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Bundesliga - 18. Spieltag

Arschtritt zur rechten Zeit

Samstag, 31.01.2015 | 10:51 Uhr
Thomas Müller kann's nicht fassen. Entsetzen beim FC Bayern nach der Klatsche in Wolfsburg
© Getty
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Der FC Bayern München legt einen bemerkenswerten Fehlstart in die Rückrunde hin, sieht darin aber auch positive Aspekte. Dagegen trotzt der VfL Wolfsburg seiner schwierigen Situation und zeigt eindrucksvoll, zu was die Mannschaft in der Lage ist.

Andre Schürrle war nicht im Stadion. Der Weltmeister wäre gerne gekommen und hätte am liebsten auch schon ein bisschen mitgekickt beim Rückrundenauftakt seines zukünftigen Arbeitgebers in spe.

Doch noch hält sich Schürrle in London auf, es gilt noch ein paar "Steine aus dem Weg zu räumen" (VfL-Sportchef Klaus Allofs), um den beim FC Chelsea mehr oder weniger ausrangierten Spieler zurück nach Deutschland zu holen.

Dickes Ausrufezeichen

Fest steht, dass Schürrle am Freitagabend ein kleines Kapitel Bundesligageschichte verpasst hat. Mit 4:1 schlug der VfL Wolfsburg die angeblich unbesiegbaren Bayern, ein Rückrundenauftakt wie aus dem Bilderbuch.

4:1! Der Kantersieg der Wölfe in der Analyse

Die Leistung der Wölfe ist nicht hoch genug einzuschätzen; der tragische Tod von Junor Malanda ist keine drei Wochen her und die Ungewissheit, wie die Mannschaft im Ernstfall damit umgehen werde, war das bestimmende Thema in Wolfsburg in den letzten Tagen.

"Meine Mannschaft hat ein Ausrufezeichen gesetzt", sagte Trainer Dieter Hecking. Widerspruch zwecklos. Das 4:1 war Ausdruck der hohen Qualität des VfL vor allem im Umschaltspiel und ein Hinweis an die anderen 16 Konkurrenten des FC Bayern, dass es beim Rekordmeister eben doch menschelt und "eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote" (Bastian Schweinsteiger) durchaus in Form von Gegentoren bestraft werden kann.

Bayern extrem konteranfällig

Wolfsburg zeigte Mut und Entschlossenheit und hatte zudem das nötige Glück auf seiner Seite. Mit dem zweiten Ballkontakt in der Bayern-Hälfte erzielte der VfL den Führungstreffer und das 2:0 schießt Bas Dost so nicht noch einmal in seinem Leben.

Zudem waren die Bayern an diesem Tag ein dankbarer Gegner. Jerome Boateng zählte nur eine Handvoll gewonnene Zweikämpfe, Schweinsteiger und Arjen Robben prangerten die fehlende Ordnung und Schlafmützigkeit an.

"Das war ein echter Wake-up-Call. Vielleicht tut uns das sogar ganz gut. Wir haben wieder gesehen, dass wir weiter hart arbeiten müssen", sagte Robben.

Vor allem die Konteranfälligkeit der Bayern war bemerkenswert. "Wir haben Wolfsburg zu viele Räume gelassen. Die Konter muss man verhindern, das ist uns leider überhaupt nicht gelungen. Wir verdienen diese Niederlage", sagte Trainer Pep Guardiola, der die erste Saisonniederlage aber auch nicht überbewerten wollte.

"Wir haben ein Spiel verloren. Ich habe immer gesagt, dass das jederzeit passieren kann. In der Bundesliga gibt es hervorragende Mannschaften und es ist sicher nicht ungewöhnlich, dass der Tabellenzweite den Ersten schlägt", so Guardiola.

Neuer: "Ganz schlechter Start von uns"

Die Art und Weise dagegen schon. Die Bayern kassierten in einem Spiel so viele Gegentore wie in der gesamten Hinrunde. Sie ließen acht Torschüsse innerhalb des eigenen Strafraums zu und fanden zu keinem Zeitpunkt ihren Rhythmus.

"Das war einfach ein ganz schlechter Start von uns", sagte Manuel Neuer, der zum ersten Mal im Bayern-Trikot in einem Bundesligaspiel vier Gegentore hinnehmen musste.

Wirklich viel passiert ist trotz der Klatsche in Wolfsburg nicht. Der Vorsprung auf den VfL beträgt immer noch beachtliche acht Punkte und bereits am Dienstag haben die Bayern im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 die Chance zur Rehabilitierung.

Und die Niederlage hat auch etwas richtig Gutes. Das Gerede von der absurden Überlegenheit und Unbesiegbarkeit des FC Bayern München ist fürs erste vorbei.

Wolfsburg - Bayern: Daten zum Spiel

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