Samstag, 30.11.2013
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Bundesliga - 14. Spieltag

Bayern stellen nächsten Rekord ein

Der FC Bayern holt beim 2:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig seinen 87. Punkt im Jahr 2013 und stellt seinen Rekord aus dem Jahr 2005 ein. Auch Trainer Josep Guardiola stellte eine Bestmarke ein.

Bayerns Arjen Robben (l.) erzielte in der 2. Minute das 1:0 per Kopf
© Getty
Bayerns Arjen Robben (l.) erzielte in der 2. Minute das 1:0 per Kopf

Der Katalane blieb zum 14. Mal in Folge ungeschlagen. Dieses Kunststück als neuer Trainer gelang zuletzt Karl-Heinz Feldkamp 1978/79 mit dem 1. FC Kaiserslautern.

Vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena erzielte Arjen Robben (2., 30.) seine Saisontore fünf und sechs.

Die Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer Bayern): "Es war ein kompliziertes und schwieriges Spiel gegen einen defensiven Gegner. Wir hatten in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz und dominiert. Der Kopf war in der ersten Halbzeit nach dem Dortmund-Spiel und der Moskau-Reise sehr stark. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann nicht geschafft, Mario Mandzukic ins Spiel zu bringen. Es ist aber ein Spiel mehr, und wir haben gewonnen. Am Ende war ich doch sehr zufrieden mit der Leistung."

Torsten Lieberknecht (Trainer Braunschweig): "Es ist für uns eine große Ehre und ein großer Tag gewesen, aber es geht um Punkte. Der Sieg ist mehr als verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv. Nach dem Wechsel waren wir aktiver und mutiger, wir hatten sogar Möglichkeiten, Tore zu schießen. Den Unterschied hat man trotzdem in vielen Phasen gesehen. Aber uns ist es gelungen, uns positiv zu verkaufen."

Thomas Müller: "Es war nach dem Highlight gegen den BVB und dem schweren Spiel in Moskau nicht einfach, sich zu motivieren. Wir wollten ein schnelles Tor machen, damit wir keine Probleme bekommen. Im Pokal gegen Augsburg wird es wieder eine heiße Kiste, das ist ein K.o.-Spiel, da ist Motivation kein Thema. Da müssen wir wieder einiges abrufen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayern mit zwei Änderungen gegenüber dem 3:1 in Moskau: Van Buyten rückt für Boateng in die Startelf, Thiago übernimmt den Lahm-Part im Mittelfeld. Bei Braunschweig spielt Theuerkauf für Perthel links in der Viererkette, dafür spielt Caligiuri im Mittelfeld.


2., 1:0, Robben: Götze bedient Robben mit einem Heber in den Strafraum. Der Niederländer schießt freistehend den Ball zunächst an den linken Pfosten, darf aber noch einmal und köpft aus kurzer Distanz ins Tor.

18.: Alaba geht links bis an die Grundlinie, legt dann dort zurück in den Gefahrenbereich, Robben und Götze lauern, aber im letzten Moment grätscht Ermin Bicakcic dazwischen und klärt.

30., 2:0, Robben: Nach Kroos-Vorarbeit kann sich Robben den Ball zurechtlegen und ins Zentrum ziehen, im Strafraum schließt er mit einem wuchtigen Linksschuss ab. Keine Chance für Davari.

35.: Martinez zieht aus 25 Metern Entfernung ab. Davari taucht ab und fischt den Ball sicher aus dem linken unteren Eck.

47.: Neuer scheint nicht mehr damit gerechnet zu haben, dass ein Ball auf sein Tor kommt. Caligiuris Schuss gehört nicht zu der gefährlichen Sorte, aber der Keeper der Münchener erwischt den Ball erst knapp vor der Linie.

54.: Kratz schlägt den Ball von der rechten Seite aus herein, Müller geht entgegen und verpasst, irritiert dadurch van Buyten, der ebenfalls nicht an den Ball kommt. Und auch Ermin Bicakcic hat nicht damit gerechnet, dass der Ball bei ihm landet. Sonst hätte es hier 2:1 gestanden.

72.: Robben schlenzt einen Freistoß aus halbrechter Position mit links gefühlvoll an die Latte. Davari hätte den Ball aber wohl auch gehabt.

74.: Riesenchance für die Gäste: Kumbela läuft frei auf Manuel Neuer zu, der Keeper ist aus dem Strafraum heraus und wehrt den Ball nach vorne ab, Kratz schickt den Ball scharf auf das verwaiste Tor, aber da ist Alaba zur Stelle und wehrt artistisch ab.

81.: Rafinha bedient Robben mustergültig im Strafraum mit einem Pass in die Gasse auf der rechten Seite. Robben scheitert aber aus kurzer Distanz am herausgeeilten Davari.

84.: Kratz tritt einen Freistoß aus 25 Metern Entfernung, Martinez fälscht ab, Neuer läuft in die falsche Ecke, aber die Latte verhindert den Anschlusstreffer.

87.: Vom rechten Strafraumeck schlenzt Robben den Ball auf das linke Kreuzeck des Braunschweiger Tores. Mit einer Hand lenkt Davari den Ball gerade noch am Tor vorbei.

Fazit: Glanzloser, aber verdienter Bayern-Sieg gegen tapfere Braunschweiger, die sich nach dem frühen Gegentor ordentlich wehrten. Neuer (74.) begang gegen Kumbela kein Foulspiel.

Der Star des Spiels: Arjen Robben. Dosenöffner nach zwei Minuten, Dosenöffner nach 30 Minuten. Hätte auch das eine oder andere Tor nachlegen können, war er doch mit sechs Torschüssen der aktivste Mann in der Offensive. Auch stark bei Bayern: Thiago (siehe "Das fiel auf")

Der Flop des Spiels: Simeon Jackson bekam erstmals seit September eine Chance in der Startelf, konnte sich aber mitnichten empfehlen. Überwiegend unbeteiligt am Spiel, wurde gerade mal mit 14 Ballkontakten ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler hatte wenig zu tun, blieb bei den wenigen kniffligen Entscheidungen fehlerlos.

Das fiel auf:

  • Bis sich Braunschweig zurecht fand, bejubelte Robben schon seinen fünften Saisontreffer. Götze, als falsche Neun aufgestellt, fungierte als Vorlagengeber aus der Tiefe. Bayern auch später variabel im Positionsspiel.
  • Die Gastgeber erspielten sich bis zu 88 Prozent Ballbesitz - Braunschweig - so schien es - wollte den Ball gar nicht haben, verschob dagegen im Defensivverhalten ordentlich. Bayern dadurch mit wenig Torchancen im ersten Spielabschnitt.
  • Thiago Alcantara macht den Lahm: Der Spanier hatte die meisten Ballkontakte (155) auf dem Platz, forcierte das Spiel mit guter Verlagerung und war auch verbal der Anführer.
  • Braunschweig defensiv ordentlich, nach vorne zu selten mutig - dabei hätten sich durchaus Chancen geboten, weil die Bayern hoch standen. Martinez, zuletzt immer verkappter Libero, mimte diesmal nicht die Absicherung.

Bayern - Braunschweig: Die Statistik zum Spiel

Aus der Allianz Arena berichtet Fatih Demireli

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Fatih Demireli(Redaktion)

Fatih Demireli, Jahrgang 1983, ist als Head of Live verantwortlich für die Live-Berichterstattung bei PERFORM Deutschland. Ferner ist er bei SPOX u.a. zuständig für die Berichterstattung rund um den FC Bayern. Der gebürtige Münchener wechselte nach seinem Volontariat bei der offiziellen Webseite der Deutschen Fußball-Liga und seiner dortigen Funktion als stellvertretender Leiter 2010 zu SPOX und baute die Türkei-Sektion auf. Außerdem dreht sich bei ihm alles um den internationalen Fußball.

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