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Bundesliga - 7. Spieltag

HSV holt Punkt beim van-Marwijk-Debüt

Samstag, 28.09.2013 | 20:25 Uhr
Viele Zweikämpfe bestimmten das Spiel zwischen Frankfurt und Hamburg
© Getty
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Der Hamburger SV hat im ersten Spiel unter seinem neuen Trainer Bert van Marwijk auswärts einen Punkt geholt. Die Hamburger trennten sich von Eintracht Frankfurt mit 2:2 (1:1).

Vor 50.000 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena brachte Johannes Flum mit seinem ersten Saisontor die Gastgeber in Führung (18.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Pierre-Michel Lasogga per Kopfball den Ausgleich.

Marco Russ erzielte kurz nach dem Seitenwechsel die erneute Führung für die Gastgeber (54.), aber Marcell Jansen gelang kurz vor Schluss der erneute Ausgleich (86.).

Die Eintracht muss damit weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Saison warten. Die Hamburger können das Remis dagegen als Erfolgserlebnis unter van Marwijk verbuchen. Nächste Woche reisen die Hanseaten zum 1. FC Nürnberg.

Reaktionen:

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben das Spiel nach den ersten zehn Minuten kontrolliert und sind folgerichtig in Führung gegangen. Wir hätten auch das 2:0 machen müssen. Der Ausgleich kurz vor der Pause war unglücklich. Danach hatten wir das Spiel im Griff, auch wenn wir es nicht mehr so kontrolliert haben wie zuvor. Dann kam der abgefälschte Schuss - schade! Vielleicht haben uns am Ende ein paar Prozent gefehlt."

Bert van Marwijk (Trainer Hamburger SV): "Wir wussten vorher, dass es nicht so einfach werden würde. Wir wollten Fußball spielen, das haben wir in den ersten Minuten gezeigt. Leider bekamen wir dann das Gegentor. Die zweite Hälfte haben wir viel besser gespielt, das 1:2 war unnötig. Wir haben aber einige kreative Spieler, am Ende haben wir verdient das 2:2 geschossen."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei der Eintracht zwei Änderungen im Vergleich zum Pokal: Djakpa und Inui sind draußen, Oczipka und Flum kommen in die Mannschaft. Van Marwijk vertraut in seinem ersten Spiel auf der HSV-Bank der siegreichen Elf von Dienstag.

18.: Jung führt einen Einwurf schnell aus, Barnetta schlägt den Ball von der Grundlinie vors Tor, wo Aigner am Fünfmeterraum knapp vor Adler an den Ball kommt - und an die Unterlatte köpft! Der Ball springt wieder heraus und Westermann klärt.

31., 1:0, Flum: Überragender Pass von Jung an der Linie entlang auf Aigner, der sich am rechten Sechzehnereck gegen Djourou durchsetzt. Querpass durch den Fünfer auf Flum, der den Ball aus drei Metern einschiebt.

33.: Van der Vaart mit dem Freistoß aus 28 Metern von halbrechts auf die Torwartecke. Trapp macht den Schritt in die Mauerecke und kann dem Ball nur noch hinterher schauen. Die Kugel geht aber knapp am Tor vorbei.

39.: Fehlpass im Aufbau beim HSV. Kadlec schnappt sich den Ball an der Mittellinie und nimmt Tempo auf. Satter Rechtsschuss aus 23 Metern, Adler lenkt den Ball mit den Fäusten über die Latte.

45., 1:1, Lasogga: Calhanoglu mit der Ecke von links. Lasogga steigt höher als Zambrano und wuchtet den Ball rechts oben in die Maschen.

54., 2:1, Russ: Der HSV pennt bei einem Standard aus dem linken Halbfeld. Der Ball wird gerade in den Strafraum auf den freien Flum gespielt. Der spielt den Ball in den Rücken der Abwehr auf Anderson, der den Ball unfreiwillig auf Russ prallen lässt und der hämmert den Ball aus sieben Metern ins kurze Eck.

69.: Starker Konter der Eintracht. Zambrano bedient Aigner links im Strafraum. Der zieht aus 13 Metern ab, in der Mitte kommt Kadlec einen Schritt zu spät, der Ball geht knapp am rechten Pfosten vorbei.

86., 2:2, Jansen: Zoua zieht von rechts nach innen und bedient Calhanoglu, der leitet den Ball 20 Meter vor dem Tor weiter auf Jansen. Der lässt Jung aussteigen und zieht mit rechts ab. Zambrano fälscht Jansens Schuss unhaltbar für Trapp mit der Hacke ab - rechts unten schlägt's ein.

Fazit: Frankfurt zeigt die reifere Spielanlage, machte aber zu wenig aus seiner Überlegenheit. Der HSV erkämpfte sich das Unentschieden.

Der Star des Spiels: Hakan Calhanoglu. Hatte bei beiden Toren seine Füße im Spiel und somit entscheidenden Anteil am Punktgewinn der Hamburger. Seine Ecke vor dem 1:1 war klasse, genauso seine Übersicht vor dem 2:2.

Der Flop des Spiels: Johan Djourou. Gewann für einen Abwehrspieler nur magere 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Ganz schwach sein Defensivverhalten vor dem 0:1 gegen Aigner. Djourous 17-jähriger Nebenmann Tah machte insgesamt eine bessere Figur.

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Der Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer. Korrekt, das Tor von Aigner wegen Abseitsstellung nicht zu geben (50.). Kurios: Bekam in der zweiten Halbzeit mit Peter Sippel einen neuen Assistenten an der Linie, weil sich Detlef Scheppe am Oberschenkel verletzt hatte. Der agierte fortan als vierter Offizieller für Sippel.

Das fiel auf:

  • Der HSV begann dank dem Sieg im DFB-Pokal ziemlich selbstbewusst und gestaltete das Spiel 20 Minuten offen. Dann wurde Frankfurt aktiver und bestimmte die Begegnung. Der HSV verteidigte im 4-4-2 mit van der Vaart an der Seite von Lasogga, verschob zwar brav, kam aber nicht wirklich in die Zweikämpfe, weil die Aggressivität fehlte.
  • Die Frankfurter zeigten in der Offensive das strukturiertere Spiel. Sowohl durch die Mitte als auch über die Flügel konnte die Eintracht dem HSV Probleme bereiten. Während bei den Frankfurtern klare Abläufe zu erkennen waren, fehlte den Hamburgern das klare Schema im Aufbau. Außerdem schlichen sich immer wieder Fehler im Passspiel ein.
  • Gefahr strahlte der HSV dagegen bei Standardsituationen aus. Vor allem die Bälle von Calhanoglu waren klasse.
  • Frankfurts Mittelfeldspiel war sehr variabel angelegt. Rode, Russ und Flum holten sich abwechselnd die Bälle aus der Abwehr und kurbelten das Spiel an. Außerdem zeigten sich alle drei sehr zweikampfstark.
  • Obwohl der HSV lange nicht im Spiel war, hielt er die Partie offen und glaubte immer an den Ausgleich. Als Jansen der gelang, wollten die Hamburger sogar noch mehr. Ein Sieg wäre aber dem Spielverlauf nicht entsprechend gewesen.

Eintracht Frankfurt - Hamburg: Daten zum Spiel

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