wird geladen

Der FC Bayern schlägt den BVB

Lektion fürs Überleben

Sonntag, 02.11.2014 | 10:56 Uhr
Der FC Bayern gewann sein erstes Bundesliga-Heimspiel gegen den BVB seit 2010
© getty
Advertisement
Serie A
FrLive
Fluminense -
Cruzeiro
International Champions Cup
Fr04:05
Man United -
Man City
Club Friendlies
Fr13:30
Inter Mailand -
FC Schalke 04
1. HNL
Fr20:00
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Senhua -
Beijin Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Der Sieg über Borussia Dortmund ist gut fürs Selbstwertgefühl des FC Bayern, aber auch ein Beispiel für die kommenden Wochen und Monate. Pep Guardiola sammelt weiter Argumente, um seine Mannschaft nach seinem Geschmack zu formen.

Es war kein Lächeln, eher ein kleines Schmunzeln, das Jürgen Klopp übers Gesicht huschte. Mehr Freude oder Amüsement war für den Trainer von Borussia Dortmund nicht drin nach der 1:2-Niederlage beim FC Bayern. Aber in diesem Moment zeichnete sich zumindest ein wohlmeinender Gesichtsausdruck ab, während er seinen Kopf auf den rechten Arm legte und den Ausführungen seines Kollegen zur Linken lauschte.

Pep Guardiola war gerade dabei, seine Erklärungen für die Leistung seiner Mannschaft abzugeben. Es ist dann nicht immer ganz einfach, dem Spanier zu folgen, wenn die Worte wie ein Trommelfeuer aus ihm heraussprudeln - in einem Mix aus Deutsch, Spanisch und Englisch.

Klopp schien zumindest leicht fasziniert von der Art und Weise und möglicherweise auch vom versteckten Inhalt von Guardiolas Ausführungen. Ebenso wie Guardiola im Gegenzug sehr konzentriert und aufmerksam Klopps Einlassungen verfolgte. Der Respekt beider Trainer war im Presskonferenzraum der Allianz Arena deutlich spürbar.

"Spectators" des BVB

Guardiola hatte zwar wie die restlichen Besucher in der Allianz Arena auch eine erste Halbzeit gesehen, in der die Bayern von Beginn an viele Chancen hatten, aber Bayerns Trainer schraubte die offizielle Zuschauerzahl von 71.000 noch etwas in die Höhe, genauer gesagt um elf Personen.

"Spectators" des BVB seien seine Spieler in den ersten 45 Minuten gewesen, viele Fehlpässe und Ballverluste waren die Folge. Er konnte noch nicht hundertprozentig sagen, warum das so gewesen sei, aber er vermutete einen historischen Aspekt, immerhin standen sich beide Teams in den letzten Jahren mehrmals gegenüber und die Spiele liefen doch immer ziemlich ähnlich ab.

Bayern machte das Spiel, Dortmund konterte. "Vielleicht hatten wir Angst vor Ballverlusten und den Kontern des BVB", sagte Guardiola. Schließlich seien die Dortmunder noch immer die beste Mannschaft in dieser Disziplin.

Die Fehlpässe des FC Bayern im Spiel gegen Borussia Dortmund

Guardiola sieht Lektion für sein Team

Auf jeden Fall war Guardiola nicht zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft - und die steht für den Spanier über allem, das hatte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel einmal mehr recht deutlich unterstrichen. Nur mit vollem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken könne der FC Bayern erfolgreich sein.

"In der zweiten Halbzeit haben wir gespielt, was wir sind", sagte Guardiola und meinte damit ein mutiges Offensivspiel mit großer Leidenschaft und hoher Aggressivität, besonders im Gegenpressing.

"Uns fehlte in der ersten Halbzeit manchmal die Intensität, das darf gegen den BVB nicht passieren. Wir haben nicht aggressiv genug Druck nach vorne gemacht", analysierte Siegtorschütze Arjen Robben stellvertretend für seine Kollegen. Die Aussage zeigt, dass Guardiolas Vorstellungen bei den Spielern ankommen und sie ihm folgen.

Das Auftreten in der ersten Halbzeit war für Guardiola sogar "eine große Lektion für den Rest der Saison". Das negative Denken, die Angst vor Ballverlusten und die Folgen in Form von Kontern müssen seine Spieler ablegen. Besonders in den Spielen gegen die Großen. Die Erlebnisse gegen Dortmund und Real Madrid zum Ende der abgelaufenen Saison sind noch immer präsent.

Ein Spiel mit dem Stempel "Ausgerechnet"

Dass der zurzeit in überragender Form spielende Robben auch in dieser Hinsicht als Musterschüler gelten kann, offenbarte der spielentscheidende Elfmeter. Der Niederländer hätte genug Gründe gehabt, um nicht zum Elfmeter gegen Roman Weidenfeller anzutreten. Die Geschichte hat es in dieser Konstellation nicht immer gut gemeint mit Robben.

Aber Robben denkt, wie es sein Trainer will, in jeglicher Hinsicht nach vorne. Und so konnte man auch nach diesem Tor die alte Reporter-Floskel "ausgerechnet" hervorkramen. Wie schon beim Führungstreffer von Marco Reus, um den sich weiterhin Wechselspekulationen Richtung München halten. Und wie beim Ausgleich von Robert Lewandowski, der ja erst im Sommer das schwarz-gelbe gegen das rot-blaue Trikot getauscht hat.

Ribery bringt zusätzlich Schwung

Am Ende war es ein beispielhafter Abend für die hinzugewonnen Qualitäten des FC Bayern unter Guardiola in dieser Saison. Das Spiel ist von höherer Leidenschaft, mehr Flexibilität und größerer Zielstrebigkeit geprägt.

Wenn dann noch dazu Klasse-Spieler wie Claudio Pizarro oder Franck Ribery in der Endphase von der Bank kommen können, verringert das die Chancen auf erfolgreichen Fußball sicherlich nicht.

Der Franzose spielte nicht wie sonst auf der linken Außenbahn, sondern eher im Zentrum, während Lewandowski nach links auswich. Ribery war es dann auch, der mit zwei Aktionen beide Tore einleitete. "Er hat uns sehr geholfen", sagte Guardiola.

Gut fürs Selbstwertgefühl und die Zukunft

Es war aber auch ein Spiel, das dem Selbstwertgefühl der Bayern sichtlich gut getan hat. Selbst wenn beide Mannschaften mittlerweile 17 Punkte in der Tabelle trennen, halten die Münchner die Schwarz-Gelben nach wie vor für einen gefährlichen Gegner und werden in den direkten Duellen mit dem BVB auch stetig zu Höchstleistungen gezwungen.

In der Liga sollten sich die Bayern dem ärgsten Kontrahenten der letzten Jahre endgültig entledigt haben, aber es gibt ja mit der Champions League und dem DFB-Pokal noch zwei andere Wettbewerbe, in denen es zu Aufeinandertreffen kommen kann. Dort dürfte man sich in K.o.-Spielen keine Schwächephase leisten. Nach den Erlebnissen der ersten Halbzeit wissen die Bayern dann, was zu tun ist.

Bayern - Dortmund: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung