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Trügerisch deutlich

Von SPOX
Samstag, 29.11.2014 | 11:52 Uhr
Huub Stevens feierte bei seiner Rückkehr einen deutlichen Sieg im Baden-Württemberg-Derby
© getty
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Unter Huub Stevens findet der VfB Stuttgart zurück in die Erfolgsspur und gewinnt erstmals nach drei Niederlagen in Folge mit 4:1 in Freiburg. Grund zu überschwänglichem Jubel ist der Sieg aber nicht, weil das Ergebnis über die Leistung hinwegtäuscht.

Die Reaktionen:

Christan Streich (Trainer Freiburg): "Wir haben heute Fehler im Spielaufbau gemacht. Wir haben zunächst sehr gut gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Dann haben wir Stuttgart zu den Toren eingeladen, das war Wahnsinn. Dann ist alles für Stuttgart gelaufen, was für Stuttgart laufen kann. Wir haben quasi vier Eigentore geschossen."

Huub Stevens (Trainer Stuttgart): "Wir haben die erste Halbzeit ein Quäntchen Glück gehabt. In der zweite Halbzeit haben wir aber richtig guten Fußball gespielt und gezeigt, was wir eigentlich können. Wir haben ein Auswärtsspiel gewonnen, da muss man zufrieden sein. Wenn man zudem bei einem Konkurrenten gewinnt, gibt das Selbstvertrauen."

Nachbetrachtung:

Unter Huub Stevens findet der VfB Stuttgart zurück in die Erfolgsspur und gewinnt erstmals nach drei Niederlagen in Folge mit 4:1 in Freiburg. Ein Grund für überschwänglichen Jubel ist der Sieg aber nicht. Vor allem das Ergebnis ist trügerisch.

Wenn man als Tabellenletzter 4:1 auswärts gewinnt, hat man normalerweise viel richtig gemacht. Bezogen auf das Freitagabendspiel des 13. Bundesligaspieltags trifft allerdings eher zu, dass Freiburg wahnsinnig viel falsch gemacht hat.

Drei Trainingstage hatte Stevens Zeit, seine neue und alte Mannschaft auf die Partie vorzubereiten. Zu wenig, um grundlegende Veränderungen vorzunehmen. Genug aber, um "intensive Gespräche mit den Spielern zu führen und an die vorhandenen Stärken zu erinnern", wie Moritz Leitner nach dem Spiel erklärte. "Wir wussten, was wir zu tun haben und haben die Ideen des Trainers auf dem Platz umgesetzt."

Eine dieser Aufgaben lag darin, konsequent die Freiburger Innenverteidiger anzulaufen. "Wir wussten, dass sie ihre Probleme haben, wenn sie unter Druck gesetzt werden", verriet Stevens. Dass der Niederländer mit dieser Analyse erschreckend richtig lag, offenbarte SC-Verteidiger Stefan Mitrovic, der den Ausgang des Spiels mit drei unfassbaren Böcken maßgeblich beeinflusste.

Das Quäntchen Glück

In das Glück solcher Geschenke kommt man in der Bundesliga nur sehr selten. Es war aber nicht die einzige Szene, in der der VfB den Dusel hatte, den Stevens-Vorgänger Armin Veh während seiner Amtszeit vermisste. Schon zur Pause hätten die Schwaben mit zwei oder drei Toren in Rückstand sein können, aber Freis vergab freistehend aus kürzester Distanz und Klaus traf nur die Latte.

"Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt und hatten Glück, dass es zur Pause 1:1 stand", wusste auch Martin Harnik, der dem Trainer-Wechsel nicht zu viel Bedeutung zukommen lassen wollte: "Klar gibt es diesen Effekt, wenn ein neuer Trainer da ist, aber wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen".

Alte Besen kehren gut

Ob Leitner, Harnik oder Stevens - in Bezug auf die sehr schwache erste Hälfte waren sich alle einig. Freiburg kombinierte sich ohne Mühe vor das Tor von Sven Ulreich. Die Probleme in der Defensive, die dem VfB schon unter Veh unzählige Punkte kosteten, konnte auch Stevens in der Kürze der Zeit wenig verwunderlich nicht abstellen. Ebenfalls kaum verbessert präsentierte sich die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung, kam spielerisch nicht vor das Tor der Hausherren, verschenkte viele Bälle leichtfertig und offenbarte das Gesicht einer verunsicherten Mannschaft.

Das Glück blieb den Schwaben aber auch nach dem Seitenwechsel hold. Mit der erneuten Führung, versursacht durch Mitrovic' Fehlpass kurz nach der Pause, stieg das Selbstvertrauen der Schwaben an, während Freiburg komplett den Faden verlor. Als Mitrovic erneut patzte und wenig später vom Platz flog, wurde die Partie zum Selbstläufer.

Nach 90 Minuten stand so ein 1:4 auf der Anzeigetafel im Schwarzwald-Stadion, wo ganz locker auch ein 3:1 oder 3:2 hätte stehen können, wenn das Pendel in einer der knappen, entscheidenden Situationen in Richtung der Hausherren ausgeschlagen hätte. Welchen Effekt die Rückkehr von Huub Stevens haben wird, war im Spiel gegen Freiburg nicht zu sehen. Aber wie es scheint, hat der Knurrer aus Kerkrade zumindest schon mal das Pech der vergangenen Wochen aus Stuttgart vertrieben.

Freiburg - Stuttgart: Die Statistik zum Spiel

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