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Dortmunds Neven Subotic im Interview

"Das ist ein Tiefpunkt, absolut"

Sonntag, 02.11.2014 | 11:00 Uhr
Neven Subotic im Duell mit Franck Ribery, an dem der Dortmunder den Elfmeter verursacht hat
© Getty
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Borussia Dortmund rutscht nach der fünften Bundesliganiederlage in Serie immer tiefer ins Schlamassel. Nach dem 1:2 gegen den FC Bayern München spricht der für den verletzten Mats Hummels ins Spiel gekommene Neven Subotic im Interview über die zwei unterschiedlichen Halbzeiten des BVB, übt Selbstkritik und erklärt, weshalb die Borussia ihre Spielweise nicht ändern sollte.

Frage: Herr Subotic, der BVB hat schon wieder verloren. Wie fühlt sich der erneute Nackenschlag an?

Neven Subotic: Extrem. Vor allem deshalb, da wir das wichtige 1:0 geschossen haben. Das ist ja das Schwerste im Fußball. Dass dies jetzt nichts wert ist, ist natürlich enorm schade. Wir hätten die Punkte dringend gebraucht. Wir stehen nun auf einem sehr schlechten Tabellenplatz und sind absolut nicht zufrieden.

Frage: Wie erklären Sie sich den Unterschied zwischen den beiden Dortmunder Halbzeiten?

Subotic: Wir hatten nicht vor, weniger Druck auf den Gegner auszuüben, sondern wollten das in beiden Hälften in gleichem Maße tun. Das, was wir uns vorgenommen hatten, ist gegen eine solche Klasse-Mannschaft wie die Bayern sehr schwer über 90 Minuten umzusetzen. Daher ist es irgendwo auch menschlich, dass so etwas mit der Zeit dann mal abnehmen kann. Wir waren in den ersten drei, vier Situationen in der zweiten Hälfte einen Schritt zu langsam. Das gab dem Gegner dann die Möglichkeit, mehr Pässe nach vorne zu spielen und generell eher zu seinem Spiel zu kommen. Wir haben kämpferisch gut dagegen gehalten und alles gegeben, um die Null zu halten, aber sie waren eben schwer aufzuhalten.

Frage: Mit welchem Plan ging man in die zweiten 45 Minuten?

Subotic: Es war uns bewusst, dass die Bayern mehr Druck machen werden. Wir wollten hinten sicher stehen, enorm gut verteidigen und wenn die Bayern ins Risiko gehen, den Ball schnappen und schnell vors Tor kommen. Ein paar Gelegenheiten haben wir uns so herausspielen können. Leider hat der Gegner durch meine beiden Patzer aber zwei Tore geschossen. Das ist natürlich extrem bitter. Jetzt fahren wir mit null Punkten und einem schlechten Gefühl nach Hause.

Frage: Sie sprechen die Gegentore an. Bei beiden hingen Sie mit drin. Wie haben Sie die Elfmeterszene gesehen?

Subotic: Das ist für denjenigen, der den Elfmeter verursacht hat, immer schwer einzuschätzen. Als ich gemerkt habe, dass Ribery Richtung Tor gehen kann, habe ich versucht, das Foul zu ziehen. Ich habe vor dem Sechzehner an ihm gezogen. Er läuft dann noch ein paar Schritte weiter und fällt. Das ist unglücklich für mich gelaufen.

Die Opta-Statistiken von Neven Subotic gegen den FC Bayern

Frage: Der erste Gegentreffer war eigentlich noch unglücklicher, oder? Sie haben Robert Lewandowski den Ball in den Fuß gespitzelt.

Subotic: Ich bin an beiden Gegentreffern direkt beteiligt und hätte das besser lösen können. Das ist ein Tiefpunkt, absolut. Besonders deshalb, weil wir das Spiel ganz gut angegangen sind und in der ersten Halbzeit verdient in Führung lagen.

Frage: Dortmund ist in der Tabelle weiter abgerutscht. Wie geht es nun weiter?

Subotic: Am Dienstag gegen Galatasaray kommt die nächste Gelegenheit, uns, den Fans und auch unseren Gegnern zu beweisen, dass wir es besser können. Wir müssen überzeugen und Selbstvertrauen tanken, auch wenn wir das schon eine Weile lang sagen.

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Frage: Gibt es irgendetwas Positives, dass man nach der fünften Niederlage in Folge mitnehmen kann?

Subotic: Ich glaube beispielsweise nicht, dass wir unsere Spielweise ändern sollten, nur weil wir in der Tabelle unten stehen. Das Spiel heute hat gezeigt, dass wir enorme Qualität über eine lange Strecke auf den Platz bekommen haben. Wir haben lange gegen die Bayern geführt und hatten auch danach noch die eine oder andere Möglichkeit. Das zeigt mir, dass unser Spiel nicht grundsätzlich verkehrt ist. So wie das Spiel gelaufen ist, ist die Niederlage größtenteils auf meine beiden individuellen Fehler zurück zu führen. Wenn wir diese Dinger vermeiden, würde das auch dem Spielausgang zuträglich sein.

Bayern - Dortmund: Daten zum Spiel

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