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Schatten und Bankrotterklärung

Samstag, 07.03.2015 | 11:09 Uhr
Nach dem 0:0 gegen die Hertha herrschte beim VfB niedergeschlagene Stimmung
© Getty
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Das Kellerduell zwischen dem VfB Stuttgart und Hertha BSC entwickelte sich zum erwartet erschreckenden Kick - in Schwaben lobt man dennoch und Sportdirektor Robin Dutt gibt Trainer Huub Stevens eine Jobgarantie. Die Hertha liefert eine Bankrotterklärung ab, fährt aber dennoch glücklich zurück in die Hauptstadt.

Die Reaktionen:

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Natürlich sind wir enttäuscht. Wenn man sieht, was die Jungens investieren und was sie zurückbekommen, dann ist das schade. Wir haben gesagt, dass es kein einfacher Weg wird. Der Weg ist heute noch schwieriger geworden."

Robin Dutt (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Es ist schade, dass wir nach so einem beherzten Auftritt nur mit einem Punkt dastehen. Hertha stand fast nur im eigenen Strafraum, und wir sind da leider nicht durchgekommen. Bei uns gibt es keine Trainerdiskussion. Ich werde mich wie immer mit Huub am Samstag zusammensetzen und über das Spiel sprechen."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ich bin mit dem Punkt zufrieden. Meine Mannschaft hat Disziplin und Einsatz gezeigt. Das war im Abstiegskampf völlig in Ordnung. Wir hätten auch gewinnen können, sind aber mit dem Ergebnis zufrieden. Die Viererketten haben gut zusammen gearbeitet, nur beim Umschalten hat noch einiges gefehlt. Aber das ist Abstiegskampf. Optisch war es nicht schön."

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Wir brauchen, um große Schritte zu machen, dringend drei Punkte. Das ist heute eine große Enttäuschung. Die Moral ist intakt."

Nachbetrachtung:

Timo Werner hatte schon bessere Geburtstage. Ganz bestimmt. Der Stuttgarter Youngster wurde am Freitagabend 19 Jahre alt. Und fast hätte er sich selbst beschenkt, in der 14. Minute, als der gebürtige Stuttgarter den Ball aus elf Metern relativ frei neben den Kasten von Thomas Kraft setzte.

Es sollte die einzige Großchance der Schwaben bleiben im Duell vor heimischer Kulisse gegen den Tabellen-14. und somit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhält. Dennoch war es neben Worten der Enttäuschung vor allem Lob für den Auftritt des VfB, das man aus dem Lager der Schwaben vernehmen konnte. Auch vom Geburtstagskind.

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"Wir wollen nicht absteigen, das hat man heute extrem gesehen", meinte Werner bei Sky. Und: "Wenn wir die nächsten Wochen so spielen, wird das auch nicht passieren." Auch der Sportdirektor sparte nicht mit Lob für einen "beherzten" Auftritt, bei dem sich die Spieler füreinander "die Hacken wund gelaufen" hätten. Die Frage, die sich beim VfB nach dem torlosen Remis gegen die Hertha mehr als je zuvor in dieser Saison stellt, bleibt jedoch: Reicht das?

Schattenseiten bei den Lichtblicken

Klar, die Schwaben waren gegen Berlin nach einem guten Start das ganze Spiel über überlegen. Doppelt so viele Torschüsse standen am Ende zu Buche. Mehr Ecken, mehr Flanken. Ein erdrückender Ballbesitzwert von 71 zu 29 Prozent. Und doch wieder kein Tor, weil vor dem gegnerischen Kasten Konsequenz, Präzision und Durchsetzungsvermögen fehlen.

Hoffnung machte da wenigstens die offensive Dreierreihe um Alexandru Maxim auf der Zehn sowie Filip Kostic und Werner auf den Flügeln, die spielerische Ansätze lieferten, wie man sie beim VfB seit Beginn der Rückrunde noch nicht gesehen hatte.

Auch Neuzugang Geoffroy Serey Die, der die Katastrophen-Hinserie nicht in Kopf und Gliedern hat und relativ befreit aufspielen kann, ist einer der wenigen Lichtblicke beim VfB. Mit einem Spitzenwert von 104 Ballkontakten und einer Passquote von fast 90 Prozent ist der Ivorer fürs Zentrum beim VfB schon jetzt unglaublich wichtig - in Sachen Spielaufbau aus dem defensiven Mittelfeld drückt der Schuh der Schwaben schließlich schon länger.

Doch hat beim VfB auch alles Gute eine Schattenseite. So bringt das schönste Zusammenspiel im Mittelfeld nichts, wenn unter dem Strich nur eine Torchance nach 98 gespielten Minuten und ein vollkommen in der Luft hängender Stürmer steht. Und auch Serey Die brachte den VfB ein ums andere Mal mit gefährlichen Abspielfehlern im Aufbau in Verlegenheit. Zum Beispiel in der 81. Minute, als Nico Schulz alleine auf und davon war und den Stuttgarter GAU um Zentimetern verfehlte.

Bei den kommenden Gegnern Leverkusen, Frankfurt, Wolfsburg, Werder Bremen und Augsburg sowie vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bei einem Spiel mehr ist die Frage wieder: Kann das reichen?

"Optisch war es nicht schön"

Gegen die Hertha nicht. Die Berliner kamen - und da dürften sich selbst die pessimistischsten Stuttgart-Anhänger die Augen gerieben haben - ins Schwabenland, um mit elf Mann zu verteidigen und auf Konter zu lauern.

Das ist auf der einen Seite das gute Recht der Truppe von Pal Dardai, so fahren die Herthaner "zufrieden" zurück in die Hauptstadt - und schrammten dabei sogar knapp am nächsten Last-Minute-Dreier nach dem späten Sieg gegen Augsburg vorbei.

Auf der anderen Seite: Zum total verunsicherten Tabellenletzten zu fahren, der seit dem 16. Dezember 2014 kein Spiel mehr gewonnen hat, und nur zu mauern, könnte auch als Bankrotterklärung an den Fußball gedeutet werden. "Optisch war es nicht schön", sagte Hertha-Coach Dardai nach Abpfiff mit einem Grinsen, der vermutlich die kommende Woche auf seinen Keeper Thomas Kraft verzichten muss. Dessen Zusammenprall mit Georg Niedermeyer war ebenfalls nicht schön anzuschauen und hatte wohl eine Gehirnerschütterung zur Folge.

Nebenkriegsschauplatz Kraft im Fokus

"Er wusste nicht mehr, wo er ist", sagte Dardai über seinen Keeper, der nach dem Zwischenfall in Minute 52 bis zur 81. Minute durchhielt, dann aber recht verwirrt den Platz verließ.

Zuvor hatte der Schlussmann Christian Gentner mit einem harschen Schubser angegangen. Ein Vergehen, das mindestens Gelb, wenn nicht sogar Rot nach sich ziehen hätte müssen. Und ein Vergehen, auf dass sich die Schwaben nach Schlusspfiff unisono einschossen.

Dutt, Gentner, Stevens - sie alle erinnerten zuerst daran, dass Martin Harnik am vergangenen Wochenende mit demselben Vergehen frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Und Recht hatten sie. Doch sollte man sich in Schwaben lieber darüber Gedanken machen, ob es so für Liga eins reichen kann.

Stuttgart - Hertha: Daten zum Spiel

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