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Bundesliga - 20. Spieltag

Schalkes Bollwerk stoppt Fohlen-Serie

Freitag, 06.02.2015 | 22:35 Uhr
Gladbachs Raffael hatte einen schweren Stand bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte
© Getty
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Der FC Schalke 04 bleibt auch im dritten Spiel der Rückrunde ungeschlagen. Das Team von Roberto Di Matteo gewann am 20. Spieltag mit 1:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach und zieht in der Tabelle an den Fohlen vorbei. Aufgrund einer Bombendrohung konnte die Partie erst mit Verspätung angepfiffen worden.

Der Anpfiff der Partie vor 61.973 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena verzögerte sich um zehn Minuten, da es im Vorfeld Hinweise auf eine Bombendrohung gegeben hatte. Die lokalen Einsatzkräfte wurden daraufhin in Bereitschaft versetzt, weitere Vorfälle blieben aber glücklicherweise aus.

Als der Ball dann Rollte, brachte Tranquillo Barnetta den FC Schalke 04 mit seinem dritten Saisontreffer in Führung (11.). Gladbach kam in der Folge kaum zu Torchancen und muss nach zwei Siegen in Serie den ersten Dämpfer der Rückrunde hinnehmen.

Die Reaktionen:

Roberto di Matteo (Trainer Schalke 04): "Wir sind sehr glücklich über den Sieg gegen Gladbach, denn wir haben uns gegen die Borussia immer schwer getan. Wir sind derzeit gut organisiert, haben nicht viel zugelassen und das entscheidende Tor gemacht. Die Spieler haben alles gegeben, was unsere Fans auch sehen wollen."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben das Spiel insgesamt kontrolliert und hatten viel Ballbesitz. Aber das ist manchmal zu wenig, um zu gewinnen. Schalke hat gut defensiv gespielt, da war es sehr schwer, die Lücke zu finden. Uns hat vorn die Power gefehlt."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Schalke-Trainer Di Matteo nimmt vier Veränderungen im Vergleich zum 1:1 in München vor. Wellenreuther, der sein Startelfdebüt in der Bundesliga feiert, ersetzt Giefer (Leistenverletzung), Kirchhoff und Höger rücken für Sam und Meyer in die Mannschaft. Für den rotgesperrten Huntelaar beginnt Barnetta.

Gegenüber Favre tauscht nach dem 1:0 gegen Freiburg sogar fünf Mal. Dominguez startet für Stranzl (Schädelprellung), Brouwers rutscht für Korb ins Team und komplettiert die Innenverteidigung - Jantschke weicht auf rechts aus. Außerdem bekommen Kramer, Johnson und Hrgota eine Pause, Nordtveit, Hazard und Raffael stehen dafür in der Startformation.

11.: 1:0, Barnetta: Schalke schaltet nach Raffaels Ballverlust vor dem eigenen Sechzehner blitzschnell um. Boateng kann von rechts völlig unbedrängt flanken, Barnetta läuft ein, enteilt Brouwers und vollendet aus kurzer Distanz.

17.: Fast der Ausgleich. Hazard setzt sich über rechts durch und flankt scharf vor das Tor. Im Zentrum klärt Höwedes in letzter Not vor dem einschussbereiten Kruse.

38.: Matip enteilt Xhaka nach einer Ecke von rechts, steigt hoch und kommt aus zwölf Metern zum Kopfball - zwei Meter drüber.

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65.: Brouwers geht mal mit nach vorne und schickt Traore mit einem gefühlvollen Heber in den Strafraum. Der Guinee kommt rechts aus spitzem Winkel zum Abschluss - aber Wellenreuter ist draußen und klärt mit einer guten Parade.

70.: Das muss das 2:0 sein. Xhaka verstolpert den Ball im Aufbau und leitet so den Schalke-Konter ein. Choupo-Moting legt frei vor Sommer zum mitgelaufenen Boateng quer, der sich etwas zu viel Zeit lässt und von Xhaka fair abgegrätscht wird.

83.: Traore flankt von der linken Außenbahn scharf ins Zentrum. Die Hereingabe ist gefährlich, kommt jedoch etwas zu nah vor das Schalker Tor. Wellenreuther packt sicher zu.

Fazit: Verdienter Sieg der Schalker, die gegen ideenlose Gladbacher nichts zuließen und ihre frühe Führung clever verteidigten.

Der Star des Spiels: Tranquillo Barnetta. War in seinem 250. Bundesligaspiel der beste Mann auf dem Platz. Umtriebig, zweikampftstark und immer anspielbereit. Gab dem Spiel mit seinem Treffer zum 1:0 die entscheidende Wendung. In der Schalker Defensive überzeugte vor allem Matip.

Der Flop des Spiels: Raffael. Durfte erstmals in der Rückrunde von Beginn an ran und erwischte keinen guten Start. Vertändelte den Ball vor dem Schalke Führungstreffer leichtfertig und rannte sich offensiv immer wieder fest, statt den besser postierten Nebenmann zu suchen.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Erlebte abgesehen von der Bombendrohung einen ruhigen Abend, an dem er keine einzige wirklich strittige Szene bewerten musste. Im Umgang mit den Akteuren und in der Spielleitung gewohnt souverän.

Das fiel auf:

  • Di Matteos Konzept ging voll auf. Aus einem wahnsinnig defensiv orientierten 5-3-2 heraus überließ Schalke Gladbach den Ball und spekulierte auf Konterchancen und Fehler der Gäste.
  • Auch der Spielaufbau der Borussen wurde erst sehr spät attackiert. Vor dem Übertreten der Mittellinie wurden weder die Innenverteidiger angelaufen, noch die abkippenden Sechser begleitet.
  • Gladbach hatte so zwar enorm viel Ballbesitz (über 70 Prozent) und Passquoten knapp unter 90 Prozent, sah sich nach dem Überspielen der ersten Schalker Reihe aber acht defensiven Knappen gegenüber und biss sich an diesem Bollwerk die Zähne aus.
  • Wie schon in den Spielen gegen Stuttgart und Freiburg offenbarten die Fohlen große Schwierigkeiten im Kombinationsspiel und fehlende Kreativität. Seiner gefährlichsten Waffe, dem Konterspiel, beraubt, fand Gladbach überhaupt keine Mittel, Schalke ernsthaft unter Druck zu setzen.
  • Weil Fährmann und Giefer verletzt sind, kam Timon Wellenreuther zu seinem Startelfdebüt und zeigte nach zwei kleinen Unsicherheiten in der Anfangsphase eine gute Leistung. Stark in der Strafraumbeherrschung und selbstbewusst in der Kommunikation mit seinen Vorderleuten.
  • Der eingewechselte Afrika-Cup-Rückkehrer Ibrahima Traore sorgte für den einzigen Lichblick auf Seiten der Gäste. Der Guinee brachte viel Schwung und strahlte zumindest im Ansatz Torgefahr aus.

Schalke - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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