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Huubs Dauerbrenner entschwindet

Von Benedikt Treuer
Samstag, 02.05.2015 | 22:44 Uhr
Huub Stevens' Elf verspielte auf Schalke schon wieder eine Führung
© Getty
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Freud und Leid liegen oft sehr nah beieinander. So extrem wie Schalke 04 und der VfB Stuttgart hat das in der Bundesliga an diesem Wochenende keine Mannschaft aufgezeigt. Während der Knoten bei den Einen im wohl letztmöglichen Moment noch geplatzt ist, wächst der Scherbenhaufen der Anderen ungebremst weiter. Selbst ein Dauerbrenner scheint dem VfB allmählich zu entschwinden.

Es waren fünf Aktionen - fünf Momente, die auf der einen Seite sinnbildlich für den VfB der vergangenen Wochen waren und auf der anderen Seite womöglich entscheidend für das nächste Jahr von Schalke 04 sein werden.

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Das 1:0: symptomatisch. Vor allem wegen individueller Böcke wie dem von Niedermeier steht der VfB in der Tabelle da, wo definitiv niemand stehen will - und wo sich der Verein vor der Saison nicht einmal im schlimmsten Szenario gesehen hat. Der Moment, in dem Stuttgarts Innenverteidiger über den Ball trat, ist Ausdruck der Verunsicherung und des Drucks im Team - wohl aber auch der mangelnden Qualität in der Defensive.

Das 1:0 aus Schalker Sicht: erlösend. Sechs Spiele hatte Di Matteos Elf nicht mehr gewonnen, 1196 Minuten hatte Klaas-Jan Huntelaar bis zu dieser Aktion nicht mehr in ein Bundesliga-Tor getroffen. "Ich wusste, dass ich bald wieder erfolgreich sein werde, aber man weiß ja nie, wann genau. Das hat viel mit Vertrauen zu tun - mit Selbstvertrauen und Vertrauen von der Mannschaft", kommentierte der Niederländer das Geschenk, das ihm der VfB schon früh im Spiel überreichte.

Die zwei Gesichter - auf beiden Seiten

Der Ausgleich und das 1:2: Für den VfB der Beweis, dass nicht alles schlecht ist - im Gegenteil. Vor allem in der Phase direkt nach der Halbzeit waren die Gäste spielbestimmend. Hohes Pressing und sogar spielerische Glanzmomente - die Offensive um Kostic und Ginczek funktionierte und brachte Stevens' Elf wieder einmal in eine vielversprechende Ausgangslage für die Schlussphase.

Schalke - Stuttgart in der Analyse

Und Königsblau? Schaffte es einmal mehr nicht, den Elan und die Geschlossenheit der Anfangsphase auf einem konstanten Niveau zu halten. Wieder zeigte sich: Di Matteo ist es noch nicht gelungen, aus der vorhandenen Qualität einen füreinander arbeitenden Verbund zu formen. Gerade Matips Patzer vor dem 1:2 lässt die Kritik zu, dass Schalke teils überheblich, vor allem aber fahrlässig verteidigt.

Kein Wunder, dass Stevens am Spielfeldrand in diesen Minuten ein gutes Gefühl hatte: "Wir hatten nach dem 2:1 kurz nach dem Seitenwechsel noch Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Wenn du das 3:1 schießt, gehst du mit drei Punkten hier weg", so der VfB-Coach.

Die (un)liebsame Wende im Fußball

Und dann passiert am Ende das, was dem VfB scheinbar seit Wochen widerfährt und was Schalke schon mehrere Spieltage herbeisehnt: Die Wende. "Ausgerechnet", "typisch", "unfassbar": Nicht selten wird im Fußball mit diesen Begriffen um sich geworfen. So treffend wie zu dem Zeitpunkt, als Schiedsrichter Zwayer die Partie nach 93 Minuten abpfiff, sind sie jedoch selten.

"Ausgerechnet" ein Doppelpack von Huntelaar, nachdem er wochenlang von der Bildfläche verschwunden war. "Ausgerechnet" auch Kevin-Prince Boateng, der in den letzten drei Spielen ohne Einsatz blieb und die einfallslosen Knappen dann doch noch zum Sieg wuchtete.

"Unfassbar" dagegen, dass der VfB schon wieder eine Führung aus der Hand gab und "typisch", dass sich die Stuttgarter höchstselbst den Knockout verpassten. Denn zu allem Überfluss lenkte Florian Klein Boatengs Kopfball ins eigene Tor. Es passt ins aktuelle Bild.

Knoten im letztmöglichen Moment geplatzt?

Wie es vor dem Spiel um beide Vereine bestellt war, machten die Fans deutlich: "Kämpft oder verpisst euch!", besagte ein Banner in der Schalker Kurve, "Vereinsführung: Keine sportliche Kompetenz, keine Perspektive, keine Aufarbeitung, keine Antworten", hieß es auf VfB-Seite.

Kampf und Wille waren den Königsblauen zumindest in der Schlussphase nicht abzusprechen. Clemens Tönnies war sich sicher, dass der Besuch im Kloster dem Team dahingehend gutgetan hatte: "Die Mannschaft hat das genutzt, Dinge offen anzusprechen und sich die Wahrheit zu sagen", befand der Aufsichtsratschef.

Nachdem die Champions League verpasst wurde, war der Sieg gegen den VfB unabdingbar, um wenigstens das Minimalziel Europa League noch zu erreichen. Ein so wichtiges Spiel auf diese Weise zu gewinnen, könnte auf Schalke im wohl letztmöglichen Moment noch einmal Kräfte freisetzen.

Die Hoffnung entschwindet

Der VfB-Dauerbrenner der letzten Wochen dagegen hieß stets "Hoffnung". Doch auch die scheint langsam zu schwinden. "Es wird nicht einfacher, es sind nur noch drei Spiele und nur noch neun Punkte. Davon brauchen wir schon eine Menge, um drinzubleiben", äußerte sich Daniel Ginczek nach Spielende ernüchtert.

Stevens blendete zunächst jegliche Abstiegs-Szenarien aus: "Ich gucke nicht auf die anderen, ich gucke nur auf uns..." - nur, um letztlich aber auch frustriert festzustellen: "...und wir machen Woche für Woche Fehler."

Obwohl man es in den letzten drei Spielen gegen die direkten Konkurrenten Hamburg und Paderborn sowie Mainz 05 noch immer in der eigenen Hand hat, hat sich in Stuttgart Ratlosigkeit festgesetzt: "Unser lieber Herr da oben...", grübelte der VfB-Coach auf der Pressekonferenz schulterzuckend: "Vielleicht sollten wir auch ins Kloster gehen."

Völlig kampflos wird man Huub Stevens in der Bundesliga aber nicht erleben: "Es ist schwer, die Jungs jetzt wieder aufzubauen. Aber wir werden das schaffen. Ich glaube nach wie vor an meine Mannschaft", versuchte er, das Feuer vor dem Erlöschen zu bewahren - ein Unterfangen, bei dem seit Samstag endgültig kein Fehler mehr erlaubt ist.

Schalke - Stuttgart: Daten zum Spiel

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