Samstag, 08.03.2014
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Bundesliga - 24. Spieltag

Werder schafft den Big Point beim Club

Werder Bremen hat im Kampf gegen den Abstieg einen Big Point gelandet. Die Bremer siegten am 24. Spieltag beim 1. FC Nürnberg mit 2:0 (1:0) und nutzten die Unentschieden der Konkurrenz in den anderen Kellerduellen perfekt aus.

Werder Bremen gelang in Nürnberg ein großer Erfolg im Abstiegskampf
© Getty
Werder Bremen gelang in Nürnberg ein großer Erfolg im Abstiegskampf

Die Tore vor 40.608 Zuschauern erzielten Franco di Santo (40.) und Philipp Bargfrede (68.). Werder ist durch den Sieg nun schon acht Punkte von Relegationsrang 16 entfernt.

Bereits zum neunten Mal blieb Werder jetzt schon ohne Gegentor und hat in den Spielen gegen die unmittelbare Konkurrenz schon 21 Punkte geholt.

Der Club dagegen hängt nach der zweiten Niederlage in Folge weiter ganz tief unten drin.

Reaktionen:

Gertjan Verbeek (Trainer Nürnberg): "Es macht mir Spaß, wenn ich die Mannschaft so Fußball spielen sehe. Es macht mir natürlich kein Spaß, dass wir nicht gewonnen haben. Man kann nicht alles haben. Wir hatten schon Kritik, wenn wir nicht gut gespielt und gewonnen haben, das fühlt sich besser an. Ich bin davon überzeugt, wenn man immer schlecht spielt, hört es mal auf. Aber auf diese Weise werden wir sicher noch genug Punkte holen."

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Es läuft momentan einer für den anderen und dann hast du in so einem schwierigen Spiel auch mal das nötige Glück. Mit den Unentschieden heute Nachmittag ist es ein ganz wichtiger Sieg gewesen."

Aaron Hunt (Bremen): "Er hat schnell auf den Punkt gezeigt, ich habe ihm gesagt, dass es eher eingefädelt war von mir. Ich wollte die Berührung haben, habe dann aber gemerkt, dass der Innenverteidiger zurückgezogen hat. Ich habe dann ein bisschen mit mir gekämpft, so wollte ich hier nicht gewinnen. Die letzten zehn Minuten habe ich ein bisschen öfter zur Uhr geguckt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der Club mit zwei Änderungen: Für den gesperrten Feulner kommt Campana zum Einsatz und Mak ersetzt Pekhart.

Werder wieder mit Caldirola, der den verletzten Garcia links in der Viererkette ersetzt. Ansonsten keine Änderungen im Vergleich zum Hamburg-Spiel.


12.: Hlouseks Flanke von links lässt Lukimya passieren. Wolf ist irritiert und aus dem Spiel, aber Cardirola haut den Ball kurz vor der Linie weg.

22.: Di Santo spaziert viel zu leicht an Frantz vorbei und knallt aus 23 Metern drauf. Schäfer schon geschlagen, der Ball klatscht aber an die Latte.

39.: Mak mit Zug, geht an drei Gegenspielern vorbei. Beim Abschluss kommt er aber nicht sauber zum Schuss und zielt genau Wolf in die Arme.

40., 0:1, Di Santo: Ballgewinn Werder im Mittelfeld. Hunt geht ein paar Meter durchs Mittelfeld, zieht dann aus 25 Metern satt ab. Der Ball knallt an den rechten Pfosten. Der Nachschuss fällt direkt Di Santo auf den Schlappen, der aus zehn Metern volley versenkt.

46.: Schäfer bleibt angeschlagen in der Kabine, für ihn kommt Rakovsky zu seinem siebten Bundesligaeinsatz.

58.: Ganz fieses Ding von Campana aus gut 25 Metern. Der Ball flattert wie wild, Wolf bekommt aber noch den linken Unterarm dran.

68., 0:2, Bargfrede: Campana mit dem Ballverlust im Aufbau. Bargfrede zieht aus 28 Metern ab, Pinola fälscht den Ball unglücklich ab. Rakovsky kommt nicht mehr richtig dran, der Ball fliegt flach rechts unten ins Netz.

76.: Gräfe zeigt nach einem Einfädler von Hunt auf den Punkt. Wütende Proteste der Clubberer. Hunt mit einer bemerkenswerten Geste, sagt Gräfe, dass es sich nicht um ein Foulspiel eines Nürnbergers gehandelt hat, sondern dass er den Elfmeter provozieren wollte.

86.: Angha flankt von rechts nach innen, Drmic köpft auf die Latte.

Fazit: Etwas schmeichelhafter Bremer Sieg. Der Club war die bessere Mannschaft. Werder reichten aber drei klare Abschlussaktionen zu zwei Treffern. Bremens Effizienz war beeindruckend, die Mannschaft spielt das, was sie kann und reizt ihre Grenzen dabei voll aus.

Der Star des Spiels: Sebastian Prödl knüpfte an seine Leistung der Vorwoche an. Der Österreicher klärte etliche Aktionen im eigenen Strafraum, war in der Luft unbezwingbar. Ohne Fehler, derzeit eine Bank des Bremer Defensivspiels.

Die besten Bilder des 24. Spieltags
VFL WOLFSBURG - BAYERN MÜNCHEN 1:6: Die Wölfe begannen stark, waren gegen den Triple-Sieger sogar über weite Strecken besser - und kassierten trotzdem eine richtig bittere Pleite
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Xherdan Shaqiri brachte die Bayern aus einer konfusen Szene heraus wieder ran und erzielte den Ausgleich. In Hälfte zwei folgte eine Demonstration...
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... allen voran dank Thomas Müller. Der Münchner hatte bei fünf von sechs Bayern-Toren seine Füße im Spiel
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SC FREIBURG - BORUSSIA DORTMUND 0:1: Viel fiel dem BVB im Breisgau nicht ein. Alles sah nach einer Punkteteilung aus - bis Sebastian Kehl zum Sonntagsschuss ansetzte
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Der Aufreger des Spiels war die Gelbe Karte gegen Dortmunds Sokratis. Die Freiburger pochten auf Notbremse - und Rot!
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Auch Sport-Club-Coach Christian Streich haderte mit der Schiedsrichter-Entscheidung
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FSV MAINZ 05 - HERTHA BSC 1:1: Thomas Kraft im Berliner Tor flogen in der ersten Hälfte die Bälle um die Ohren. Ein Tor erzielten die Mainzer aber zunächst nicht
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Dafür schoss Adrian Ramos die Hertha aus dem Nichts in Führung. Er profitierte dabei von einem Fehlpass von Eric Maxim Choupo-Moting
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Der Mainzer machte seinen Fehler aber wieder gut, als er vom Punkt zum Endstand traf
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FC SCHALKE 04 - 1899 HOFFENHEIM 4:0: Nach den bösen Klatschen gegen Real und die Bayern durften sich die Schalker ihrerseits über einen Kantersieg freuen
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Die Kraichgauer lagen bereits früh zurück und fanden nie ins Spiel. Kapitän Beck diagnostizierte einen Klassen-Unterschied
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Der überragende Mann bei den Knappen war Klaas-Jan Huntelaar, der trotz eines verschossenen Elfmeters einen Dreierpack schnürte
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BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH - FC AUGSBURG 1:2: Es ging so gut los für die Borussia. Raffael sorgte mit seinem 12. Saisontor für die frühe Führung
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Aber es wurde wieder nichts mit einem Gladbacher Sieg. Halil Altintop gelang der Ausgleich für die Augsburger
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Tobi Werner traf dann zum FCA-Sieg. Hier feiern Keeper Manninger und Abwehrmann Klavan
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HANNOVER 96 - BAYER LEVERKUSEN 1:1: Großer Auftritt von Bernd Leno. Der Bayer-Keeper parierte Husztis Elfmeter in der 5. Minute
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Dann ging Leverkusen in Führung. Castro war der Absender des Balles, der hinter Zieler so fotogen einschlug
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Doch es reichte wieder nicht für einen Leverkusener Sieg. Hannovers Wintertransfer Artjoms Rudnevs hatte was dagegen
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HAMBURGER SV - EINTRACHT FRANKFURT 1:1: Sabia Boulharouz genießt das schöne Wetter in Hamburg und ein Produkt von Langnese
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In Abwesenheit von Rafael van der Vaart und vielen anderen HSV-Stammkräften kam Robert Tesche mal wieder zu einem Bundesliga-Einsatz
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Alexander Madlung hatte Frankfurt in Führung geschossen. Am Ende reichte es dank Hakan Calhanoglus Elfer noch zu einem Punkt für den HSV
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VFB STUTTGART - EINTRACHT BRAUNSCHWEIG 2:2: Die Luft für VfB-Coach Thomas Schneider wird nach dem schwachen Remis gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig immer dünner
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Dabei spielten die Stuttgarter nach dem frühen Rückstand stark und drehten das Spiel dank des überragenden Martin Harnik (l.) binnen weniger Minuten
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Die vielleicht entscheidende Szene: Christian Gentner vergibt mit dem Elfer eine mögliche 3:1-Führung. Kurz vor Schluss trafen die Löwen zum Ausgleich
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Die vielleicht entscheidende Szene: Christian Gentner vergibt mit dem Elfer eine mögliche 3:1-Führung. Kurz vor Schluss trafen die Löwen zum Ausgleich
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Der Flop des Spiels: Jose Campana durfte für Feulner im defensiven Mittelfeld ran. An sich machte der Spanier seine Sache gar nicht so schlecht - wären da nicht die beiden Fehler vor den Gegentoren gewesen, die Werder erst zum Konter einluden.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe war ein ruhiger Leiter einer auch anständig geführten Partie. Hatte aber Glück, dass ihn Hunt auf seine Fehlentscheidung beim vermeintlichen Elfmeter hinwies.

Das fiel auf:

  • Es wurde von Beginn an das erwartete Spiel zweier gegensätzlicher Spielauffassungen. Nürnberg mit sehr hohem Verteidigen tief in der gegnerischen Hälfte, gutem Kurzpassspiel durchs Mittelfeld und einer hohen Flexibilität beim Rotieren im letzten Angriffsdrittel. Der Club machte das Spiel in der Offensive immer wieder schön breit und zog das Bremer Bollwerk so gut auseinander. In der ersten Hälfte hatte Nürnberg 69 Prozent Ballbesitz.
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  • Werder setzte Kampf und Einsatzwillen dagegen und verteidigte im Prinzip erst ab der Mittellinie das eigene Tor. In der Offensive war man zumeist abhängig vom Gewinn des zweiten Balls und von individuellen Aktionen von Di Santo oder Hunt - ein geplantes Zusammenspiel fand kaum statt. Vielmehr lauerten die Gäste auf Fehler des Clubs. Nicht die schlechteste Lösung...
  • So nett das Spiel der Gastgeber auch anzusehen war, so oft fehlte vor dem Tor der letzte Pass oder ein konsequenter Abschluss. Nürnberg wurde immer verspielter, je näher es Richtung Bremer Tor kam. Die Versuche mit hohen Flanken von den Flügeln waren kein probates Mittel. Werder hatte Lufthoheit, Prödl und Lukimya waren wie zuletzt gegen den HSV ungemein stark in den Kopfballduellen.
  • Nach zehn Minuten drehte der Club in der zweiten Hälfte mehr und mehr auf und gewann im Mittelfeld Ball um Ball - unter anderem auch begünstigt durch die Gelb-Problematik bei Werder: Obraniak, Bargfrede und Junuzovic waren nach 45 Minuten schon verwarnt. Werder-Coach Dutt reagierte mit der Einwechslung von Makiadi für Petersen.
  • Der zweite Bremer Treffer war wie ein Genickschlag für Nürnberg. Danach ging fast gar nichts mehr und Bremen spielte die Partie unaufgeregt nach Hause.

Nürnberg - Bremen: Die Statistik zum Spiel

Stefan Rommel

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Stefan Rommel(Redakteur)

Stefan Rommel, Jahrgang 1975, ist Nationalmannschaftsreporter bei SPOX.com (momentan in Elternteilzeit). Studium der Sportwissenschaften in Augsburg, DFB-Lizenz Trainer-C-Leistungsfußball. Redakteur bei Sport1.de von 2001 bis 2007. SPOX-Redakteur der ersten Stunde und tätig im Fußball-Ressort, u.a. für Bremen, Stuttgart und Augsburg. Analysiert von Zeit zu Zeit die Spielstile großer und kleinerer Mannschaften.

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