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Schalke gelingt die Wiedergutmachung

Von Tim Holzwarth
Samstag, 29.11.2014 | 17:20 Uhr
Klaas-Jan Huntelaar (M.) feierte gegen Mainz ein Torjubiläum
© Getty
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Venlo

Der FC Schalke 04 hat mit einem 4:1 über den FSV Mainz 05 erfolgreich Wiedergutmachung für die 0:5-Pleite in der Champions League gegen den FC Chelsea betrieben. Mainz bleibt dagegen im fünften Bundesliga-Spiel nacheinander sieglos.

Vor 60.904 Zuschauern in der Veltins-Arena gelang dem FC Schalke 04 der deutlich bessere Start. S04 ging durch einen sehenswerten Doppelschlag von Klaas-Jan Huntelaar (9./25.) in Führung, ehe Shinji Okazaki eine Minute vor der Pause mit einem Abstauber für den Anschluss sorgte.

In Hälfte zwei beschränkten sich die Gastgeber weitestgehend auf Konter, blieben dabei aber stets gefährlich. Nach einem Traumtor von Tranquillo Barnetta (54.) nutzte Huntelaar einen Stellungsfehler von Gonzalo Jara zum 4:1-Endstand.

Die Reaktionen:

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke): "Wir haben eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt und verdient gewonnen. In der ersten Hälfte haben wir starken Fußball gespielt und uns Torchancen erarbeitet. Wir haben sehr gut verteidigt, aber dennoch gut nach vorne agiert. Das war ein Sieg der Gruppe und die beste Reaktion, die man nach der Niederlage gegen Chelsea erwarten konnte."

Kasper Hjulmand (Trainer Mainz): "Ich bin immer selbstkritisch, ich bin verantwortlich. Es ist meine Aufgabe, es besser zu machen. Ich bin insgesamt enttäuscht von der Vorstellung und hatte selten das Gefühl heute, dass wir hier etwas machen können. Wir haben nicht gut verteidigt, vier Gegentore sind einfach zu viel. Es ist sehr wichtig, dass wir jetzt nach vorne schauen, weil wir nächste Woche wieder ein wichtiges Spiel haben. Aber mit dieser Leistung bin ich nicht einverstanden."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Di Matteo schenkt Kirchhoff erneut das Vertrauen - allerdings in der Innenverteidigung. Zusammen mit Neustädter und Höwedes bildet der Ex-Mainzer die Dreierkette, die in der Rückwärtsbewegung von Fuchs links und Uchida rechts unterstützt wird. Neben Fuchs rückt auch Meyer neu in die Startelf und agiert hinter der Doppelspitze aus Huntelaar und Choupo-Moting. Boateng steht krankheitsbedingt nicht im Kader.

Mainz-Coach Hjulmand versucht es auswärts mit einem nominellen 5-4-1. Jara, Wollscheid und Allagui laufen anstelle von Bungert, Jairo und Malli auf. Wollscheid gibt sein Startelfdebüt für den FSV.

9., 1:0, Huntelaar: Mainz ist in der Vorwärtsbewegung, als Uchida den Ball hoch und weit in die Spitze schlägt, wo sich Choupo-Moting im Kopfballduell gegen Jara durchsetzt und auf Huntelaar verlängert. Der Niederländer reagiert aus zehn Metern blitzschnell und lupft den auftropfenden Ball mit Gefühl über den herausstürmenden Karius. Das schnellste Schalker Pflichtspieltor in der laufenden Saison.

14.: Die große Chance zum Ausgleich. Okazaki zieht von links in die Box, kommt gegen Neustädter kurz zu Fall, spielt aber weiter und stochert in die Mitte zu Diaz, dessen abgeblockter Schuss bei Koo landet. Aus sechs Metern kann der Koreaner Fährmann aber nicht überwinden.

16.: Königsblaue Dreifachchance! Erst setzt sich Ex-Mainzer Choupo-Moting links im Stafraum stark gegen zwei Gegenspieler durch und legt auf Huntelaar ab. Der scheitert mit seinem Abschluss an Karius. Beim Nachschuss versuchen sich erst Aogo aus 18 Metern und dann Höger aus 16 Metern. Letztendlich fliegt die Kugel knapp über den Querbalken.

25., 2:0, Huntelaar: Schalke kommt erstmals richtig über die Flügel und wird direkt belohnt. Auf links gewinnt Fuchs das Duell mit Brosinski und findet Meyer im Sechzehner. Der 19-Jährige kontrolliert den Ball und verlängert in die Mitte auf Huntelaar, der im Rücken der Innenverteidigung aus wenigen Metern einschiebt. Im 156. Spiel bereits das 100. Pflichtspieltor des Hunters für S04.

39.: Schalke kontert über Choupo-Moting, der seinen Sturmpartner mit einem schönen hohen Diagonalball steil schickt. Huntelaar spielt Bell schwindelig und schließt aus acht Metern halblinker Position ab. Karius ist schnell unten und lenkt die Kugel zur Seite ab.

44., 2:1, Okazaki: Allagui flankt vom linken Strafraumeck auf den langen Pfosten, wo Brosinski blank steht, Höwedes mit einem Haken ins Leere grätschen lässt und abzieht. Fährmann reagiert stark, kann die Kugel aber nur verlangsamen. Okazaki ist zur Stelle und besorgt mit seinem siebten Saisontreffer den Anschluss.

51.: Um ein Haar der Ausgleich! Allagui bekommt im Rückraum den Ball vor die Füße und zieht aus rund 20 Metern ab. Der Ball wird immer länger und dreht sich Richtung rechtes Lattenkreuz, am Ende landet er jedoch oben auf dem Tornetz.

54., 3:1, Barnetta: Di Matteo hat das glückliche Händchen. Der eingewechselte Schweizer hat kurz vor der Strafraumkante viel Platz und bekommt den Ball von Huntelaar serviert. Barnetta nimmt aus 18 Metern Maß und zirkelt den Ball unhaltbar in die rechte obere Ecke. Keine Chance für Karius.

57.: Wenn der reingeht, ist es das Tor des Jahres. Allagui stolpert bei der Ballannahme im Sechzehner mit dem Rücken zum Tor und setzt im Sitzen den Fallrückzieher an. Fährmann schaut zu wie die Kugel nur knapp am Pfosten vorbei springt.

62., 4:1, Huntelaar: Der Hunter schnürt den Dreierpack! Durcheinander im Mainzer Strafraum und der FSV bekommt den Ball nicht weg. Choupo-Moting behauptet im Rückraum den Ball und hat das Auge für den links einlaufenden Huntelaar, der nicht im Abseits steht, da Jara auf links schläft und es aufhebt.

65.: Mainz gibt nicht auf. Jairo will von links flanken, der Ball wird von Aogo gefährlich aufs eigene Tor abgelenkt. Fährmann ist jedoch hellwach und reagiert stark.

79.: Koo wühlt sich rechts im Strafraum durch drei Schalker und zieht aus der Drehung ab. Fährmann ist erneut zur Stelle und lenkt den Ball über die Latte.

80.: Geis mit einem gefährlichen Freistoß aus 25 Metern. Der Ball taucht hinter der Mauer ins linke untere Eck ab, doch Fährmann ist genau dorthin unterwegs und lenkt zur Ecke. Nach dieser kommt der Ball erneut aufs Tor, doch wieder ist beim Schalke-Keeper Endstation.

Fazit: Absolut verdienter Heimsieg des S04. Die Knappen gewannen bis auf die Situation beim Gegentreffer nahezu alle wichtigen Zweikämpfe und setzten auch in veränderter Formation effektive Nadelstiche.

Der Star des Spiels: Klaas-Jan Huntelaar. Der Hunter war ständiger Unruheherd, wo der Niederländer auftauchte, sorgte er für Torgefahr und war an allen vier Schalker Treffern direkt beteiligt. Ebenfalls stark: Max Meyer, der auf der Zehn stets anspielbar war und in der ersten Halbzeit für einen Offensivspieler überragende 80 Prozent seiner Zweikämpfe gewann.

Der Flop des Spiels: Gonzalo Jara. War wie alle drei Innenverteidiger im Zweikampf oft den entscheidenden Schritt zu spät und gewann nur knapp die Hälfte seiner Duelle. Offenbarte zudem einige Schwächen im Stellungsspiel, verlor ein wichtiges Kopfballduell mit Choupo-Moting und schaltete bei Huntelaars drittem Treffer viel zu langsam.

Der Schiedsrichter: Günter Perl trat nie groß in Erscheinung, was oft für eine gute Schiedsrichterleistung spricht. So auch in diesem Fall, denn der Münchner behielt in einer schnellen, aber nie unfairen Partie die Übersicht und leistete sich keine groben Fehler.

Das fiel auf:

  • Durch die Doppelspitze und die zusätzliche Stärkung der Zentrale mit Zehner Meyer ging bei Schalke sehr viel durchs Zentrum. Eine taktisch kluge Maßnahme, denn Mainz hielt die Flügel in der Defensive stehts doppelt besetzt.
  • Wurden die Gäste selbst offensiv, wandelte sich das defensive 5-4-1 in ein 3-3-2-2 um. Allagui rückte neben Okazaki in die Spitze, um auf den Flügeln Platz für Diaz und Brosinski zu machen. Koo agierte auf der Zehn.
  • Schalke hatte die Mainzer Offensive um Torjäger Okazaki vor allem in der ersten halben Stunde im Griff. Die Knappen verstanden es sehr gut, defensiv wie offensiv für Überzahlsituationen zu sorgen. So hatte Mainz vorne wenig Platz und war hinten in vielen Zweikämpfen die entscheidenden Meter zu weit entfernt.
  • Ende der ersten Halbzeit sicherte sich der FSV mehr Spielanteile, was sich auch in mehr Ballbesitz niederschlug. Schalke beschränkte sich zusehends aufs Kontern, die Mainzer hatten so mehr Zeit und Raum.
  • Nach der Pause stellte Schalke auf Viererkette um und konzentrierte sich auf Konter. Mit einer variablen Offensive stellten die Gastgeber Mainz immer wieder vor Probleme. Die Gäste gaben nicht auf, ließen aber die nötige Effektivität im Angriff vermissen.

Schalke - Mainz: Die Statistik zum Spiel

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