Benaglios Fußabwehr scheitert.

51.: De Bruyne startet rechts durch und wird von Caligiuri mustergültig in den Lauf bedient und visiert aus 13 Metern die kurze Ecke an - Karius rettet mit dem Fuß.

58.: Karius und De Bruyne im Privatduell. Der Belgier kommt über links, kreuzt an der Sechzehnerkante und zieht ab - Karius hält. Nach der folgenden Ecke hält de Bruyne aus 17 Metern drauf, auch den hat Karius - erneut Ecke...

59., 2:0, Perisic: ... die fast eine Kopie des ersten Treffers ist. Wieder Schäfer, wieder Naldo - diesmal hält Perisic aber noch den Kopf rein und fälscht unhaltbar für den Mainzer Torwart ab.

77.: Traumpass von de Bruyne auf Arnold, der von links auf Karius zuläuft und sofort abzieht. Der rechte Pfosten rettet.

87., 3:0, Caligiuri: Malanda wird rechts im Sechzehner überhaupt nicht angegriffen und bringt den Ball flach an den langen Pfosten. Dort steht Caligiuri, der nur noch einschieben muss.

Fazit: Absolut verdienter Sieg für Wolfsburg, der noch deutlich höher hätte ausfallen müssen. Mainz wie schon in Gladbach viel zu harmlos und nur auf Konter beschränkt.

Der Star des Spiels: Naldo. War defensiv kaum gefordert, wenn aber gewohnt sicher. In der Offensive dafür der Mann des Spiels. Erzielte ein Tor selber und bereitete das zweite stark vor. Bei Mainz hinterließ nur Karius einen guten Eindruck.

Der Flop des Spiels: Dass Wolfsburg deutlich öfter den Weg über die linke Seite suchte, lag auch an Daniel Brosinski, der dort einen sehr schweren Stand hatte und sich viel zu oft überlaufen ließ. Die beiden Ecken, die zu den Treffern führten, entstanden über seine Seite. Gewann nur knapp 33 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann. Sorgte für einen angenehmen Spielfluss, weil er viel laufen ließ und auch die Vorteilsregel mehrfach großzügig auslegte. Lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig. Insgesamt eine starke Leistung.

Das fiel auf:

  • Obwohl Mainz Wolfsburg am Strafraum mit fünf Mann auf einer Linie empfing, bekamen die Verteidiger nur viel zu selten Zugriff auf Ball oder Gegner. Besonders Schäfer, Caligiuri und de Bruyne kombinierten sich über die linke Seite ein ums andere Mal durch die Defensive.
  • Hjulmand schickte wie schon in Gladbach ein 5-4-1 auf den Rasen, das für defensive Absicherung und Überzahl im Mittelfeld sorgen sollte. Abgesehen von den ersten zehn Minuten, in denen Mainz engagiert und mutig nach vorne spielte, kam aber wie schon gegen die Borussia viel zu wenig von den Gästen.
  • Das Umschaltspiel der Wölfe war beispielhaft. Jeder Ballgewinn im Mittelfeld wurde sofort auf die Außen getragen und konsequent zu Ende gespielt. Wenn sich Wolfsburg an diesem Abend etwas vorwerfen lassen muss, dann ist es die mangelnde Chancenverwertung. Zwar hielt Karius alles, was er konnte, zwei oder drei weitere Tore wären mit etwas mehr Konzentration im Abschluss aber durchaus möglich gewesen.
  • Beide Wolfsburger Außenverteidiger mit starken Auftritten. Schäfer überlief Caligiuri links regelmäßig und suchte den Weg bis zur Grundlinie. Vierinha war auf der gegenüberliegenden Seite nicht ganz so offensiv ausgerichtet, verlagerte das Spiel aber immer wieder clever und schuf so Räume.

Wolfsburg - Mainz: Die Statistik zum Spiel

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