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1899 verschärft VfB-Krise

SID
Sven Schipplock verschärft durch seine beiden Tore die Krise seines Ex-Klubs
© Getty
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Die Krise des VfB Stuttgart nimmt langsam aber sicher historische Ausmaße an. Die abstiegsbedrohten Schwaben unterlagen am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga trotz großer Gegenwehr 1:4 (0:1) im baden-württembergischen Derby bei 1899 Hoffenheim und kassierten die sechste Pleite in Folge

Damit ist der VfB nur noch eine Niederlage von seinem Negativrekord aus der Saison 1986/87 entfernt. Der Ex-Stuttgarter Sven Schipplock (12. und 66.), Kevin Volland (49.) und Roberto Firmino (90.+2) trafen unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw für Hoffenheim. Antonio Rüdiger war für Stuttgart erfolgreich (78.). Stuttgarts Moritz Leitner (80.) sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Vor 29.847 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena hätten die Gastgeber, die am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokals am Ligarivalen VfL Wolfsburg gescheitert waren (2:3), eigentlich nach 80 Sekunden in Führung gehen müssen. Nach Vorarbeit von Sejad Salihovic kam Fabian Johnson völlig freistehend zum Abschluss. Der Stuttgarter Rani Khedira rettete aber für seinen bereits geschlagenen Torwart Sven Ulreich kurz vor der Linie.

Schwierige Bedingungen

Die Schwaben, bei denen der gesperrte Ex-Hoffenheimer Vedad Ibisevic und der verletzte Kapitän Christian Gentner fehlten, verbuchten ihrerseits nach sieben Minuten die erste Möglichkeit durch Martin Harnik. Insgesamt war die Begegnung auf dem schwer bespielbaren Boden in der Anfangsphase hart umkämpft, der Derbycharakter kam deutlich zum Vorschein. Das Spiel wogte bei Dauerregen hin und her.

In der 10. Minute forderten die Hoffenheimer wohl zu Recht einen Elfmeter nach einem Foul von Arthur Boka an Salihovic, die Pfeife von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) blieb aber stumm. Die Kraichgauer, bei denen acht ehemalige VfB-Spieler unter Vertrag stehen, ließen sich dennoch nicht beirren und drängten weiter auf die Führung. Nach Vorarbeit von Roberto Firmino staubte Schipplock ab.

Große Chancen für VfB

Die Stuttgarter, deren Trainer Thomas Schneider im Hinspiel sein Bundesliga-Debüt und den höchsten Einstands-Sieg eines VfB-Trainers (6:2) feierte, waren kurz darauf dem Ausgleich nahe. Jungstar Timo Werner ließ die Chance aber liegen (14.). Danach dauerte es bis zur 33. Minute, ehe die Gäste durch Leitner wieder gefährlich vor dem Hoffenheimer Tor auftauchten. Auf der Gegenseite traf Salihovic aus der Distanz den Pfosten (41.).

Kurz nach dem Seitenwechsel schlugen Hoffenheimer, die ohne den gelbgesperrten Sebastian Rudy auskommen mussten, wieder zu. Nach Vorarbeit von Salihovic erzielte Volland sein achtes Saisontor. Kurz darauf hätte Volland zweimal für die Vorentscheidung sorgen können, er scheiterte aber zweimal an Ulreich (54. und 64.). Schipplock machte es bei seinem fünften Saisontor nach Vorarbeit Firminos besser.

Hoffenheim - Stuttgart: Daten zum Spiel

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