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Bundesliga - 13. Spieltag

Stevens feiert Sieg zum Einstand

Freitag, 28.11.2014 | 22:19 Uhr
Admir Mehmedi (l.) und Antonio Rüdiger (r.) im Zweikampf
© Getty
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Der VfB Stuttgart hat das erste Spiel unter Rückkehrer Huub Stevens mit 4:1 (1:1) beim SC Freiburg gewonnen. Für die Schwaben war es der erste Dreier nach drei Bundesliga-Pleiten in Folge.

Martin Harnik brachte den VfB Stuttgart vor 24.000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion nach einem Eckball mit 1:0 in Führung (31.), ehe Vladimir Darida die Partie mit einem sehenswerten Distanzschuss kurz vor der Pause ausglich.

In der zweiten Hälfte profitierte der VfB von zwei haarsträubenden Patzern von SC-Verteidiger Mitrovic und ging durch Gruezo und Werner mit 3:1 in Front (52. und 68.).

Nachdem Mitrovic wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde, erzielte erneut Harnik das entscheidende 4:1 (76.).

Reaktionen:

Christan Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir haben heute Fehler im Spielaufbau gemacht. Wir haben zunächst sehr gut gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Dann haben wir Stuttgart zu den Toren eingeladen, das was Wahnsinn. Dann ist alles für Stuttgart gelaufen, was für Stuttgart laufen kann. Wir habe quasi vier Eigentore geschossen."

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben die erste Halbzeit ein Quäntchen Glück gehabt. In der zweite Halbzeit haben wir aber richtig guten Fußball gespielt und gezeigt, was wir eigentlich können. Wir haben ein Auswärtsspiel gewonnen, da muss man zufrieden sein. Wenn man zudem bei einem Konkurrenten gewinnt, gibt das Selbstvertrauen."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Heim-Trainer Streich stellt sein Team, das am vergangenen Wochenende 2:2 in Mainz spielte, auf einer Position um. Freis beginnt für Guede und bestreitet sein 50. Bundesligaspiel für die Breisgauer.

Stuttgarts neuer/alter Trainer Stevens nimmt vier Änderungen im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Augsburg vor. Klein, Gruezo, Sararer und Werner spielen für Schwaab (Gelb-Rot-Sperre), Oriol Romeu (Gelb-Sperre), Kostic und Ginczek.

13.: Sorg tanzt Rüdiger auf dem rechten Flügel aus, zieht in den Strafraum und legt quer zu Schmid. Der bringt aus zehn Metern nicht genug Druck hinter den Ball, Klein rettet für den geschlagenen Ulreich vor der Linie.

24.: Das muss die Führung sein. Torrejons Flachschuss aus 22 Metern lässt Ulreich nach vorne klatschen. Freis ist da, jagt den Ball aus zehn Metern aber weit über das Tor.

31., 0:1, Harnik: Leitners Ecke von links verlängert Rüdiger an den zweiten Pfosten, wo Harnik schneller reagiert als Klaus und den Ball aus kurzer Distanz einnickt.

34.: Kuriose Szene. Bürki lässt einen Rückpass passieren, realisiert dann aber, dass Gentner mit viel Geschwindigkeit kommt und bekommt gerade noch ein Bein dazwischen.

37.: Weiter der VfB. Gentner gewinnt das Kopfballduell am Mittelkreis und leitet weiter zu Harnik. Der legt das Leder an Torrejon vorbei, überlauft selbigen und ist halbrechts frei vor Bürki. Der Keeper bleibt lange stehen und klärt.

42., 1:1, Darida: Darida wird überhaupt nicht angegriffen und fackelt das Leder aus 25 Metern trocken in die linke Torecke. Über Ulreichs Rolle muss man aber diskutieren. Der Keeper schätzt den Ball völlig falsch ein und springt entsprechend nur sehr halbherzig und viel zu spät ab.

44.: Und fast das 2:1. Ulreich pariert einen Schmid-Schuss aus der Distanz, Klaus donnert den Nachschuss an den Querbalken.

52., 1:2, Gruezo: Nach Mitrovic' katastrophalem Fehlpass läuft der VfB in Überzahl auf das Freiburger Tor zu. Gentner vertändelt die Chance zunächst und schießt den zurückgeeilten Mitrovic an, Gruezo ist aber mit vorgerückt und knallt den Ball aus 14 Metern kompromisslos rechts oben rein.

62.: Leitner fasst sich ein Herz und zieht zentral von der Sechzehnerkante ab. Bürki ist da und lenkt den Schuss über die Latte zur Ecke.

68., 1:3, Werner: Mitrovic verliert den Ball im Mittelfeld, Leitner schaltet sofort und schickt Werner, der vor Bürki eiskalt bleibt und den Ball flach in die linke Ecke schiebt.

70.: Was Mitrovic hier abliefert, ist vogelwild. Diesmal kommt er gegen Harnik zu spät und zieht die Notbremse - Gräfe schickt den Serben zum Duschen.

76., 1:4, Harnik: Sakais Schuss halbrechts von der Strafraumgrenze wird zur Vorlage für Harnik, der am Fünfer lauert und keine Mühe hat, den Ball über die Linie zu drücken.

Fazit: Verdienter Sieg der Gäste, die die individuellen Fehler der Freiburger eiskalt nutzten. Von den Breisgauern kam in der zweiten Hälfte viel zu wenig.

Der Star des Spiels: Martin Harnik. Durfte in der Sturmspitze ran und traf dort doppelt. War engagiert im Spielaufbau, unterstütze seine Mitspieler immer wieder auf den Außen und erfüllte auch seine Aufgaben in der Rückwärtsbewegung.

Der Flop des Spiels: Stefan Mitrovic. Sonst eine zuverlässige Größe in der Freiburger Innenverteidigung, agierte Mitrovic gegen Stuttgart viel zu riskant im Spielaufbau und öffnete dem VfB mit seinen Patzern die Tür zum Sieg.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe. Hatte das Spiel mit seiner gewohnt ruhigen Art jederzeit im Griff und lag mit seinem Gespann bei allen wichtigen Entscheidungen richtig. Bei Harniks Treffer zum 1:0 entschied er für den Angreifer und behielt damit Recht, auch Mitrovic' Platzverweis traf das angemessene Strafmaß.

Das fiel auf:

  • Weil beide Teams offensiv ausgerichtet waren, entwickelte sich sofort eine temporeiche Partie mit vielen Zweikämpfen. Bei Freiburg lief der Ball aber deutlich präziser durch die Reihen, wodurch die Hausherren früh zu den ersten Chancen kamen.
  • Das änderte sich auch nach der überraschenden Führung der Gäste nur kurz. Nachdem der VfB, der auch unter Stevens im gewohnten 4-2-3-1 auflief, zwischen der 30. und 40. Minuten eine gute Phase hatte, übernahmen die Hausherren wieder die Kontrolle und hätten schon vor der Pause das zweite Tor erzielen müssen.
  • Stuttgart schwärmte bei Ballgewinn sofort aus und suchte mit den aufrückenden Klein und Hlousek den Weg über die Flügel. Diese Konter führten zwar zu zwei Toren, hätten vernünftig ausgespielt aber schon deutlich früher für die Entscheidung sorgen können.
  • Vom gefälligen Kombinationsspiel der Freiburger war in den zweiten 45 Minuten nicht mehr viel zu sehen. Eklatante Fehler im Ballvortrag luden Stuttgart immer wieder zum Tempo-Gegenangriff ein.
  • Warum Streich seinen völlig indisponierten Innenverteidiger Mitrovic nicht spätestens nach dessen zweiten Bock vom Platz nahm, bleibt sein Geheimnis. Die Quittung gab es in Form der Roten Karte nur zwei Minuten später.

Freiburg - Stuttgart: Die Statistik zum Spiel

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