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Bundesliga - 24. Spieltag

Werder schafft den Big Point beim Club

Von Stefan Rommel
Samstag, 08.03.2014 | 20:20 Uhr
Werder Bremen gelang in Nürnberg ein großer Erfolg im Abstiegskampf
© Getty
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Werder Bremen hat im Kampf gegen den Abstieg einen Big Point gelandet. Die Bremer siegten am 24. Spieltag beim 1. FC Nürnberg mit 2:0 (1:0) und nutzten die Unentschieden der Konkurrenz in den anderen Kellerduellen perfekt aus.

Die Tore vor 40.608 Zuschauern erzielten Franco di Santo (40.) und Philipp Bargfrede (68.). Werder ist durch den Sieg nun schon acht Punkte von Relegationsrang 16 entfernt.

Bereits zum neunten Mal blieb Werder jetzt schon ohne Gegentor und hat in den Spielen gegen die unmittelbare Konkurrenz schon 21 Punkte geholt.

Der Club dagegen hängt nach der zweiten Niederlage in Folge weiter ganz tief unten drin.

Reaktionen:

Gertjan Verbeek (Trainer Nürnberg): "Es macht mir Spaß, wenn ich die Mannschaft so Fußball spielen sehe. Es macht mir natürlich kein Spaß, dass wir nicht gewonnen haben. Man kann nicht alles haben. Wir hatten schon Kritik, wenn wir nicht gut gespielt und gewonnen haben, das fühlt sich besser an. Ich bin davon überzeugt, wenn man immer schlecht spielt, hört es mal auf. Aber auf diese Weise werden wir sicher noch genug Punkte holen."

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Es läuft momentan einer für den anderen und dann hast du in so einem schwierigen Spiel auch mal das nötige Glück. Mit den Unentschieden heute Nachmittag ist es ein ganz wichtiger Sieg gewesen."

Aaron Hunt (Bremen): "Er hat schnell auf den Punkt gezeigt, ich habe ihm gesagt, dass es eher eingefädelt war von mir. Ich wollte die Berührung haben, habe dann aber gemerkt, dass der Innenverteidiger zurückgezogen hat. Ich habe dann ein bisschen mit mir gekämpft, so wollte ich hier nicht gewinnen. Die letzten zehn Minuten habe ich ein bisschen öfter zur Uhr geguckt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der Club mit zwei Änderungen: Für den gesperrten Feulner kommt Campana zum Einsatz und Mak ersetzt Pekhart.

Werder wieder mit Caldirola, der den verletzten Garcia links in der Viererkette ersetzt. Ansonsten keine Änderungen im Vergleich zum Hamburg-Spiel.

12.: Hlouseks Flanke von links lässt Lukimya passieren. Wolf ist irritiert und aus dem Spiel, aber Cardirola haut den Ball kurz vor der Linie weg.

22.: Di Santo spaziert viel zu leicht an Frantz vorbei und knallt aus 23 Metern drauf. Schäfer schon geschlagen, der Ball klatscht aber an die Latte.

39.: Mak mit Zug, geht an drei Gegenspielern vorbei. Beim Abschluss kommt er aber nicht sauber zum Schuss und zielt genau Wolf in die Arme.

40., 0:1, Di Santo: Ballgewinn Werder im Mittelfeld. Hunt geht ein paar Meter durchs Mittelfeld, zieht dann aus 25 Metern satt ab. Der Ball knallt an den rechten Pfosten. Der Nachschuss fällt direkt Di Santo auf den Schlappen, der aus zehn Metern volley versenkt.

46.: Schäfer bleibt angeschlagen in der Kabine, für ihn kommt Rakovsky zu seinem siebten Bundesligaeinsatz.

58.: Ganz fieses Ding von Campana aus gut 25 Metern. Der Ball flattert wie wild, Wolf bekommt aber noch den linken Unterarm dran.

68., 0:2, Bargfrede: Campana mit dem Ballverlust im Aufbau. Bargfrede zieht aus 28 Metern ab, Pinola fälscht den Ball unglücklich ab. Rakovsky kommt nicht mehr richtig dran, der Ball fliegt flach rechts unten ins Netz.

76.: Gräfe zeigt nach einem Einfädler von Hunt auf den Punkt. Wütende Proteste der Clubberer. Hunt mit einer bemerkenswerten Geste, sagt Gräfe, dass es sich nicht um ein Foulspiel eines Nürnbergers gehandelt hat, sondern dass er den Elfmeter provozieren wollte.

86.: Angha flankt von rechts nach innen, Drmic köpft auf die Latte.

Fazit: Etwas schmeichelhafter Bremer Sieg. Der Club war die bessere Mannschaft. Werder reichten aber drei klare Abschlussaktionen zu zwei Treffern. Bremens Effizienz war beeindruckend, die Mannschaft spielt das, was sie kann und reizt ihre Grenzen dabei voll aus.

Der Star des Spiels: Sebastian Prödl knüpfte an seine Leistung der Vorwoche an. Der Österreicher klärte etliche Aktionen im eigenen Strafraum, war in der Luft unbezwingbar. Ohne Fehler, derzeit eine Bank des Bremer Defensivspiels.

Der Flop des Spiels: Jose Campana durfte für Feulner im defensiven Mittelfeld ran. An sich machte der Spanier seine Sache gar nicht so schlecht - wären da nicht die beiden Fehler vor den Gegentoren gewesen, die Werder erst zum Konter einluden.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe war ein ruhiger Leiter einer auch anständig geführten Partie. Hatte aber Glück, dass ihn Hunt auf seine Fehlentscheidung beim vermeintlichen Elfmeter hinwies.

Das fiel auf:

  • Es wurde von Beginn an das erwartete Spiel zweier gegensätzlicher Spielauffassungen. Nürnberg mit sehr hohem Verteidigen tief in der gegnerischen Hälfte, gutem Kurzpassspiel durchs Mittelfeld und einer hohen Flexibilität beim Rotieren im letzten Angriffsdrittel. Der Club machte das Spiel in der Offensive immer wieder schön breit und zog das Bremer Bollwerk so gut auseinander. In der ersten Hälfte hatte Nürnberg 69 Prozent Ballbesitz.
  • Werder setzte Kampf und Einsatzwillen dagegen und verteidigte im Prinzip erst ab der Mittellinie das eigene Tor. In der Offensive war man zumeist abhängig vom Gewinn des zweiten Balls und von individuellen Aktionen von Di Santo oder Hunt - ein geplantes Zusammenspiel fand kaum statt. Vielmehr lauerten die Gäste auf Fehler des Clubs. Nicht die schlechteste Lösung...
  • So nett das Spiel der Gastgeber auch anzusehen war, so oft fehlte vor dem Tor der letzte Pass oder ein konsequenter Abschluss. Nürnberg wurde immer verspielter, je näher es Richtung Bremer Tor kam. Die Versuche mit hohen Flanken von den Flügeln waren kein probates Mittel. Werder hatte Lufthoheit, Prödl und Lukimya waren wie zuletzt gegen den HSV ungemein stark in den Kopfballduellen.
  • Nach zehn Minuten drehte der Club in der zweiten Hälfte mehr und mehr auf und gewann im Mittelfeld Ball um Ball - unter anderem auch begünstigt durch die Gelb-Problematik bei Werder: Obraniak, Bargfrede und Junuzovic waren nach 45 Minuten schon verwarnt. Werder-Coach Dutt reagierte mit der Einwechslung von Makiadi für Petersen.
  • Der zweite Bremer Treffer war wie ein Genickschlag für Nürnberg. Danach ging fast gar nichts mehr und Bremen spielte die Partie unaufgeregt nach Hause.

Nürnberg - Bremen: Die Statistik zum Spiel

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