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Bundesliga - 14. Spieltag

Riberys Jubiläumstreffer reicht

Samstag, 06.12.2014 | 20:24 Uhr
Franck Ribery sorgte mit seinem 100. Tor für den FC Bayern für den Sieg
© getty
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Der FC Bayern ist der Herbstmeisterschaft ein großes Stück nähergerückt, tat sich beim 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen aber lange sehr schwer. Den Sieg besiegelte Franck Ribery mit seinem 100. Pflichtspiel-Tor für den FC Bayern.

Der Franzose traf in er 51. Minute quasi mit der ersten Chance für den FC Bayern vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena.

Der FC Bayern hält die Distanz auf Verfolger VfL Wolfsburg weiter bei sieben Punkten und kann in der kommenden Woche die Herbstmeisterschaft besiegeln.

Bayer Leverkusen bleibt mit 23 Punkten auf Platz vier, teilt sich diesen aber tor- und punktgleich mit Schalke 04.

Nach dem Spiel gab Simon Rolfes bekannt, dass er mit Abschluss der laufenden Saison seine Karriere beenden wird.

Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Bis auf die ersten zehn Minuten haben wir keine Chancen zugelassen. Das war sehr gut von meiner Mannschaft, weil ich weiß, wie stark Bayer Leverkusen ist, wie gefährlich sie sein können. In der ersten Halbzeit hat uns oft der letzte Pass gefehlt. Mit Sebastian Rode hat es in der zweiten Halbzeit mehr Vollgas gegeben. Ich bin zufrieden, weil ich weiß, gegen was für einen Gegner wir gespielt haben."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit ist leider zu früh das Tor gefallen. Danach war es für uns ein sehr schwieriges Spiel. Da hat sich dann die Qualität der Bayern gezeigt. Sie haben am Ende auch verdient gewonnen."

Arjen Robben (Bayern München): "Es war etwas weniger Spektakel, als erwartet. Zwei Mannschaften, die natürlich viel angreifen wollten, aber beide in der Defensive auch sehr gut aufgepasst haben."

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): "Wir haben in der ersten halben Stunde ein sehr gutes Spiel gemacht und hatten unsere Chancen. Irgendwann wurde der Druck immer größer und Bayern ist dann natürlich in der Lage uns wehzutun, grade wenn wir zuvor unsere Chancen nicht verwerten. Wenn du gegen die Bayern etwas mitnehmen willst, muss alles perfekt laufen."

Simon Rolfes (Bayer Leverkusen): "Ich habe zehn tolle Jahre mit Bayer Leverkusen auf Topniveau gehabt. Dann ist es immer ein guter Zeitpunkt, den Platz frei zu machen und die Karriere zu beenden."

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): "Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgespielt und hatten die besseren Tormöglichkeiten. Das Pressing war natürlich kraftaufreibend. Vielleicht haben dann die letzten Prozent im Spiel nach vorne gefehlt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 1:0 in Berlin wechselt Pep Guardiola auf einer Position: Benatia spielt für Dante in der Viererkette.

Roger Schmidt wechselt im Vergleich zum 5:1 gegen Köln zwei Mal: Wendell und Toprak spielen für Boenisch und Hilbert.

3.: Ein Missverständnis zwischen Boateng und Alonso sorgt für die erste Großchance der Partie. Bellarabi ist plötzlich frei durch, entscheidet sich allein vor Neuer für einen eleganten Lupfer, der auch gut unterwegs ist, aber im letzten Moment von Bernat von der Linie gekratzt wird.

7.: Calhanoglu und Bellarabi spielen auf rechts Doppelpass. Dann steckt Calhanoglu auf den startenden Son durch, dessen flache Hereingabe von rechts aber etwas zu scharf ist. Kießling verpasst den Ball knapp.

11.: Götze lässt eine Flanke von Müller von rechts schön für Lewandowski durch. Dessen Schuss von der Strafraumgrenze kann Jedvaj blocken.

13.: Ribery steckt auf den aufgerückten Bernat durch. Dessen Flanke kommt an den zweiten Pfosten, Leno sieht da nicht gut aus. Doch Wendell ist im letzten Moment zur Stelle und klärt mit der Brust vor Lewandowski zur Ecke.

51. 1:0, Ribery: Der eingewechselte Rode holt mit starkem Einsatz eine Ecke heraus, die spielen die Bayern zur Abwechslung mal kurz. Rafinha flankt aus dem rechten Halbfeld in Richtung zweiter Pfosten. Alonso legt per Kopf zurück auf Ribery, der den Ball aus zehn Metern volley nimmt und ins Netz drischt. Es ist das zweite Saisontor des Franzosen und insgesamt sein 100. Pflichtspiel-Treffer für den FC Bayern.

57.: Müller wird auf rechts geschickt, zieht an der Grundlinie zur Mitte und entscheidet sich dann zur Überraschung für Leno nicht für den Rückpass, sondern für einen Torschuss, der an den Innenpfosten klatscht. Glück für Leverkusen.

59.: Alonso führt einen Freistoß aus der eigenen Hälfte schnell aus und schickt Lewandowski auf die Reise. Der will von halblinks den mitgelaufenen Robben bedienen. Jedvaj ist artistisch dazwischen, spielt den Ball aber unfreiwillig zurück zu Lewandowski, der das Kunststück fertigbringt, die Kugel aus zwei Meter nicht im leeren Tor unterzubringen.

Der Star des Spiels: Mit Sebastian Rode kam beim FC Bayern die Wende zum Guten. Er brachte gleich eine große Portion Aggresivität ins Mittelfeld, gewann wichtige Zweikämpfe und holte dann auch noch die Ecke vor dem Tor heraus. Rode wird für Guardiola immer wichtiger.

Der Flop des Spiels: Heung-Min Son. In seiner Heimat sollen Millionen Fans das vor Ort nächtliche Spiel gesehen haben. Sie sahen einen ganz schwache Son, der extrem schlampig agierte (16 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 66 Prozent Passquote) und dann aus Dummheit fast noch Gelb-Rot vor der Pause sah. Schmidt nahm den Südkoreaner früh runter.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher war etwas großzügig in der Zweikampfbewertung, hätte gerade vor dem Seitenwechsel mit der einen oder anderen Verwarnung für etwas Ruhe sorgen können. Auch großzügig, den bereits verwarnten Son (45.) nicht per Ampelkarte vom Platz zustellen, nachdem dieser den Ball weggeschlagen hatte. Richtig war das nichtgegebene Bayern-Tor (41.), da Leno im Fünf-Meter-Raum angegangen wurde. Keine Linie auch nach der Halbzeit. Insgesamt keine runde Vorstellung.

Das fiel auf:

  • Leverkusen überfiel die Bayern in der Anfangsphase mit einem Dauerpressing - bis zu Manuel Neuer, der gleich zwei Befreiungsschläge produzierte. Die Münchener kamen mit der Aggression nicht zurecht. Bayer mit einem 4-2-4 gegen den Ball, wobei drei der vier Offensiven immer pressten.
  • Auffälliges Positionsspiel der Bayern, die das Spiel sehr breit machten: Lewandowski klebte im ersten Durchgang auf der linken Außenlinie fest, doppelte immer wieder mit Ribery. Da rechts Müller und Robben ein ähnliches Paar bildeten, war das Zentrum mit dem einsamen Götze bisweilen verwaist. Dieser fand als falsche Neun keinen Zugriff.
  • Genau darauf reagierte Pep zur Pause, brachte Rode für Götze, um Lewandowski ins Zentrum zu stellen und wieder etwas mehr diagonales Spiel zu bekommen. Zur Freude auch für Xabi Alonso, der mit 44 Ballaktionen im ersten Durchgang seine "unauffälligste" Bayern-Halbzeit bis dato spielte. Bayern in der Formation der zweiten Hälfte deutlich mehr im Spiel, der eingewechselte Rode erkämpfte viele Bälle, die Bayern kamen zu Torschüssen.
  • Siehe da: Die Bayern trafen nach eine Ecke - erstmals seit dem 33. Spieltag der Saison 2013/2014, als Thomas Müller gegen den HSV (4:1) traf.
  • Enttäuschende zweite Hälfte von Bayer Leverkusen, auch weil offensiv keine Ideen zustande kamen. Auch Schmidts Wechsel brachten nichts ein.

Bayern - Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

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