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Auba schießt Dortmund zum Dreier

Freitag, 31.01.2014 | 22:50 Uhr
Aubameyang (r.) schoss den BVB mit seinem Doppelpack zum Sieg gegen Braunschweig
© Getty
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Borussia Dortmund hat dank eines Doppelpacks von Pierre-Emerick Aubameyang drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze eingefahren. Gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig taten sich die Gäste lange schwer und siegten am Ende knapp mit 2:1 (1:0).

Vor 25.540 Zuschauern im Eintracht-Stadion erzielte Pierre-Emerick Aubameyang nach einer schwachen Anfangsphase die Führung für die Gäste (31.) und schnürte nach gut einer Stunde den Doppelpack zum Sieg (64.) .

Benjamin Kessel hatte kurz zuvor für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hausherren gesorgt (54.).

Dortmund gelingt damit nach vier sieglosen Ligapartien in Folge wieder ein Dreier, die Borussia kassierte allerdings in den letzten zehn Partien immer mindestens ein Gegentor. Braunschweig bleibt nach der Niederlage am Ende der Tabelle.

Reaktionen:

Torsten Lieberknecht (Trainer Eintracht Braunschweig): "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben Dortmund einen großen Kampf geliefert und sind sehr mutig aufgetreten. Die Leistung tröstet etwas über die große Enttäuschung. Das macht uns Mut."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben eine Fülle von Torchancen gehabt, aber der Davari hat unglaublich gehalten. Wir haben in Dortmund noch nicht so viele dreckige Siege gehabt, das heute war einer. Wenn man nicht hunderprozentig in der Spur ist, dann muss man sich einen Sieg erkämpfen. Jetzt geht es weiter."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Eine personelle Veränderung bei den Gastgebern im Vergleich zum Remis gegen Bremen. Bellarabi macht im linken Mittelfeld für Hochscheidt bei dessen Startelfdebüt Platz. Coach Lieberknecht stellt zudem auf ein 4-4-2 um, neben Ademi stürmt Winterneuzugang Nielsen.

Nach der schweren Verletzung von Blaszczykowski beginnt Aubameyang bei Dortmund auf rechts. In der Verteidigung gibt Hummels nach seiner langwierigen Verletzung sein Comeback. Rechts in der Viererkette verteidigt Großkreutz, Piszczek sitzt auf der Bank.

7.: Hochscheidt nimmt den Ball im Mittelfeld mit einer feinen Körperdrehung mit und kann relativ ungestört Richtung BVB-Kasten laufen. Seinen Schuss aus gut 20 Metern fälscht Hummels noch ab, doch Weidenfeller reagiert gut und hat den Ball sicher.

18.: Nielsen zieht links drei Dortmunder auf sich und steck durch zu Hochscheidt. Der mit der Flanke zur Mitte, wo Kessel heranrauscht und den Kopfball aus sechs Metern über die Latte setzt. Dickes Ding!

28.: Mkhitaryan wird kurz vor dem Strafraum von Boland gelegt. Sahin legt sich den Ball zurecht und zirkelt ihn über die Mauer. Davari fliegt - und fischt die Kugel aus dem Winkel!

31., 0:1, Aubameyang: Starker Spielzug des BVB! Über Sokratis und Großkreutz landet die Kugel bei Lewandowski, der nach einem Doppelpass mit Reus frei vor Davari steht. Seinen Chip in die Mitte versenkt Aubameyang per Kopf.

41.: Großkreutz spielt von rechts halbhoch in den Strafraum und findet Lewandowski. Der Stürmer schirmt den Ball stark ab und leitet ihn im Fallen zum langen Pfosten weiter, wo Aubameyang wieder einschiebt. Die Szene aber korrekt wegen Abseits zurückgepfiffen.

48.: Nächster schneller Gegenstoß des BVB: Lewandowski nimmt Mkhitaryan mit, der sieht links den völlig freien Reus. Dessen Versuch aus spitzem Winkel lenkt Davari ins Toraus.

54., 1:1, Kessel: Eine flache Hochscheidt-Ecke von rechts rutscht bis zum Fünfer durch, wo Kessel mutterseelenallein steht und ins kurze Eck schießt. Weidenfeller ist noch dran, kann das Tor aber nicht verhindern.

64., 1:2, Aubameyang: Wieder darf der BVB kontern. Reus kommt rechts an den Ball und spielt den perfekten diagonalen Flachpass zu Aubameyang. Der Gabuner mit dem trockenen Flachschuss von links in die lange Ecke.

68.: Reus schneidet einen Freistoß aus dem Halbfeld direkt aufs Tor. Der Ball wird immer länger, Davari hat die Fingerspitzen noch dran und lenkt den Ball auf die Oberkante der Latte!

75.: Lewandowski schickt Reus nach einem Doppelpass in den Strafraum. Der Nationalspieler taucht rechts völlig frei vor Davari auf, legt aber nochmal quer anstatt selbst abzuschließen. Der Querpass aber zu ungenau, Lewandowski kommt nicht mehr rechtzeitig an den Ball.

84.: Riesen-Durcheinander im Löwen-Strafraum! Über Reus und Lewandowski kommt der Ball im Rückraum zu Mkhitaryan, der abzieht, aber mit Reus den eigenen Mann anschießt!

86.: Wieder eine scheinbar harmlose Braunschweig-Ecke von rechts, die wieder durchrutscht. Nielsen trifft die Kugel am Elferpunkt nicht richtig, Hochscheidt hält am Fünfer den Fuß rein und trifft den Ball nicht! Weidenfeller nimmt das Leder auf, Dusel für den BVB!

90.: Unfassbare Szene! Nach einer Ecke bekommt der eingewechselte Kumbela den Ball und flankt im Fallen von der Sechzehnerlinie. Dortmund pennt, Bicakcic kommt am Fünfer frei zum Kopfball - und trifft nur den Innenpfosten! Das muss der Ausgleich sein!

Fazit: Mühevoller, aber im Endeffekt verdienter BVB-Sieg. Die Gäste hätten den Sack früher zumachen müssen und hatten am Ende bei Bicakcic' Postentreffer sogar noch Glück.

Der Star des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang kam sehr schwer in die Partie und hatte eine Anfangsphase zum vergessen. Mit zunehmender Spieldauer aber immer besser und mit seinem Doppelpack der Matchwinner. Beim ersten Tor am richtigen Ort, beim zweiten vor dem Torwart cool. Auch stark: Comebacker Mats Hummels.

Der Flop des Spiels: Ermin Bicakcic hatte mit dem schnellen Umschaltspiel des BVB so seine Probleme. Nur 53 Prozent gewonnene Zweikämpfe, die mit Abstand wenigsten Ballkontakte der Braunschweiger Defensive und eine hunderprozentige Chance in der Nachspielzeit vergeben - ein gebrauchter Abend für den Verteidiger.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz hatte in der 13. Minute die erste knifflige Situation zu beurteilen, als er dem BVB einen Handelfmeter verwehrte, den man durchaus hätte geben können. Auch gegen Marcel Schmelzer hätte man in der Schlussphase wegen Hand auf den Punkt zeigen dürfen. Lag in der Zweikampfbewertung aber großteils richtig. Ganz stark dagegen das Auge des Assistenten bei Aubameyangs Abseitstor (41.).

Das fiel auf:

  • Sehr starker Beginn der Hauherren mit intensivem Pressing schon ganz tief in Dortmunds Hälfte. Vor allem die Doppelspitze Nielsen/Ademi setzte schon die Innenverteidigung unter Druck und störte einen ruhigen Spielaufbau. In der eigenen Hälfte machten die Löwen die Räume kompakt zu, blieben nach vorne aber dennoch präsent.
  • Der BVB zu Beginn verunsichert, nicht ballsicher und im Spiel nach vorne ungewohnt unpräzise. Vorne fanden sie keine Anspielstationen, Lewandowski hing in der Luft, Aubameyang und Reus bekamen überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel. Auch die Standards waren größtenteils schlecht getreten.
  • Das Führungstor der Dortmunder fiel aus dem Nichts - und wirkte Wunder. Der BVB jetzt schneller, zielstrebiger und gefährlicher. Braunschweig bekam gröbere Problem, weil sich das Team weiter zurückzog, nicht mehr so früh störte und die Gäste spelen ließ.
  • In Halbzeit zwei entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel, da Braunschweig versuchte nach vorne zu spielen und den Gästen das schnelle Umschaltspiel ermöglichte. Der BVB so viel gefährlicher als noch in Abschnitt eins und mit genügend Chancen, das Spiel schon früher zu entscheiden.

Braunschweig - Dortmund: Die Statistik zum Spiel

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