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Wölfe mit magerem Remis in Frankfurt

Nicht jeder Tag ein Festtag

Mittwoch, 04.02.2015 | 09:31 Uhr
Kevin De Bruyne erzielte in der 88. Minute den Ausgleich für Wolfsburg
© Getty
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Der VfL Wolfsburg hat nach der Gala gegen den FC Bayern lediglich einen glücklichen Punkt bei Eintracht Frankfurt geholt. Der fulminante Sieg über den Meister und die anschließende Verpflichtung von Andre Schürrle haben die Sichtweise auf die Wölfe verändert. Damit muss das Team nun umzugehen lernen.

Als Marcel Schäfer in der 74. Minute eingewechselt wurde, lag der VfL Wolfsburg 0:1 hinten. Alles sah aus, als würden die Wölfe nach dem grandiosen Sieg über den Rekordmeister aus München in Frankfurt stolpern. Doch zwei Minuten vor Schluss setzte sich der Aschaffenburger auf der linken Seite gegen den ausgelaugten David Kinsombi durch, legten den Ball im Strafraum quer zu Kevin De Bruyne und der Belgier traf zum umjubelten 1:1-Ausgleich.

Es war die einzig nennenswerte Torchance, die sich die Niedersachsen in der zweiten Hälfte erspielten. Abgesehen von einem Kopfball von Bas Dost aus der 67. Minute war wenig zu sehen vom fulminanten Offensivspiel, dass der VfL am vergangenen Freitag noch gezeigt hatte.

Zu statisch war das Wolfsburger Spiel. Die Konter und das Umschaltspiel funktionierten über die gesamten 90 Minuten nicht wie gewünscht, -was aber auch an den starken Frankfurtern lag, die es nach dem Führungstreffer durch Stefan Aigner (57.) verpassten, für die Entscheidung zu sorgen.

"Natürlich sind wir hergekommen, um drei Punkte einzufahren. Wenn man sich den Spielverlauf anguckt und so kurz vor Schluss den Ausgleich macht, muss man mit dem Punkt leben", sagte Vorbereiter Schäfer nach dem Spiel.

Auch Trainer Dieter Hecking konnte mit dem Punktgewinn am Ende leben: "Es war ein gerechtes Unentschieden. Wir haben heute nicht klar genug gespielt, um in Frankfurt gewinnen zu können." Die Eintracht gab dem VfL wenig Räume und Gelegenheiten, das gewohnte Offensivspiel aufzuziehen. Makoto Hasebe und Marc Stendera machten das Zentrum dicht, leisteten sich im zweiten Durchgang kaum Ballverluste und gaben den Wölfen somit keine Möglichkeit zum Umschalten.

Frankfurt ist nicht Bayern

Auch das Spiel gegen die Bayern hatte Wolfsburg nicht dominiert, sondern mit aggressivem Zweikampfverhalten und schnellem vertikalem Spiel nach Balleroberung entschieden. Das war gegen Frankfurt an diesem Abend nicht möglich - dem VfL fehlte spielerisch ein Plan B.

Doch Wolfsburg hat inzwischen genügend Qualität, auch mal an einem mittelmäßigen Tag einen nicht unbedingt verdienten Punkt einzufahren. So fand der Coach am Ende auch lobende Worte: "Wir haben nicht so gut gespielt, wie wir es können. Dass wir aber dennoch spät den Ausgleich machen, zeigt aber auch eine Stärke von uns, dass wir immer wieder zurückkommen können."

Tabellenrechner: Fängt Wolfsburg die Bayern ab?

Hecking brachte in den letzten 15 Minuten frische Kräfte, ersetzte den an diesem Abend glücklosen Bas Dost durch Nicklas Bendtner und sorgte mit Schäfer für Maximilian Arnold auf dem Flügel noch einmal für neue Akzente. Dennoch deutete zunächst nichts auf einen Ausgleichtreffer hin, ehe der von Krämpfen geplagte Kinsombi überlaufen wurde. Hier stellt sich aus Frankfurter Sicht die Frage, warum Thomas Schaaf nicht rechtzeitig reagierte.

"War klar, dass es nochmal eng wird"

"Hätten wir kurz nach der Führung den zweiten Treffer gemacht, hätten wir uns das Spiel nicht mehr nehmen lassen. So war klar, dass Wolfsburg noch einmal alles versuchen wird und es am Ende noch einmal eng für uns werden könnte", sagte Schaaf nach dem Match und haderte mit den vergebenen Chancen im zweiten Durchgang.

Einen blitzsauberen Konter schloss Marco Russ in der 64. Minute mit einem feinen Lupfer ab, doch der an diesem Tag schwache Ricardo Rodriguez rettete per Fallrückzieher knapp vor der Linie. Es wäre vermutlich die Entscheidung gewesen.

So aber glich Wolfsburg noch aus und verpasste den Hessen "einen brutalen Nackenschlag", wie es Kapitän Kevin Trapp, der am Dienstag seinen Vertrag bis 2019 verlängert hatte, formulierte.

Mit Schürrle zur nächsten Stufe

Wolfsburg bekommt ab Donnerstag noch mehr Qualität in sein Spiel, wenn Andre Schürrle das erste Mal mit der Mannschaft trainieren wird. Es ist davon auszugehen, dass der Nationalspieler das VfL-Spiel noch dynamischer und unberechenbarer macht.

Gegen Frankfurt musste sich die vermeintliche neue Nummer zwei im deutschen Fußball mit einem Unentschieden zufrieden geben. Eigentlich zu wenig für den VfL, der sein Image innerhalb von wenigen Tagen mit dem 4:1 gegen die Bayern und dem 30-Millionen-Euro-Deal für Andre Schürrle gewaltig aufpoliert hat.

Wolfsburg wird plötzlich mit anderen Augen gesehen, die Erwartungen sind im Handumdrehen gestiegen. Damit gilt es nun zurecht zu kommen.

Eintracht Frankfurt - Wolfsburg: Daten zum Spiel

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