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Bundesliga - 24. Spieltag

Papa & Son bringen Bayer nach oben

Sonntag, 08.03.2015 | 19:08 Uhr
Papadopoulos spielte mit seinem Führungstreffer den Dosenöffner für Leverkusen
© Getty
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Bayer Leverkusen hat die Ausrutscher der Konkurrenz genutzt und einen Big Point im Rennen um die Königsklasse gelandet. Beim SC Paderborn kam die Mannschaft von Roger Schmidt zum Abschluss des 24. Spieltags zu einem 3:0 (0:0).

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena sorgte Kyriakos Papadopoulos mit seinem ersten Saisontreffer für die Führung für Bayer Leverkusen (73.). Heung-Min Son sorgte fünf Minuten vor dem Ende für die Entscheidung, ehe er in der Nachspielzeit zum Endstand traf.

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Die Werkself springt mit jetzt 39 Punkten auf Platz vier und hat nur noch zwei Zähler Rückstand auf Borussia Mönchengladbach, die auf dem direkten Champions-League-Platz stehen. Paderborn bleibt 16. bei ebenfalls zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer.

Reaktionen:

Andre Breitenreiter (Trainer SC Paderborn): "Wenn ich nach dem Spiel auf die Anzeigetafel gucke und ein 0:3 sehe, dann ist das der absolute Wahnsinn. Wir haben sehr gut und leidenschaftlich agiert. Allerdings fehlt uns das Selbstvertrauen, im Strafraum abzuschließen. Leverkusen hat die Qualität, aus wenig viel zu machen. Das ist der Unterschied."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben uns den Sieg in den letzten 20 Minuten verdient. Paderborn war zweikampfstark und sehr gut organisiert. Wir haben lange keine Mittel gefunden. Nach dem Standard zur Führung haben wir die Räume dann sehr gut genutzt."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Andre Breitenreiter tauscht beim SC Paderborn auf vier Positionen. Kutschke darf als einzige Spitze ran, Strohdiek und der zuletzt gesperrte Hartherz beginnen in der Verteidigung. Koc rückt zudem ins Zentrum - Brückner, Bakalorz, Lakic und Kachunga müssen auf die Bank.

Auch Roger Schmidt rotiert kräftig durch. Für den am Knie angeschlagenen Calhanoglu rutscht Kießling neben Drmic in die Startelf. Son und Reinartz beginnen im Mittelfeld, mit Hilbert und Wendell steht ein neues Außenverteidiger-Pärchen auf dem Platz.

1.: 42 Sekunden sind durch, da brennt's schon im SCP-Strafraum. Bellarabi wird rechts frei gespielt, geht in den Strafraum und bringt die Kugel scharf und gefährlich vor den Kasten. Heinloth klärt im letzten Moment per Grätsche.

39.: Leverkusen bekommt den Ball nicht aus der eigenen Hälfte. Das Spielgerät landet aus dem Rückraum schließlich bei Stoppelkamp, der rechts am Fünfer Leno umdribbeln will. Doch der Keeper reagiert blitzschnell und wischt dem Paderborner den Ball vom Fuß.

42.: Meha legt sich einen Freistoß aus 18 Metern zurecht und zimmert das Ding schön über die Mauer. Leno ist auf dem Posten, hebt ab und faustet die Pille weg.

55.: Ecke Paderborn von links an den ersten Pfosten. Strohdiek schraubt sich hoch, kommt aber nicht an die Kugel, so dass das Spielgerät an den zweiten Pfosten durchrutscht. Kutschke steht dort mutterseelenallein im Fünfer, setzt den Flugkopfball aber neben den Kasten. Das muss es sein!

59.: Unfassbare Szene! Kutschke wuselt sich im Strafraum irgendwie bis kurz vor das Tor, schießt dann aber nicht, sondern legt quer auf Koc. Auch der zieht aus acht Metern nicht ab, sondern geht ins Dribbling. Die Kugel springt abermals zu Kutschke, doch mit vereinten Kräften und Leno bringen die Leverkusener den Ball raus.

73., 0:1, Papadopoulos: Jetzt ist es passiert - und ein Freistoß muss dafür herhalten! Castro bringt die Kugel zentral aus dem Mittelfeld in den Srafraum. Der eingewechselte Papadopoulos ist sträflich frei, wuchtet sich in die Hereingabe und lenkt die Kugel aus sieben Metern in die Maschen! Keine Chance für Kruse...

79.: Autschi! Kießling ist rechts im Strafraum frei, probiert's mit Gewalt - und streckt Kruse nieder, der den Ball voll ins Gesicht bekommt. Nach kurzer Behandlungspause geht's zum Glück weiter.

85., 0:2, Son: Erster guter Angriff der Leverkusener! Brandt treibt die Kugel rechts durchs Mittelfeld und flankt in den Sechzehner. Castro legt direkt per Kopf ab, Son ist in der Mitte frei und schiebt ein. Wunderschönes Ding!

90., 0:3, Son: Strohdiek fälscht ein Zuspiel im Zuge eines Konters unglücklich ab. Die Kugel kommt zu Son, der überlegt von der Strafraumkante ins rechte untere Eck einschiebt. 10. Saisontor!

Fazit: Ein eiskaltes Leverkusen zeigt eine starke Schlussphase und verdient sich den Dreier gegen zwar leidenschaftliche, aber zu harmlose Paderborner.

Der Star des Spiels: Gonzalo Castro lieferte nicht nur die Assists für die ersten beiden Tore, sondern war im Mittelfeld omnipräsent. Mit den meisten Ballaktionen auf dem Feld und einer Passquote von fast 90 Prozent. Der Matchwinner!

Der Flop des Spiels: Josip Drmic bot an der Seite von Stefan Kießling eine unterirdische Vorstellung. Mit nur einem Schüsschen absolut kein Faktor in der Offensive und darüber hinaus generell mit verheerenden Werten. 30 Prozent Passquote, 33 Ballaktionen, 26,7 Prozent gewonnene Zweikämpfe - folgerichtig die Auswechslung in Minute 68.

Der Schiedsrichter: Daniel Siebert leitete die hitzige Partie mit viel Umsicht und leistete sich keine Fehler. Auch bei den persönlichen Strafen immer auf der Höhe.

Das fiel auf:

  • Die Werkself ging in den ersten Minuten in Sachen Pressing mit einer unglaublichen Intensität zu Werke und ließ Paderborn nicht aus der eigenen Hälfte. Zwar ließ der Druck der Leverkusener im Verlauf der Partie im Spiel gegen den Ball etwas nach, doch hatte Paderborn durchgehend Probleme, Ruhe ins eigene Spiel zu bringen und leistete sich viele Ballverluste. Die Passquote lag zur Halbzeit nur knapp über 50 Prozent.
  • Im Angriff griff die Werkself auf auffällig viele lange Bälle auf die Doppelspitze Drmic und Kießling zurück. Gegen aggressive Paderborner, die ihrerseits oft gut in Pressingsituationen kamen, mangelte es aber an der Ruhe und Präzision in der Verarbeitung.
  • Generell stimmte bei Leverkusen der Abstand zwischen Mittelfeld und Angriff oft nicht, so dass wenige strukturierte Spielzüge zustande kamen.
  • Der Matchplan des SCP ging derweil über große Strecken auf. Die Hausherren dominierten zweikampfstark das Mittelfeld, lauerten auf Umschaltsituationen und hatten trotz merklich weniger Ballbesitz die gefährlicheren Chancen.
  • Mit dem ersten Gegentor war der Bann - und Paderborns Moral - aber gebrochen. Leverkusen bekam jetzt mit Ruhe in die Aktionen und konnte das Spiel geordneter aufziehen. Am Schluss rannte der SCP in einige Konter, von denen einer zur Entscheidung führte und ein weiterer zum Endstand führte.

Paderborn - Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

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