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Bundesliga - 18. Spieltag

Gladbach entführt Dreier in Stuttgart

Samstag, 31.01.2015 | 17:21 Uhr
Stuttgarts Kapitän Christian Gentner (2.v.l.) lieferte eine schwache Partie ab
© Getty
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Borussia Mönchengladbach ist mit einem Auswärtssieg in die Bundesliga-Rückrunde gestartet. Die Fohlen gewannen beim VfB Stuttgart durch ein Tor von Patrick Herrmann mit 1:0 (0:0).

Vor 46.200 Zuschauern waren die Gladbacher die abgezocktere Mannschaft und schlugen in einer Phase, in der der VfB eher am Drücker war, durch Herrmann zu (71.).

Stuttgart blieb zum fünften Mal in Folge zuhause ohne Tor und stellte mit nun 464 torlosen Minuten in Heimspielen einen neuen Negativrekord auf.

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim VfB fehlen die verletzten Didavi, Rüdiger und Gruezo, Ibisevic steht im Kader, sitzt aber zunächst auf der Bank. Stevens wählt im 4-2-3-1 eine defensive Ausrichtung.

Mönchengladbach ohne den verletzten Hahn und den beim Afrika Cup weilenden Traore. Favre entscheidet sich im Sturm überraschend gegen Raffael und für Hrgota. Johnson spielt für den grippegeschwächten Hazard im linken Mittelfeld, Wendt anstelle von Dominguez hinten links.

3.: Ecke Gladbach von links. Xhaka legt am Elferpunkt per Kopf quer für Stranzl, der sofort abzieht. Ulreich steht richtig und pariert stark.

17.: Johnson zieht mit dem Ball am Fuß von links nach innen und aus 17 Metern ab. Knapp links am Tor vorbei.

29.: Nach einem Katastrophen-Querpass von Jantschke dringt Gentner rechts in den 16er ein und spielt einen Flachpass, den Stranzl abfälscht. Die Kugel klatscht in hohem Bogen auf die Latte.

44.: Freistoß Kruse von links. In der Mitte steht Hrgota völlig blank, kommt mit dem Kopf aber nicht richtig hinter den Ball - drüber.

52.: Riesenchance! Nach einer klasse Kopfballablage von Baumgartl bolzt Niedermeier den Ball aus drei Metern übers Tor.

65.: Nächste Niedermeier-Chance. Ecke Leitner von rechts in die Mitte, diesmal setzt Niedermeier den Kopfball etwas zu hoch an.

71., 0:1, Gladbach: Perfekter Konter der Gäste über Johnson und Hrgota. Der zieht von links in die Mitte und sieht den rechts einlaufenden Herrmann. Querpass, Abschluss aus 14 Metern - drin. Ulreich ist noch dran, reicht aber nicht.

84.: Flanke Kostic von links, Ibisevic steht in der Mitte völlig frei, köpft die Kugel aber Sommer in die Arme.

90.+1: Unfassbar! Nach einer Ecke und Durcheinander im Gladbacher Strafraum knüppelt Niedermeier den Ball aus zwei Metern an die Unterkante der Latte.

Fazit: Gladbach war nicht unbedingt besser als Stuttgart, schlug aber im entscheidenden Moment zu. Der VfB im Angriff wieder mal nicht bundesligatauglich.

Der Star des Spiels: Patrick Herrmann. Lange Zeit war nichts zu sehen vom Gladbacher, doch in der 71. Minute erkannte er die günstige Kontersituation, schlich sich im Rücken von Niedermeier und Hlousek davon und machte den entscheidenden Treffer.

Der Flop des Spiels: Georg Niedermeier machte defensiv kein schlechtes Spiel, ist aber hauptverantwortlich für die anhaltende Torflaute des VfB. Niedermeier ließ zwei Großchancen aus kurzer Distanz liegen, vor allem der Ball in der Nachspielzeit muss einfach drin sein.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert lieferte eine gute Leistung ab. Korrekte Entscheidung, Gentner für das heftige Foul Kramer "nur" Gelb zu zeigen. Allerdings hätte er bei Korb Querpass zu Sommer indirekten Freistoß für Stuttgart geben müssen.

Das fiel auf:

  • Gladbach begann stark und erarbeitete sich in den ersten zehn Minuten fünf Ecken, woraus auch die beste Chance der ersten Halbzeit durch Stranzl resultierte. Der VfB offenbarte einmal mehr seine Schwächen bei ruhenden Bällen des Gegners.
  • Nach 20 Minuten verloren die Gäste den Faden und erlaubten sich viele einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Xhaka und Kramer bekamen das Zentrum nicht in den Griff, Xhaka schnupperte zudem nach mehreren Fouls an der Gelb-Roten Karte.
  • Der VfB fand über Einsatz in die Partie, allerdings blieben die Offensivaktionen der Schwaben sehr überschaubar. Meistens fehlte beim letzten Pass die Genauigkeit. Harnik hing als einzige Spitze in der Luft.
  • Während Gladbach durch einen Bilderbuchkonter der entscheidende Nadelstich gelang, blieb der VfB im Abschluss wieder mal erschreckend harmlos. Lediglich nach Ecken und Freistößen strahlten die Schwaben Torgefahr aus. Die 464 torlosen Minuten in den Heimspielen kommen nicht von ungefähr.

Stuttgart - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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