wird geladen

Dortmund verliert auch in München

BVB: Das wirkliche zweite Gesicht

Sonntag, 02.11.2014 | 20:30 Uhr
Borussia Dortmund kassierte bereits die siebte Niederlage - so viele wie in der kompletten Vorsaison
© getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Borussia Dortmund zeigte bei der 1:2-Niederlage im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München 45 Minuten lang eine starke Leistung. Die nahm dann deutlich ab - weil der BVB weiterhin zu inkonstant ist und ihn die Psyche behindert.

Um Dortmunds Niederlage im Spitzenspiel beim FC Bayern zu erklären, muss man die Worte von Sebastian Kehl interpretieren.

"Das Spiel heute ist nicht so zu bewerten wie die anderen", fing er seine Ausführungen an und meinte mit "die anderen" die sechs letzten Bundesligaspiele der Borussia.

Und: "Der Plan war, in der zweiten Halbzeit so weiter zu spielen wie in der ersten."

Vorhaben geht in die Hose

Der mit vier Niederlagen in Serie im Gepäck zum Tabellenführer gereiste BVB hatte in München aus einer taktischen Grundhaltung heraus agieren müssen, die bei den Pleiten zuletzt nicht angewendet wurde. Zwischen Bayern und Dortmund entwickelte sich ein typisches Bayern-gegen-Dortmund-Spiel.

Die Westfalen spielten wie schon beim 3:0-Sieg vor einem guten halben Jahr: Hoch verteidigend und tief attackierend in der gegnerischen Hälfte. Die Bayern fanden nicht zu ihrem Spiel und hatten keine Kontrolle über das Geschehen. Dortmunds Führung deutete sich an und ging in Ordnung - nach einer in der aktuellen Situation relativ stabilen ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als wollte der BVB tatsächlich aus einer etwas tieferen Ordnung heraus angreifen. So gesehen ging das von Kehl angesprochene Vorhaben ziemlich schnell in die Hose. Die defensiveren Dortmunder konnten die Chancen, die der Rekordmeister bereits in den ersten 45 Minuten hatte, quasi vom Fleck weg nicht weiter eindämmen.

Dortmunds Rätsel: Die Inkonstanz

Dortmund verlor vielmehr die Kompaktheit und musste auf viele lange Bälle zurückgreifen. Aus eigenem Ballbesitz heraus wurde man so fast nicht mehr gefährlich und hatte viele zweite Bälle zu verteidigen. Bayern gewann am Ende verdient.

Es ist das wirkliche zweite Gesicht der Borussia, das sie am Samstagabend in München zwischen 19.30 Uhr und 20.15 Uhr zeigte. Nicht die Diskrepanz zwischen den Punkteständen in Champions League und Bundesliga gibt Dortmund Rätsel auf, sondern die Inkonstanz, die eigene Spielidee vollumfänglich auf den Platz zu bringen.

Bis auf die Partie gegen den FC Arsenal und das Duell gegen ein höchst einfältiges Galatasaray schaffte es der BVB in dieser Saison noch nicht, eine in vielen Komponenten konstante Leistung über 90 Minuten abzurufen. Nach dem Auftakt in die Duelle, die jetzt die eklatante Pleitenserie ausmachen, steht einer kollektiven Steigerung nun auch zusehends eine angeknackste Psyche im Weg.

Die OPTA-Heatmap zeigt den unterschiedlichen BVB-Aktionsradius in beiden Hälften

Psychisch nicht mehr befreit genug

Dinge gut oder besser zu machen heiße nicht, sie auch gut genug zu machen, sagte Trainer Jürgen Klopp kürzlich. Phasenweise sind in der Tat Verbesserungen vor allem in der Defensivbewegung auszumachen. Damit will Klopp arbeiten und versuchen, künftig weiter "draufzupacken". Doch derzeit können diese Phasen nicht auf die vollen 90 Minuten ausgedehnt werden. Das Bittere: Sie reichen noch nicht einmal für Punktgewinne aus.

Natürlich resultierte der BVB der zweiten Hälfte auch aus der zunehmenden Dominanz und Qualität des Gegners. Doch er ist genauso Ergebnis der fatalen letzten Wochen, Mut und das Vertrauen in die eigene Stärke haben abgenommen. Die Marschroute gegen die Bayern wurde auf einmal verlassen, erklärte Klopp. Warum dies so war, darüber soll noch gesprochen werden.

Man merkt den Dortmundern ihre Nachdenklichkeit und die Zerbrechlichkeit der Situation an. Zwar mehr im Dialog neben als auf dem Spielfeld, doch nach der schwierigen personellen Ausgangslage zu Saisonbeginn, den Formschwankungen Einzelner und den immer mehr werdenden sieglosen Begegnungen tritt der Großteil des Kaders mittlerweile nicht mehr befreit genug auf, um während des unerbitterlichen Drei-Tages-Rhythmus' die "vielen Baustellen" (Klopp) zuschütten zu können.

"Beschissene und verrückte Situation"

Dass der Kopf schwerer geworden ist, zeigten schon die vier letzten Partien. Und die sind alle unterschiedlich verlaufen. In München reichten die besten ersten 45 Minuten der Saison zu nichts, gegen Hannover reagierte der BVB kopflos auf den plötzlichen Rückstand, in Köln brannte es in der Defensive, gegen den HSV mangelte es an offensiver Kreativität. Dortmunds zweites Gesicht ist weniger das der Auftritte in der Königsklasse, als eher das Kopfkino, das mittlerweile angesprungen ist und Stabilität sowie Konstanz erschwert.

Ein "schlechtes Gefühl" (Neven Subotic), "beschissene und verrückte Situation" (Klopp), "verarbeiten und klaren Kopf bewahren" (Lukasz Piszczek), " eine Tabellensituation, die uns sicherlich nachdenklich macht" (Kehl) - nach solchen Aussagen fuhren die Schwarzgelben Richtung Heimat.

Die Dortmunder werden nicht müde zu betonen, weiter dranbleiben und sich baldmöglichst belohnen zu wollen. Viel mehr bleibt ihnen auch nicht übrig, die Lage wird aber natürlich immer prekärer. Mit Gladbach, Hoffenheim und Wolfsburg warten noch echte Kaliber, auswärts muss man in Paderborn, Frankfurt, Berlin und Bremen ran.

Erfolgserlebnis in der Bundesliga muss her

Die doppelte Anzahl der aktuell sieben Punkte sollte es aus diesen Spielen schon sein, wenn man nicht bis ins neue Jahr hinein im Abstiegssumpf hängen bleiben möchte. Ansonsten stünden das Trainerteam wie der gesamte Verein vor der Aufgabe, Mannschaft und Umfeld auf eine Rückrunde unter vollkommen ungeplanten Voraussetzungen vorbereiten zu müssen.

Es hat momentan den Anschein, dass nur ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga Dortmunds Stagnation und die Blockaden der Spieler auflösen könnte. Die Art und Weise wäre wohl gänzlich egal, es sollte nur einfach mal wieder funktionieren.

Das könnte es bereits am Dienstag. Dann geht man als Tabellenführer und Favorit in den 4. Champions-League-Spieltag gegen Galatasaray. Für die Bundesliga gibt es da keine Punkte - dafür aber die Chance, Selbstvertrauen und Glauben zu tanken.

Das würde für den Moment auch in kleinen Dosen gegen das wirkliche zweite Gesicht helfen. Auch wenn das Mantra unbeirrbar dasselbe bleibt: Borussia Dortmund muss das nächste Bundesligaspiel dringend gewinnen.

Bayern - Dortmund: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung