wird geladen

Bundesliga - 23. Spieltag

Frankfurt fightet sich zum Dreier

Sonntag, 02.03.2014 | 19:26 Uhr
Gleich schlägt's ein. Eintracht-Keeper Trapp streckt sich gegen Harniks Schuss vergeblich
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Der VfB Stuttgart hat sein achtes Bundesligaspiel in Folge verloren. Bei Eintracht Frankfurt unterlagen die Schwaben am 23. Spieltag mit 1:2 (1:0). Alex Meier (89.) erzielte den Siegtreffer für Frankfurt.

Martin Harnik hatte den VfB in Führung gebracht (31.), der eingewechselte Jan Rosenthal den Ausgleich geschossen (80.). Für VfB-Trainer Thomas Schneider wird die Luft immer dünner.

Dagegen verschafft sich Frankfurt ein Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge.

Die Reaktionen:

Thomas Schneider (Trainer Stuttgart): "Ich musste das erst mal sacken lassen und zu mir finden. Wir haben das beste Spiel seit Wochen gemacht, aber versäumt den Sack zuzumachen. Momentan bin ich einfach nur wahnsinnig enttäuscht. Ich muss mir das in Ruhe durch den Kopf gehen lassen."

Fredi Bobic (Sportvorstand Stuttgart): "Wir müssen das erstmal verdauen, was in den 90 Minuten passiert ist. Wir hatten die Matchbälle das Spiel zu gewinnen und haben es unglücklich verloren. Der Tabellenplatz tut weh, weil wir uns selbst dort hingebracht haben. Wir haben eine unglaubliche Negativserie hinter uns, mit den ganzen 1:2-Niederlagen."

...über die Zukunft von Trainer Schneider: "Aus der Emotion heraus möchte ich keine Entscheidung treffen. Darüber muss ich mit dem einen oder anderen reden, auch mit Thomas Schneider. Ich schließe nichts aus. Man darf sich in dieser Position nicht von Emotionen leiten lassen."

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "So grausam es am Donnerstag war, wo wir alle riesig enttäuscht waren, so glücklich sind wir heute. Das macht diesen Sport auch aus."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Eintracht-Coach Veh verzichtet auf Rotation nach dem 3:3 gegen Porto und bringt lediglich Russ im Mittelfeld für den gesperrten Kapitän Schwegler.

Beim VfB steht Cacau zum ersten Mal seit dem 25.09.2012 wieder in der Startelf. Dafür sitzt Abdellaoue auf der Bank. Zudem setzt Schneider auf eine neue Doppelsechs. Kapitän Gentner gibt sein Comeback nach Muskelfaserriss, neben ihm spielt der zuletzt gesperrte Leitner. Werner muss auf die Bank, dafür rückt Boka ins linke Mittelfeld.

6.: Jung läuft Sakai auf links davon und schlägt die Flanke nach innen. Am rechten Fünfereck köpft Barnetta völlig frei aufs Tor - genau auf Ulreich, der die Hände noch hochreißt.

31., 0:1, Harnik: Weit aufgerückte Frankfurter verlieren in der VfB-Hälfte den Ball. Rüdiger spielt die Kugel zu Maxim, der viel Platz hat und Harnik auf links bedient. Haken gegen Zambrano und Schuss aus 14 Metern ins linke untere Eck.

34.: Wieder Platz für den VfB, Leitner mit dem Querpass auf Cacau. Der hat freie Bahn links im Strafraum, Trapp reißt die Fäuste hoch und lenkt den Ball über die Latte.

37.: Schwaab presst erfolgreich gegen Flum und spielt den Ball zu Cacau. Der leitet weiter zu Harnik, der aus 13 Metern aus der Drehung schießt - rechts am Tor vorbei.

47.: Harnik wählt wieder den passenden Laufweg und bekommt links im 16er erneut den Ball von Maxim. Harnik zieht gleich ab - weit links vorbei.

61.: Jung hat Platz auf rechts und flankt an den Elferpunkt. Rüdiger springt unterm Ball durch, Aigner köpft, Ulreich holt die Kugel aus dem linken Giebel.

70.: Wieder hindert Sakai Jung nicht an der Flanke, der Ball fällt Barnetta links im Strafraum auf den Fuß. Schuss mit rechts Richtung langes Eck - vorbei.

73.: Aytekin zeigt nach einem Zweikampf Cacau vs. Barnetta auf den Punkt. Sein Assistent weist ihn daraufhin, dass Cacau den Ball gespielt hat. Aytekin nimmt seine Entscheidung zurück und entscheidet auf Freistoß für Stuttgart.

78.: Boka klaut Zambrano den Ball und spielt quer zu Maxim, der die Kugel aus neun Metern am leeren Tor vorbeischiebt.

80., 1:1, Rosenthal: Abschlag Ullreich. Meier köpft den Ball im Mittelkreis nach vorne. Die VfB-Abwehr spekuliert auf Abseits, vergisst aber den startenden Rosenthal, der frei vor Ulreich auftaucht und dem Keeper die Kugel durch die Beine schiebt.

89., 2:1, Meier: Flum tunnelt Niedermeier im 16er und spielt quer. Meier steht am Elferpunkt und schießt den Ball über die Linie.

Fazit: Eine bravourös kämpfende Eintracht wird belohnt, Stuttgart schlägt sich selbst.

Der Star des Spiels: Alex Meier. Nicht so auffällig wie sonst, aber in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Bereitete Rosenthals Ausgleich vor und erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer für Frankfurt.

Der Flop des Spiels: Gotoku Sakai. Bekam seine linke Abwehrseite nie in den Griff. Aigner lief ihm im Rücken weg, Jung konnte ohne Bedrängnis zahlreiche Flanken schlagen. Auch im Aufbauspiel schwach. Bei Frankfurt fiel Zambrano stark ab.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin. Traf die korrekte Entscheidung, bei Niedermeiers Hakler gegen Joselu im Strafraum weiterzuspielen zu lassen. Große Aktion dann in der 73. Minute, als er seine Elfmeter-Entscheidung auf den Hinweis seines Assistenten zurücknahm.

Das fiel auf:

  • Beide Mannschaften attackierten früh und zwangen die Abwehrreihen so zu langen Bällen. Dadurch kam kaum Spielfluss zustande. Frankfurt zu Beginn aber gefährlicher, vor allem über die rechte Seite mit Jung und Aigner.
  • Stuttgarts 4-4-2 mit Raute funktionierte. Die erste Pressingreihe mit Harnik und Cacau wurde von Maxim unterstützt, dahinter machten Gentner, Leitner und Boka geschickt die Räume eng. Nach dem Ballgewinn schalteten die Gäste schnell um und nutzten dabei die großen Lücken im defensiven Mittelfeld der Eintracht.
  • Frankfurt merkte man früh die fehlende Frische nach dem Porto-Spiel an, aber der Kampfgeist der Eintracht war bemerkenswert. Ab der 60. Minute nahm der Druck zu, Frankfurt hielt am Flügelspiel über die rechte Seite fest und kam so auch zu Chancen.
  • Der VfB hatte die Partie eigentlich im Griff, verpasste es aber, zahlreiche Konter vernünftig zu Ende zu spielen. Maxim hätte die Partie zwingend entscheiden müssen, seine vergebene Großchance war der Knackpunkt. Der Rest waren Frankfurter Leidenschaft und unglaubliche Stuttgarter Naivität im Defensivverhalten.

Eintracht Frankfurt - Stuttgart: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung